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Elektroauto: Warum E-Autos nicht aufzuhalten sind

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Elektromobilität ist auf dynamischem Wachstumspfad: E-Autos bieten viele Vorteile, aber auch einige Nachteile.

Elektrofahrzeugen gehört als Teil der Verkehrswende die Zukunft – eine Zukunft, die weit mehr bietet als eine neue Antriebstechnologie. Das so angetriebene Fahrzeug ist Emotion, es steht für Autonomes Fahren und für moderne Mobilitätskonzepte wie Car-Sharing oder Ride-Hailing. Es kann ein mobiles Gadget sein oder aber der beinahe lautlos daher schleichende Alltagshelfer. Das Elektroauto – ganz gleich, ob von Tesla, Lucid Motors, Hyundai, BMW, Fiat, Opel, Porsche oder Renault – macht nicht „Brumm-Brumm“, sondern „TSSSSSSSS“, ähnlich wie eine Straßenbahn. E-Autos sind pure Emotion, Dynamik und Leidenschaft.

Elon Musk und Tesla Motors (insbesondere mit dem Tesla Model 3) haben den disruptiven Wandel hin zur Elektromobilität und dem Auto mit elektrischem Antrieb entscheidend geprägt. Dem Elektroauto-Massenmarkt hat China den Weg bereitet. Jetzt ist klar: Das Fahrzeug mit Elektromotor ist nicht mehr aufzuhalten, denn es passt perfekt in die künftige Welt aus dezentraler Energieversorgung und intermodalen Verkehrskonzepten. Es ist Sinnbild für die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft. Das Auto ist mehr als Elektromotor und Akku – es istein Lebensgefühl, das immer mehr Menschen begeistert.

Immer mehr Hersteller – zu Beginn des Jahres 2021 etwa der schwedische Automobilhersteller Volvo, General Motors GM und Ford – bekennen sich zur neuen Antriebsart und zur Elektrifizierung der individuellen Massenmobilität im Zuge der Verkehrswende. Volkswagen VW oder Hyundai gelten ebenfalls als Vorreiter, weil sie eigene Elektromobilitäts-Plattformen entwickelt haben – gerade Volkswagen-Chef Herbert Diess bewundert das Werk von Pionier Elon Musk, versucht eine Kopie mit Fahrzeugen wie dem ID.3 oder dem ID.4 zu schaffen.

Selbst der Sportwagen-Krösus Porsche hat mit dem Taycan ganz neue Kundengruppen erschlossen. Klar: Das sofort vorhandene Drehmoment beim Elektro-Antrieb ist prädestiniert für sportliche Fahrzeuge. Deswegen gibt es auch mehrere Rennserien, die dabei mithelfen, die Entwicklung von Batterien und Software zu verbessern. Der Erfolg des Taycan hat Porsche gezeigt: Es macht Sinn, quasi die gesamte Flotte vollelektrisch anzubieten. Genau auf diesem Weg befindet man sich mittlerweile.

E-Autos werden zunehmend erschwinglicher

Bis etwa 2019 galt das Elektroauto als zu teuer im Vergleich zu Verbrenner-PKW. Mittlerweile, zu Beginn des Jahres 2021, steht die Preisparität selbst bei den reinen Anschaffungskosten kurz bevor. Deutschland, aber auch andere Länder, nehmen die Entwicklung der Preise vorweg, in dem sie hohe Prämien für den Kauf oder passenden Wallboxen für Zuhause initiieren. Länder wie Norwegen oder die Niederlande haben längst Ausstiegsdaten für den Abschied vom Verbrennungsmotor festgelegt.

Daneben werden auch Regularien verändert: Die Europäische Union strebt die Etablierung einer Euro-7-Norm an, die nach Expertenschätzungen schon Mitte der 20er Jahre das faktische Aus des Verbrennungsmotors bedeuten könnte. Denn technologisch sind die Umweltvorgaben kaum einzuhalten – wie auch schon der Diesel-Skandal von Volkswagen, Mercedes, Bosch und anderen zeigte.

Das Elektroauto wird zunehmend erschwinglicher, weil insbesondere die Preise für Batterien – das Batteriesystem ist die teuerste Komponente – kontinuierlich sinken. Ähnlich wie bei den Erneuerbaren Energien, die das auf fossilen Rohstoffen basierende Energiesystem disrupieren, gelingt es dem elektrischen Antrieb und der Technologie E-Auto, den Verbrennungsmotor weitgehend überflüssig zu machen.

Preis und Reichweite sind die wichtigsten Kriterien für Autokäufer, wenn sie sich für ein elektrifiziertes Model entscheiden. Dabei sind die Autos im Jahr 2021 in der Regel dem Verbrenner-PKW bereits überlegen, wenn man die Total Cost of Ownership in Betracht zieht – das schließt dann geringere Kosten für Wartung mit ein: Das Elektrofahrzeug hat kaum Teile, die kaputt gehen können. Außerdem ist das E-Auto in Deutschland zehn Jahre von der KFZ-Steuer befreit.

Seit Ende 2020 sind ausgesprochen günstige Leasing-Angebote (Gewerbeleasing oder Privatleasing) für elektrisch angetriebene Fahrzeuge wie den Nissan Leaf, den Renault Zoe, den BMW i3, den Mercedes-Benz Smart oder den Fiat 500e zu finden. Leasing statt Kauf gibt dem Käufer mehr Sicherheit, weil nicht klar ist, wie sich der Wiederkaufs-Preis von E-Autos in den kommenden Jahren entwickeln wird. Außerdem verbessert sich das Auto-Angebot, so dass es heute schwierig ist, sich für eine Marke – ganz gleich, ob Fiat, VW, Hyundai, Kia, Fiat oder Opel – zu entscheiden.

Radikale Prognosen gehen davon aus, dass der letzte Verbrenner-PKW bereits 2026 verkauft werden wird. Hierbei berufen sich Experten auf den sogenannten Osborne-Effekt. Der Osborne-Effekt ist ein soziales Phänomen, bei dem Kunden Bestellungen für das aktuelle, bald veraltete Produkt stornieren oder zurückstellen, wenn ein Unternehmen ein zukünftiges Produkt frühzeitig ankündigt.

Graphisch veranschaulicht sieht die radikale Abkehr vom Verbrennungsmotor dann so aus:

Osborne-Effekt
(Via THEDRIVEN / Quelle: Prof. Ray Wills)

Die Geschichte beginnt bereits vor 100 Jahren und reicht bis in die Gegenwart. In den nächsten 10 Jahren wird in Deutschland, aber auch global der disruptive Wandel erfolgen – dabei wird Elektromobilität auch mit Brennstoffzellen dazukommen und möglicherweise Hybridfahrzeuge, die mit Elektromotor ausgestattet sind, aber für lange Fahrten mit synthetischen Kraftstoffen betankt werden.

Vollelektrische Autos: Exponentielle Entwicklung erwartet

Tesla Model X - E-Auto der Kalifornier
Tesla Model X sorgen für Interesse Bildquelle: Tesla Motors

Die Autobranche, mit den Produkten und Dienstleistungen rund um den Verbrennungsmotor, wie wir sie heute kennen, wandelt sich derzeit grundlegend. Was Beobachter des Autosektors wie Innovations- und Zukunftsforscher Lars Thomsen (u.a. in diesem Video von 2013) oder Tony Seba (im Buch Clean Disruption – bei Amazon kaufen) schon längere Zeit vorhersagen, wird in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren Realität werden: Das Auto im Speziellen, aber auch die Elektromobilität im Allgemeinen, wird sich in rasender Geschwindigkeit auf einer exponentiellen Bahn durchsetzen. Die Vorteile des Elektroantriebs sind zu frappierend – viele Entwicklungen gehen derzeit Hand in Hand und werden in einer Umwälzung des Autosektors münden.

Die Veränderungen, die damit auf die klassische Autobranche zurollen, werden mittlerweile wahrgenommen – wunderbar erläutert hat das Ende 2015 SZ-Redakteur Thomas Fromm über die Rolle der Autozulieferer, der in seinem Kommentar richtigerweise sich einmal mit den Autozulieferern befasst.

Dazu muss man wissen: Das Auto mit Elektromotor ist technisch viel weniger anspruchsvoll als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Es enthält kaum Bauteile, die verschleißen können. Kein Auspuff, keine Nockenwellen, keine Einspritzpumpen. „Ein Drittel dessen, was so ein Auto mit Verbrennungsmotor ausmacht, wird künftig nicht mehr gebraucht“, schreibt SZ-Redakteur Fromm.

Elektroauto von Volkswagen: Der ID BUZZ

Das bedeutet für klassische Autozulieferer, die im Auftrag der Automobilkonzerne Spezialkomponenten für das Verbrennungsauto hergestellt haben, eine entscheidende Herausforderung: Wie vielen wird es gelingen, zeitgleich die Komponenten weiterhin Just-in-Time zu liefern und sich gleichzeitig in neue Bereiche vorzuwagen, in denen sie eventuell auch bei flächendeckendem Einsatz vom Elektroauto am Markt bestehen können?

Weil derart wenig Verschleißteile benötigt werden, ist auch das flächendeckende Netz von Autowerkstätten in Zukunft in der heutigen Engmaschigkeit nicht mehr notwendig. Und genau das ist auch einer der Gründe, warum Unternehmen, die sich mit dem Auto bislang nicht beschäftigt haben, heute die Chance haben, in diesen Sektor einzudringen.

Tesla, Apple, Google oder junge Unternehmen wie Nio oder das 2021 an die Börse gestartete Lucid Motors, die milliardenschwer aus China oder etwa Saudi-Arabien finanziert werden, können in den Autosektor vordringen, weil das moderne Auto technisch eher banal ist und kein riesiges Servicenetz als Grundvoraussetzung für den Verkauf eines Autos dient.

Das Elektroauto ist eher ein „Digital Device“ – IT, Vernetzung und Digitalisierung sind die entscheidenden Komponenten, die den Autosektor künftig prägen. Das reicht dann bis hin zum Autonomen Fahren: Fährt das Auto selbstständig, kann sich der „Fahrer“ darauf konzentrieren, bereits online das einzukaufen, was er im angepeilten Shoppingcenter nur noch abholen muss.

Mehrere Megatrends befeuern die Entwicklung

Es sind gleich mehrere Megatrends, die dafür sprechen, dass sich Elektroautos in den 20er und 30er Jahren dieses Jahrhunderts durchsetzen werden. Der Trend zu Erneuerbaren Energien (News rund um Erneuerbare Energien gibt es hier), insbesondere Photovoltaik ist weltweit längst unverkennbar. Prognosen gehen davon aus, dass Strom aus Photovoltaikanlagen in einigen Jahren noch zwei bis vier Cent je Kilowattstunde kosten – und damit konkurrenzlos günstig sein wird.

Der Think Tank Agora Energiewende (vgl. Hintergrundpapier Was wäre, wenn… ein flächendeckender Rollout von Solar-Speicher-Systemen stattfände? ) hat für Deutschland bereits ein Szenario mit Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 150 Gigawatt in Kombination mit Batteriespeichern (40 GW) und einer Kapazität von 120 GWh durchgerechnet – im Ergebnis zeigt sich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien am einem gewissen Niveau mit der Bereitstellung von Speichertechnologien einher gehen muss.

Neben dem Megatrend Erneuerbare Energien spielt auch der Trend hin zu Batteriespeichern in Haushalten, Gewerbebetrieben oder als Quartiersspeicher dem elektrisch angetriebenen Auto in die Hände – denn beispielsweise die Unternehmen Daimler (bzw. Mercedes), GETEC und The Mobility House (vgl. Beitrag von Greentech Media: Energy Storage: Automakers on Second-Life Batteries for the Grid: ‘We Want a Foot in the Door of This Market’) haben gemeinsam ein Projekt zur Zweitnutzung von Akkus in entsprechenden Stromspeichern gestartet.

Der Trend zum stationären Batteriespeicher ist für die Entwicklung vom Elektroauto deshalb bedeutsam, weil dadurch die Preise für die gespeicherte Kilowattstunde weiter sinken. Lithium-Ionen-Akkus sind derzeit der Standard und werden sowohl in mobilen Endgeräten wie Laptops als auch in mobilen wie stationären Stromspeichern eingesetzt.

Darin wurden für Deutschland Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 150 Gigawatt in Kombination mit Batteriespeichern mit einer Gesamtleistung von 40 Gigawatt und einer Speicherkapazität von 120 Gigawattstunden unterstellt und die Frage untersucht, welche Auswirkungen diese auf das Gesamtsystem hätten. Mit dem Megatrend Damit eng verknüpft ist die wachsende Bedeutung von Stromspeichern, insbesondere mit Lithium-Ionen-Akkus.

E-Auto als Teil der Elektromobilität

NIO ES8 - Elektroauto aus China

Das moderne Auto mit Elektromotor, elektrifiziertem Antrieb und einer Batterie ist Teil der so genannten Elektromobilität – damit sind alle Fahrzeuge individueller und kollektiver Mobilität gemeint, die durch elektrische Energie angetrieben werden. Dazu zählen Zweiräder wie Pedelecs und Elektroroller ebenso wie Dreiräder wie das Dreirad Aptera und klassische Autos wie die Tesla-Fahrzeuge Model S, Model 3, Model Y oder Model X, die erfolgreichen Renault Zoe, Nissan Leaf, Hyundai Kona oder Kia eNiro, der BMW i3 oder der elektrisch betriebene Smart von Mercedes-Benz / Daimler.

Beim Elektroauto wird die Antriebsenergie meistens in Form aufladbarer Akkumulatoren mitgeführt, nur selten werden nicht wiederaufladbare, klassische Batterien verwendet (Mondauto). Brennstoffzellen-Fahrzeuge, serielle Hybrid-Elektroautos und Fahrzeuge mit dieselelektrischem Antrieb nutzen verschiedene Kraftstoffe als Primärenergie, um daraus den Antriebsstrom herzustellen.

Inzwischen haben auch die großen deutschen Autobauer erkannt, dass sich der Markt wie erwartet entwickeln wird. Sie tüfteln und entwickeln Elektroautos, zeigen Studien und kündigen weitere Modelle an. Für die IAA 2017 hat beispielsweise Mercedes gleich mehrere Neuvorstellungen angekündigt – dabei setzt Mercedes auf seine eigens entwickelte neue Marke EQ, die im Dezember 2016 präsentiert wurde:

Elektrischer Antrieb: Viele Vorteile

Der Elektroantrieb ist dem weit verbreiteten Antrieb mit Verbrennungsmotoren in vielen Eigenschaften überlegen. Dazu zählen:

  • der viel höhere Wirkungsgrad,
  • die vorteilhafte Drehmomentcharakteristik des Elektromotors,
  • die vorteilhafte Leistungscharakteristik des Elektromotors,
  • der einfachere Aufbau des Antriebsstrangs,
  • Autos mit Elektromotor verfügen kaum über Verschleißteile, sind also weniger wartungsintensiv als klassische Autos mit Verbrennungsmotor,
  • die Emissionsfreiheit in Bezug auf Schadstoffe und Lärm, zumindest wenn Elektroautos mit regenerativen Energien betankt werden.

Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren verfügt das E-Auto meistens (heute noch) über geringere Reichweite. Dies ist in erster Linie auf die vergleichsweise geringeren Energiemengen zurückzuführen, die beim bisherigen Stand der Technik in Energiespeichern wie Lithium-Ion-Akkus mitgeführt werden können.

Allerdings entwickelt sich die Reichweite von Elektroautos rasch weiter: Waren vor zehn Jahren noch 100 Kilometer Reichweite beachtlich, so schafft ein heutiger Hyundai Kona mehr als 400 Kilometer. Nur noch Kleinwagen wie der Smart werden mit weniger als 100 Kilometer Reichweite ausgestattet.

Die Akku-Technologie für das Elektrofahrzeug erlebte in den vergangenen Jahren eine intensive Weiterentwicklung, etwa durch die Anforderungen tragbarer Elektronikgeräte wie Notebooks und Mobiltelefonen, wodurch höhere Energiedichten, ein schnelleres Aufladen und eine höhere Sicherheit erreicht werden konnten.

Wir sind mitten in der sauberen Revolution

Die Förderung von Elektroautos nahezu in jedem Land der Welt. Steigende Zulassungszahlen in den Jahren 2019, 2020 und 2021. Tesla als Speerspitze des Wandels hin zum Elektroantrieb baut parallel Fabriken auf drei Kontinenten. Und schließlich die rasante, disruptive Entwicklung von Solar und Wind zeigen: Wir sind mitten in der sauberen Revolution.

Die Vorteile der Elektromobilität greifen insbesondere dort, wo Strecken mit Elektroantrieb planbar zurückgelegt werden müssen. Der Stadtbus, der jeden Tag x-mal auf der selben Strecke verkehrt, ist prädestiniert für die Umstellung auf elektrischen Antrieb. Aber auch der Bagger oder die Raupe auf der innerstädtischen Baustelle macht reichlich Sinn. Natürlich auch die Müllfahrzeuge, die wegen der Geräuscharmut außerhalb der Rush-Hour ihre Routen fahren können.

Lithium, Kobalt, Nickel, Blei: Nachteile des Elektroautos

Doch im Zuge der sauberen Revolution, die noch viel stärker von Nutzfahrzeugen als von PKWs ausgeht, ist auch der Umgang mit Rohstoffen zu bedenken. Denn der große Bedarf an Nickel, Lithium oder Kobalt für die Batterien ist durchaus ein Nachteil des Elektroautos. Allerdings: Die Branche ist durchaus hinterher, die Nachteile zu minimieren oder komplett abzuschaffen.

Nehmen wir das Beispiel Lithium: In der Atacama-Wüste beispielsweise wird Lithium unter großem Wasserverbrauch gefördert. Dadurch sinkt der Grundwasserspiegel. Es gibt aber mittlerweile Methoden, mit denen der Wasserverbrauch radikal gesenkt werden kann. Teilweise verhindern politische Gründe, dass diese eingesetzt werden. Das kann man der Elektromobilität dann aber kaum vorwerfen.

Positiv ist, dass beispielsweise Lithium für Batterien künftig auch in Europa gefördert werden dürfte – beispielsweise als Nebenprodukt der Tiefengeothermie. Mehr dazu im Artikel: Lithium – Weißes Gold mit schwarzem Fleck.

Das Beispiel Kobalt wird dadurch emotionalisiert, dass es dort auch Kinderarbeit gibt. Das ist keine gelungene Situation, aber keine Kobalt-Förderung für Batterien würde das Problem nicht lösen. Schwierig sind die politischen Verhältnisse im Kongo, einer Diktatur, in der Menschen kaum alternative Arbeitsmöglichkeiten haben. Kobalt-Förderer wie Glencore unterstützen genau diese Schaffung von Arbeitsplätzen, damit illegale Minen weniger werden.

Alle Hersteller von Batteriesystemen für Elektromobilität arbeiten daran, dass weniger Kobalt gebraucht wird. Dazu muss auch klar gesagt werden: Der Großteil des Abbaus von Kobalt geschieht im industriellen Maßstab mit deutlich geringeren, negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung. Aber auch hier gilt es, auch in Zukunft, genau hinzuschauen, und Missstände bekannt zu machen.

Aus der Sicht vom Elektroauto dramatischer ist: Auch ein solches Fahrzeug braucht eine Starterbatterie, die meistens auf Blei basiert. Und der Abbau von Blei führt zu Vergiftungen von Millionen Menschen. Besonders schrecklich ist die Situation etwa in Mombasa.

Elektroautos 2021 mit Preis und Reichweite

Das Angebot an vollelektrischen Autos nimmt seit spätestens 2019 rasant zu. Nahezu alle Hersteller haben mittlerweile Elektroautos im Angebot – von Fiat und Smart, über Nissan, Fiat (Stellantis), Dacia, Renault, Volvo mit Submarke Polestar, Hyundai mit Submarke Ioniq, Seat, Skoda, Kia und Opel, bis hin zu Audi, BMW, Mercedes-Benz, Toyota. Hinzu kommen reine E-Auto-Bauer wie Tesla, Lucid Motors, Nio, Xpeng. Selbst die Luxus- und Sportwagen-Spezialisten wie Porsche oder Jaguar setzen längst auf den Elektroantrieb.

Aber welche Elektrofahrzeuge sind 2021 wirklich verfügbar, und zu welchem Preis und mit welcher Reichweite? Hier gibt es die Übersicht, in der Sie möglicherweise ein passendes Elektroauto für sich und Ihre Familie oder Ihr Unternehmen finden können.

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  10. […] Lesen Sie auch: Elektroauto: Warum E-Autos nicht aufzuhalten sind […]

  11. […] Elektroauto 2020 […]

  12. Jens sagt

    1200 km nach Südfrankreich? Im Elektroauto? Ohne auch nur ein einziges Problem? Können Sie haben. Hier: https://youtu.be/hyNltoVM-Oc

  13. […] Elektroauto 2020 […]

  14. Horst Heller sagt

    Ich sehe die „Revolution“ nicht. Ich sehe fast nie ein E-Auto, und dabei fahre ich viel und schaue automatisch immer auf das Nummernschild meines Vordermannes.

    Wie soll das auch klappen? Natürlich fährt man am Tag, vielleicht nur 50 Kilometer, aber in den Urlaub? Frankreich-Rundreise? 1200 Kilometer in zwei Wochen? Kann ich dort überall laden, viel zu unsicher….
    Mietwagen extra dafür? Wer zahlt mir das??? Mietwagen für zwei Wochen kostet eine Menge Geld!

    Skifahren im Winter in die Schweiz. Geht das mit E-Auto? Und wenn es einen großen Stau gibt, und mir geht der Akku leer? Dann sitze ich im kalten Auto und muss den ADAC holen…

    Nach acht Jahren ist die Garantie vom Akku weg. Wer kauft mein Auto dann noch gebraucht???

    Alles viel zu unsicher….
    Für 10 000 Euro krieg ich übrigens ein wunderbar gebrauchten Benziner!!!

    1. Martin Jendrischik sagt

      Hallo Horst,

      moderne Elektroautos haben eine Reichweite zwischen 400 und 750 Kilometern. Wo ist die Schwierigkeit, damit 1.200 Kilometer in zwei Wochen zu fahren? Es gibt keine.

      Für das Aufladen eines Elektroautos braucht es eine Steckdose – und Zeit. Für Auslandsreisen gibt es sehr gute Adapter-Sets, die es einem ermöglichen.

      Skifahren im Winter: Ja, auch das geht mit dem passenden Elektroauto problemlos. Das E-Auto braucht für Sitzheizung und Co. sehr wenig Strom. Der Stau muss über sehr viele Stunden gehen oder der Akku weit heruntergefahren sein, um tatsächlich liegen zu bleiben. Wird mit jedem Tag schwieriger, weil die Akkus besser werden.

      Übrigens: Toyota gibt eine Garantie von einer Million Kilometer (oder zehn Jahre) auf die Batterie von Elektroautos (https://www.zeit.de/mobilitaet/2020-06/elektroautos-batterien-akku-e-mobilitaet-autoindustrie-garantie). Nach zehn Jahren hat die Batterie-Technologie wieder einen solch gewaltigen Sprung gemacht, dass ein potenzieller Käufer Dein gut erhaltenes Auto ringsherum mit Kusshand zurücknimmt. Die Batterie erhält ein zweites Leben als stationärer Batteriespeicher mit weniger Beanspruchung.

      Die Dinge rund um das E-Auto entwickeln sich rasant – es bleibt heute jedem selbst überlassen, was er kaufen und fahren möchte. Wer die Umwelt schonen und Geld sparen möchte, fährt aus meiner Sicht: E-Auto.

    2. Franz-J. Rüther sagt

      Horst schrieb „Ich sehe die „Revolution“ nicht. Ich sehe fast nie ein E-Auto, und dabei fahre ich viel und schaue automatisch immer auf das Nummernschild meines Vordermannes.“

      Deine Wahrnehmung ist suboptimal. Das Wachstum der BEV (Batterieautos) beträgt +311%/a ((c) 06/2021 kba.de )! Für dich übersetzt: Die Zulassungen der BEV verdoppeln sich alle 4 Monate. Alle Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen (BEV, FCEV, PHEV) hatten zusammen einen Marktanteil bei den Neuzulassungen von 23,6%. Dagegen wurden nur noch 19,9% Diesel-PKW zugelassen.

      Horst schrieb „Wie soll das auch klappen? Natürlich fährt man am Tag, vielleicht nur 50 Kilometer, aber in den Urlaub? Frankreich-Rundreise? 1200 Kilometer in zwei Wochen? Kann ich dort überall laden, viel zu unsicher….
      Mietwagen extra dafür? Wer zahlt mir das??? Mietwagen für zwei Wochen kostet eine Menge Geld!“
      Informiere dich mal und jammere nicht. ( https://abetterrouteplanner.com/ ) ist dein Freund. Bei (https://www.goingelectric.de/wiki/) kannst Du Basiswissen bekommen.
      Bei youtube gibt es ausreichend Beispiele für Reisen vom Nordkap nach Gibraltar, von Leipzig über Prag und Wien nach Kroatien sowie Fahrten nach Frankreich und zu anderen Orten.

      Horst schrieb „Skifahren im Winter in die Schweiz. Geht das mit E-Auto? Und wenn es einen großen Stau gibt, und mir geht der Akku leer? Dann sitze ich im kalten Auto und muss den ADAC holen…“.
      Och Horst, es geht sogar Übernachten im „Model X extreme testing in -36°C/-33°F“: (https://youtu.be/capOgUHPz9Q).
      Bei rund 2 kWh durchschnittlicher Heizleistung überlebst du 8 Stunden Stau. 16 kWh entspricht dabei 100 km Reichweite.

      Horst schrieb „Nach acht Jahren ist die Garantie vom Akku weg. Wer kauft mein Auto dann noch gebraucht???“.
      Nach 2 Jahren ist die Garantie vom ganzen Verbrenner komplett weg. Wer kauft dann noch deinen Verbrenner noch gebraucht? Horst, zieh bitte deine Anmerkung zurück.

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