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Aktie vorbörslich im Plus – Tesla Semi kommt 2022

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Dieser Beitrag zeigt die Kursentwicklung der Tesla-Aktie, und informiert über relevante Nachrichten rund um das Technologieunternehmen.

Die Tesla-Aktie ist ein Phänomen. Vor zehn Jahren, im Juni 2010 startete der Auto-, IT- und Energiekonzern aus Kalifornien am Aktienmarkt. Seitdem, Stand 1. Juli 2020, ist der Börsenwert der Anteilsscheine sagenhaft gestiegen. Aber die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende: Dieser Beitrag beleuchtet im Zeitverlauf, wie sich die Marktkapitalisierung des kalifornischen Technologieunternehmens im Zeitverlauf verändert. Mit vielen Ticker-Nachrichten, die den Kurs beeinflussen.

Nachrichten zur Tesla-Aktie

Überblick über die wichtigen Nachrichten aus dem Hause Tesla, die den Aktienkurs und den Börsenwert des Cleantech-Unternehmens antreiben:

Aktie vorbörslich im Plus – Tesla Semi kommt 2022

Die Tesla-Aktie hat heute vorbörslich einen Sprung um fast fünf Prozent gemacht. Der Grund: Elon Musk hat angekündigt, dass der mehrere Jahre verspätete Truck Tesla Semi noch in diesem Jahr kommen wird. Bedeutet höchstwahrscheinlich: Ende des Jahres erhalten Großbesteller wie etwa PepsiCo die ersten Fahrzeuge mit einer Reichweite von 800 Kilometern.

Ursprünglich war der Semi-Truck 2017 enthüllt worden. Es folgten aber mehrere Verschiebungen, zuletzt Ende vergangenen Jahres. Damals hatte sich PepsiCo schon gefreut, Ende 2021 die ersten Trucks zu erhalten. Es blieb vorläufig bei der Installation eines Megachargers an einem Unternehmensstandort in Kalifornien. Es ist zu erwarten, dass die ersten Stückzahlen des Tesla Semi aus einer Fabrik in der Nähe der Gigafactory Nevada kommen werden.

Die Tesla-Aktie reagierte auf die Nachricht zur Auslieferung des Tesla Semi Truck noch 2022 mit einem Sprung: Um 15 Uhr deutscher Zeit waren die Papiere mehr als 4,4 Prozent im Plus.

Tesla nutzt Bitcoin-Verkäufe für positiven Cash-Flow in Q2

Tesla hat im zweiten Quartal eine überzeugende Marge von 27,9 Prozent (Auto Gross Margin) erzielt – das ist zwar die schwächste Marge des vergangenen Jahres. Diese kommt aber in Zeiten der Inflation und in einem ausgesprochen schwierigen Quartal. Im zweiten Quartal 2022 war die Gigafactory in Shanghai überwiegend wegen Corona-Lockdowns geschlossen. Pikant an der ansprechenden Bilanz von Tesla: Einen positiven Einfluss auf das Ergebnis hatte der Verkauf von digitalen Assets (Bitcoins).

Die Tesla-Aktie reagierte zunächst mit einem Freudensprung mit über 4,5 Prozent – ausgelöst durch Free Cashflow in Höhe 621 Millionen Dollar. Ausgelöst durch hohe Bitcoin-Verkäufe verflog die Euphorie rasch – 20 Minuten nach Bekanntgabe der Zahlen war das Plus noch bei 1,5 Prozent. „Zum Ende des 2. Quartals haben wir etwa 75 Prozent unserer Bitcoin-Käufe in Fiat-Währung umgewandelt. Die Konvertierungen in Q2 haben unserer Bilanz 936 Millionen Dollar an Bargeld hinzugefügt“ – so drückt es Tesla aus – ein Trick, um die Bilanz aufzubessern?

Insgesamt vermeldete Tesla einen Umsatz von 16,934 Milliarden Dollar (400 Millionen Dollar mehr als von der Wallstreet erwartet) und einen Gewinn je Aktie von 2,27 Dollar – die Wallstreet hatte 1,81 Dollar erwartet. Im Jahresvergleich wuchs der Umsatz somit um 42 Prozent. Trotz einer Erhöhung des Durchschnittspreises für die Autos gelang das Wachstum bei den Verkaufszahlen. Auch andere Bereichen wuchsen deutlich – wie etwa das Solar-Geschäft.

Für das Gesamtjahr sieht sich der Autobauer aus Kalifornien weiter im Plan: Die Autoverkäufe sollen um 50 Prozent zunehmen. Das entspricht dem Mindestziel, das Elon Musk vor einiger Zeit genannt hatte. Alles wird davon abhängen, ob die Gigafactory in Shanghai weiter von Lockdowns betroffen sein wird oder nicht. Tesla geht mit einer beeindruckenden Kapitalausstattung von 18,3 Milliarden US-Dollar.

Beruhigt sich die Tesla-Aktie nach Ende von Musks Twitter-Flirt?

Die Tesla-Aktie ist derzeit ziemlich volatil. Dabei ist augenfällig, dass das Papier stark auf Nachrichten im Zusammenhang mit Elon Musks Twitter-Flirt reagiert. Mittlerweile ist klar: Elon Musk wird Twitter nicht für 44 Milliarde US-Dollar kaufen, sondern sich nach Auflösung der Vereinbarung mit der Social Media-Plattform gerichtlich einigen. Aber was trieb Musk an, den Übernahmeversuch zu starten?

Der Mitgründer von Lux Capital, Josh Wolfe, hat dafür eine – sagen wir – eigenwillige These. Er behauptet, die Twitter-Übernahme sei nur ein cleverer Trick gewesen, um Tesla-Aktien im Wert von 8,5 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Die zu erwartende Strafgebühr wegen der geplatzten Übernahme werde Musk mit „80-prozentiger Wahrscheinlichkeit“ zahlen.

Unklar bleibt mit Blick auf die Theorie von Josh Wolfe: Wofür braucht Musk 7,5 Milliarden US-Dollar Kapital?

(Update vom 12. Juli 2022)

Tesla plant 3:1-Aktiensplit im Sommer 2022

Die Tesla-Aktie machte gestern Abend nachbörslich einen Satz nach oben: Nach dem Rückfall durch die Zinsentscheidungen der Notenbanken, schloss das Papier im Plus. Der Grund: Details zum geplanten Aktiensplit wurden bekannt. Heute hat Tesla im Rahmen der Veröffentlichung des Prospekts für die Jahreshauptversammlung 2022 bekannt gegeben, dass es zu einem Aktiensplit im Verhältnis 1:3 kommen wird, d. h. wer eine Tesla-Aktie besitzt, erhält zwei weitere.

Im übersetzten Wortlaut heißt es:

„Der Hauptzweck der Änderung der genehmigten Aktien besteht darin, einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3 in Form einer Aktiendividende (der „Aktiensplit“) zu ermöglichen. Am 6. Juni 2022 befanden sich 1.036.390.569 Stammaktien im Umlauf, und die derzeitige Anzahl der genehmigten Stammaktien beträgt 2.000.000.000, was für die Durchführung des Aktiensplits nicht ausreicht. Unser Vorstand beabsichtigt, den Aktiensplit zu genehmigen, vorbehaltlich und abhängig von der Genehmigung der Änderung der genehmigten Aktien durch die Aktionäre.

Unser Erfolg hängt davon ab, dass wir exzellente Talente anziehen und an uns binden, und zwar nicht nur durch ein respektvolles, sicheres, integratives und gerechtes Arbeitsumfeld, sondern auch durch hervorragende Sozialleistungen und äußerst wettbewerbsfähige Vergütungspakete. Im Gegensatz zu anderen Herstellern bieten wir jedem Mitarbeiter die Möglichkeit, Aktien zu erhalten. Seit unserem Aktiensplit im August 2020 bis zum 6. Juni 2022 ist unser Aktienkurs um 43,5 % gestiegen.

Diese Wertsteigerung hat dazu geführt, dass unsere Mitarbeiter im Laufe der Jahre enorm davon profitiert haben. Wir möchten jedoch sicherstellen, dass alle Mitarbeiter, unabhängig vom Zeitpunkt ihres Eintritts, Zugang zu den gleichen Vorteilen haben. Wir glauben, dass der Aktiensplit dazu beitragen würde, den Marktpreis unserer Stammaktien neu zu bestimmen, so dass unsere Mitarbeiter mehr Flexibilität bei der Verwaltung ihres Eigenkapitals hätten, was unserer Ansicht nach zur Maximierung des Aktionärswertes beitragen könnte. Da Kleinanleger ein großes Interesse an Investitionen in unsere Aktien bekundet haben, glauben wir, dass der Aktiensplit unsere Stammaktien auch für unsere Kleinaktionäre zugänglicher machen wird.“

Der letzte Aktiensplit von Tesla liegt zwei Jahre zurück und fand 2020 statt. Damals wurde die Tesla-Aktie mit rund 1.300 $ pro Aktie gehandelt, aber die Ankündigung des Aktiensplits ließ den Aktienkurs auf ein Rekordhoch von 2.000 $ pro Aktie ansteigen. Die Aufspaltung führte dazu, dass der Preis pro Aktie auf etwa 460 $ zurückging und die Bewertung bei etwa 430 Milliarden $ lag.

(Update vom 11. Juni 2022)

Beteiligt sich Tesla am Lithium-Abbau im Erzgebirge?

Die Sächsische Zeitung berichtet heute, Elon Musk könne womöglich noch im Juni ins Osterzgebirge reisen, um sich über den dort geplanten Lithium-Abbau zu informieren. Der Regionalzeitung zufolge wurden dieser anonyme Informationen zugespielt, wonach sich Tesla und Musk an der Lithium-Logistik beteiligen wolle. In Zinnwald/Cinovec plant die Deutsche Lithium GmbH die Wiederaufnahme des Bergbaus – da es dort reichlich Lagerstätten für Lithium gibt. Mehr zu Lithium für Elektroautos gibt es auch hier.

Die Lithium-Lagerstätte in Zinnwald/Cínovec ist eine grenzüberschreitende Lagerstätte und zählt mit rund 125.000 Tonnen zu den größten Lithiumlagerstätten in Europa. Die Deutsche Lithium plant, das Rohmaterial dort abzubauen. Das Gerücht, Elon Musk wolle sich in die Logistik des Lithiumabbaus einkaufen, hat Torsten Bachmann, einer der Manager des Unternehmens schon gehört. Dazu äußern wollte er sich gegenüber der Sächsischen Zeitung indes nicht. Früheren Aussagen zufolge hält Elon Musk das Geschäft mit Lithium für eine Goldgrube.

Aber was könnte bedeuten, dass sich Musk an der Logistik beteiligen will? Dafür gibt der Tippgeber der Zeitung auch einen Hinweis: Für die Lithium-Logistik könnte ein Unternehmen namens VEF GmbH & Co.KG den Zuschlag erhalten. Laut deren Konzept sollen Lithium-Rohmassen auf einer 3,3 Kilometer langen Bandanlage durch einen unterirdischen Stollen vom Bergwerk in Zinnwald in den Steinbruch des Unternehmens nach Bärenstein zu führen.

Dort wird das Material mechanisch aufbereitet. Bei 500.000 Tonnen Rohmaterial entstehen 250.000 Tonnen taubes Gestein, das direkt im Restloch des Steinbruches Bärenstein verfüllt werden kann. Die übrigen 250.000 Tonnen, die weiter verarbeitet werden, bringen zwei wasserstoffbetriebene
Lastwagen zur 2,2 Kilometer entfernten Verladeanlage im Müglitztal, so das Konzept laut Sächsischer Zeitung.

Angesichts dieser Planung wäre es nicht unwahrscheinlich, dass Musk gleich vielfaches Interesse am Projekt hat: Lithium für die Gigafactory in Grünheide, aber gleichzeitig könnte es auch eine Aufgabe für The Boring Company sein, den unterirdischen Stollen zu Graben. Ob an den wilden Gerüchten etwas dran ist, werden die kommenden Wochen zeigen… (Update vom 10. Juni 2022)

Tesla-Mitarbeiterzahl wird weiter steigen

Die Tesla-Aktie verlor vergangenen Freitag kräftig, nachdem es Verwirrung über die Lage bei Tesla gab. Auslöser waren mal wieder Tweets von CEO Elon Musk. Er äußerte Bedenken über die Lage der Weltwirtschaft und ist sich sicher, dass eine Rezession uns alle treffen wird. In diesem Kontext verwirrte die Aussage, alle Mitarbeiter, die derzeit im Home-Office seien, müssten mindestens 40 Stunden pro Woche ins Büro kommen – wer das nicht tue, werde als entlassen betrachtet. Und: Musk sprach von einem globalen Einstellungsstopp.

Es ist nicht unüblich, dass Elon Musk an einem Punkt die Reißleine zieht, und dann – wie jetzt – 10.000 aus seiner Sicht überflüssige Stellen abschafft. Wichtig ist aber, zu betonen, dass die Zahl der Mitarbeiter in Summe dennoch steigen wird. Die Mitarbeiterzahl von Tesla stieg im Jahr 2021 um rund 40 Prozent, da der Absatz um mehr als 85 Prozent stieg. Investoren erwarten, dass der Absatz von Tesla im Jahr 2022 um weitere 50 Prozent auf etwa 1,4 Millionen Einheiten wachsen wird.

Die Mitarbeiterzahl von Tesla lag Ende 2021 bei etwa 100.000 Personen. In diesem Jahr hat das Unternehmen bereits zwei neue Fabriken eröffnet, die die Produktion hochfahren: in Texas und Berlin. Hier wird es selbstverständlich mehr Mitarbeiter geben. Die Reaktion der Börse am Freitag überrascht: Goldman hat ausgerechnet, dass der Abbau überflüssiger Stellen bis zu eine Milliarde Dollar einsparen könnte – gewöhnlich ein freudiges Ereignis aus Sicht der Aktionäre.

Analysten erwarten Umsatzsprung im ersten Quartal 2022

Die Analysten von Equities Research erwarten, dass Tesla, Inc. (NASDAQ:TSLA) für das laufende Quartal einen Umsatz von 16,44 Mrd. US-Dollar melden wird. Sechs Analysten haben Schätzungen für die Gewinne von Tesla abgegeben. Die höchste Umsatzschätzung liegt bei 17,85 Milliarden US-Dollar und die niedrigste bei 14,33 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahresquartal erzielte Tesla einen Umsatz von 10,39 Mrd. US-Dollar, was einer positiven Wachstumsrate von 58,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Es wird erwartet, dass das Unternehmen seinen nächsten Ergebnisbericht am Montag, den 25. April veröffentlicht. (Update vom 21.03.2022)

Rekordverkaufszahlen: Tesla-Aktie macht 8,5-Prozent-Sprung zum Jahresauftakt

Tesla hat im vierten Quartal 2021 Rekordverkaufszahlen erreicht: So wurden 308.600 Elektroautos an Kunden ausgeliefert. In der Summe macht das für das Gesamtjahr 2021 und trotz Corona sowie Chip-Krise einen Rekord von 936.172 Fahrzeugen. Die Zahlen hatte Tesla gestern im Laufe des Sonntags bekanntgegeben. Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr, kommt Tesla nun auf eine Geschwindigkeit von 1,2 Millionen Fahrzeugen pro Jahr.

Zu erwarten ist aber, dass durch die neuen Fabriken in Texas – hier steht die offizielle Inbetriebnahme unmittelbar bevor – und Grünheide – hier ist von der Genehmigung bis Mitte Januar auszugehen – auch im angebrochenen Jahr ein Wachstum von mindestens 50 Prozent erreicht werden wird. Zur Erinnerung: 2020 schaffte Tesla das Ausliefern von 500.000 Elektrofahrzeugen – der Sprung zu 936.000 sind mehr als 80 Prozent.

Zum Jahresauftakt an den Börsen sorgt die anhaltende Dynamik, die alle Analystenerwartungen übertraf für Begeisterung: Zum Start ins Jahr 2022 notierte die Tesla-Aktie kurz nach Handelsbeginn rund 8,5 Prozent im Plus. Auf dem amerikanischen Aktienmarkt bedeutet das ca. 1.145 Dollar. Im deutschen Handel wurde die Schwelle von 1.000 Euro durchbrochen, kurz nach Start lag der Wert der Anteilsscheine bei 1.010 Euro.

Positive Analystenkommentare etwa der Deutschen Bank hatten in den letzten Tagen einen guten Handelsstart erwarten lassen. Denkbar ist jetzt, dass zunächst Gewinnmitnahmen folgen werden, und der rasante Sprung zum Jahresauftakt sich relativieren wird.

Aktienverkäufe von Elon Musk fast abgeschlossen

Elon Musk hat in den vergangenen Wochen die Tesla-Aktie auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Der CEO hält mit 23 Prozent die meisten Aktien aller Anleger von Tesla. Um Steuern in Milliardenhöhe zu bezahlen, entschloss sich Musk, sich von zehn Prozent seiner Anteile zu trennen – für den Aktienkurs Grund genug, immer wieder pünktlich zum Börsenstart um vier bis sechs Prozent abzusacken.

Diese Woche versicherte Musk, die Verkäufe seien fast abgeschlossen. Die Reaktion der Aktie folgte unmittelbar: Von 893 Dollar am Dienstag ging es bis Donnerstag vor Weihnachten rauf auf 1.067 Dollar. Musks Aktienverkäufe hatten einen Verkaufswert von 14 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Ende des Jahres 2020 ging die Aktie mit etwa 705 Dollar aus dem Handel – im Herbst folgte zunächst eine Rallye, die die Anteilsscheine auf einen Wert von 1.222 Dollar katapultierte.

Meistverkauftes Auto im September in Europa: Tesla Model 3

Es ist ein bemerkenswerter Moment in der Geschichte von Tesla: Obwohl in Europa noch keine Autos produziert werden, hat der Autobauer im September die Spitze der meistverkauften Fahrzeuge aller Marken übernommen. Laut den Analysten von Jato wurden 24.591 Tesla-Elektroautos neu zugelassen. An zweiter Stelle landete der Renault Clio, gefolgt vom Dacia Sandero mit jeweils deutlichem Abstand.

Noch bemerkenswerter: Selbst die konservative und Tesla-kritische WELT schreibt online, die Zeitenwende habe nun Europa vollständig erreicht – das Tesla Model 3 löse gerade den VW Golf ab. Volkswagen verkaufte im September 2021 nur 17.507 Fahrzeuge seines einstigen Erfolgsmodells. Zur Einordnung gehört aber auch, dass die Disruption, die hier passiert, durch die Chipkrise beschleunigt. Während Volkswagen oder Daimler große Probleme in der Produktion haben, kommen Tesla und BMW deutlich besser durch die Krise, weil sie ihre Lieferketten nachhaltiger ausgerichtet haben.

Die Tesla-Aktie befindet sich momentan im Höhenflug – nach starken Quartalszahlen vergangene Woche, der Großbestellung von 100.000 Tesla Model 3 durch Hertz sowie des weiterhin klaren Trends in den wichtigsten Märkten zu reinen Elektrofahrzeugen, hat die Aktie gestern erstmals die 1.000-Dollar-Marke überschritten. Heute Morgen folgte der Sprung über die Marke von 900 Euro im vorbörslichen, europäischen Handel. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Tesla-Papiere von 900 Dollar auf 1.200 Dollar erhöht. Nicht auszuschließen, dass dieses Ziel in der Jahresend-Rallye erreicht wird.

Ganz nebenbei ist Tesla in den Club der sechs Unternehmen aufgestiegen, deren Marktkapitalisierung mehr als eine Billion Dollar beträgt – mit Platz 5 haben die Texaner, zuletzt verlegte Tesla seinen Hauptsitz nach Texas, sogar Facebook bereits überholt.

Model Y: 4680er-Zellen in Austin, LMCA-Zellen in Shanghai

Tesla setzt in seinem ausgesprochen erfolgreichen Model Y auf unterschiedliche Zelltypen: In Shanghai sollen erstmals NCMA-Zellen von LG Chem genutzt werden, die einen höheren Nickel-Gehalt haben, im Gegenzug aber fünf Prozent weniger Kobalt brauchen. Im Gegensatz zu den Lithium-Eisenphosphat-Zellen, die im Model 3 aus China zum Einsatz kommen, wird aber Kobalt für den Akkutyp benötigt. Pikant: Tesla wird der erste Autobauer sein, der diese neuen Batterien von LG Chem einsetzt – schon im Juli könnte es losgehen, berichtet Teslanews:

Um die Partnerschaft mit Tesla zu stärken, erwägt LG Chem offenbar den Bau einer Gigafactory in der Nähe von Teslas Fabrik in Shanghai.

Doch damit nicht genug, es gibt noch eine zweite heiße Neuigkeit: Elon Musk hat bestätigt, dass im Model Y, das in der Gigafactory Austin in Texas in den kommenden Monaten gebaut wird, die selbst entwickelten 4680er Zellen vom Battery Day genutzt werden sollen. Unklar ist, ob LG oder Panasonic oder CATL bei der Produktion helfen werden. Es deutet jedenfalls darauf hin, dass die Qualität der Zellen, die in Fremont in der Pilotlinie hergestellt werden, mittlerweile zuverlässig ist. Mit dem Start der Gigafactory in Grünheide sollen die Zellen auch dort zum Einsatz kommen, bis die dort gerade beantragte Zellfertigung aufgebaut ist.

Durch die höhere Energiedichte beider Zelltypen im Vergleich zu Eisenphosphat dürfte die Reichweite des Model Y deutlich steigen. Das ist auch nötig, weil Tesla mehr Konkurrenz etwa von Ford durch den Mach-E, den ID4 oder den Ioniq 5 spürt. Da die Fertigungskapazitäten sich in den kommenden Monaten rasant erhöhen werden, wenn Texas und Berlin eröffnet sind, muss auch das Produkt noch ein Stück interessanter werden.

Die Shortseller sind zurück und wetten gegen Tesla

Bei der Rallye der Tesla-Aktie zwischen März 2020 und Januar 2021 haben Shortseller, die auf fallende Kurse wetten, 40 Milliarden US-Dollar verloren. Seit Januar nun korrigiert der Tech-Sektor deutlich – auch die Tesla-Aktie verlor seit 27. Januar 2021 zirka 35 Prozent ihres Werts, während der Dow Jones 12 Prozent zulegte.

Während ein Teil des Rückgangs auf die allgemeine Übertreibung im Tech-Sektor zuvor, gepaart mit Inflationsangst zurückzuführen sein dürfte, spielt wahrscheinlich auch eine Rolle, dass Tesla die Einnahmequelle von Emissionszertifikaten verloren zu gehen droht. 2020 generierte Tesla so 1,6 Milliarden Dollar Umsatz – von der „lukrativsten Einnahmequelle“ zu sprechen, wie das Handelsblatt es macht, ist angesichts eines Jahresumsatzes von 31,5 Milliarden Dollar doch reichlich übertrieben.

Doch jetzt gewinnen Shortseller wie an Oberwasser, weil sich die Tesla-Aktie im Sinkflug befindet. Einer, der das ausnutzen will, ist Mike Burry, ein Hedgefonds-Manager, der einst die Finanzkrise 2007 voraussagte. Sein Hedgefonds Scion Asset Management hat in den ersten drei Monaten des Jahres entsprechende Optionsscheine im Wert von 500 Millionen Dollar gekauft. Die Wette lautet: Sinkt der Preis, macht der Hedgefonds Gewinn.

Burry befindet sich in guter Gesellschaft: Laut S3 Partners schafften die Shortseller in diesem Jahr bislang ein Plus von 4,3 Milliarden Dollar. Insgesamt sind wieder Shortseller-Wetten von 24 Milliarden Dollar platziert. Allerdings gibt es genauso hochkarätige Analysten, die die Tesla-Aktie bis Jahresende bei 1.000 Dollar sehen. Wer gewinnt?

Tesla-Aktie bricht kurz vor US-Handelsstart um 7,5 Prozent ein

Die Tesla-Aktie erlebt am heutigen 11. Mai 2021 nach einem schwachen Montag nun einen schwarzen Dienstag. Die Anteilsscheine des Technologie- und Automobilkonzern verlieren nach aktuellem Stand im deutschen Aktienhandel rund 7,5 Prozent, und liegt nur noch bei ca. 480 Euro. Diese Rückgang steht im Einklang mit den US-Vorgaben: Im vorbörslichen Handel verbilligen sich die Papiere von Tesla auf 587 Dollar – und Kursrutsch um mehr als 6,6 Prozent.

Derzeit (Stand 14:00) hat der Kurs in den USA die wichtige Marke von 591 Dollar unterschritten. Die nächsten Unterstützungszonen sind bei 541 Dollar und knapp über 500 Dollar zu finden. Letzte Woche rutschte die Aktie nur kurz unter die genannte Marke von 591 Dollar, erholte sich dann aber wieder.

Der Einbruch ist pikant: Insbesondere Wasserstoff-Aktien standen zuletzt unter Druck, weil Unternehmen wie Nel oder Powercell ausgesprochen schwache Zahlen lieferten – eine deutliche Korrektur des übertriebenen Wasserstoff-Hypes. Tesla verkauft bekanntlich batterieelektrische Fahrzeuge, und lieferte zuletzt ein Rekordquartal. Auch für das zweite Quartal ist von einem Rekordquartal auszugehen – offenbar sind die Autos für das gesamte Quartal bereits ausverkauft. Laut aktueller Produktionskapazität dürften damit im zweiten Quartal rund 200.000 Fahrzeug zu Tesla-Besitzern wechseln.

Was löst aber nun die Unruhe aus? Ich denke, es ist ein Mix aus dem schwachen Gesamtmarkt für Technologiewerte einerseits und einiger Hinweise auf Unsicherheiten, die Tesla direkt betreffen. Stichworte sind die Chipkrise, über die Elon Musk im Q1-Call sprach. Diese verschärfte sich zuletzt. Dazu kommt, dass in Grünheide eine Verzögerung von mindestens drei Monaten zu erwarten ist – weil Unterlagen neu ausgelegt werden müssen. Vor Herbst rollt dort kein Fahrzeug vom Band.

Ein weiteres Element könnten die Aussagen Teslas zu den eigenen Zellen sein, die am Battery Day präsentiert wurden. Es dauert noch voraussichtlich 12 Monate bis die Massenfertigung möglich ist. Neben Tesla arbeiten aber auch Teslas Zulieferer LG, CATL und Panasonic an Fertigungsprozessen, was wiederum mehr Vertrauen geben dürfte. Ein weiterer Risikofaktor ist die schlechte PR-Arbeit in China, wo es zuletzt deutliche Kritik an Tesla gab. Die Reaktion des Unternehmens darauf war eher unprofessionell.

Elon Musk hat unterdessen Zeit, Saturday Night Live zu moderieren, und sich über sein eigenes Gehirn lustig zu machen. Das war es definitiv auch. Allerdings nutzten die Konkurrenten Ford, Volkswagen und Lucid die Show geschickt durch Werbeschaltungen, um der Welt zu zeigen, dass Tesla nicht mehr alleine auf der Welt Elektroautos verkauft. Offenbar hat das wiederum ein wenig zur Erkenntnis beigetragen, dass die Konkurrenz aufholen würde. Bei genauerer Betrachtung erscheint das eher eine Hoffnung der Tesla-Gegner zu sein.

Schließlich gibt es noch Unsicherheit bezüglich eines fatalen Crashs mit einem Tesla Model S in der Nähe von Texas. Die zuständige Behörde hat zwar in einem Zwischenbericht klargemacht, dass der Tesla Autopilot nicht aktiv gewesen sein kann, aber bislang wenig Licht ins Dunkel bringen können, was genau passierte. Laut Bericht fuhren der Besitzer des Fahrzeugs und sein Beifahrer nur wenige Hundert Meter, bevor sie mit dem Tesla an einem Baum landeten. Das Fahrzeuge brannte aus, die Insassen starben. Weitere Untersuchungen folgen. Hier gibt es den Report.

Eine weitere Erklärung, die Weltpolitik betreffend, liefert Reuters vor mittlerweile zwei Stunden: Demnach hat Tesla die Expansionspläne in China wegen des Handelsstreit mit den USA auf Eis gelegt. Dabei geht es u.a. um den Kauf von zusätzlichem Land. Dazu soll der Anteil chinesischer Fahrzeuge im Konzern reduziert werden.

Womöglich will Tesla somit insbesondere Europa stärker aus Texas und Fremont versorgen, weniger aus China. Sogar die USA sollten zuvor mit dem Tesla Model 3 aus Shanghai beliefert werden. Dieser Plan ist nun offenbar gescheitert, so Reuters. Den Ausbau der Fabrik in Shanghai generell betrifft es aber offenbar nicht, wie ein Zitat im Reuters-Beitrag belegt.

Tesla auf dem Weg zu einer Million verkaufter Autos in 2021

Am letzten Handelstag im April erlebte die Tesla-Aktie einen Höhenflug, und stieg um mehr als 4,75 Prozent. Damit kehrte sie über die strategisch wichtige 700-Dollar-Marke zurück. Einer der Gründe für die Entwicklung: Trotz der mittlerweile sicheren Verzögerung beim Bau der Tesla Giga 4 in Grünheide, aus der erst Ende des Jahres die ersten Model Y kommen dürften, wird immer deutlicher, dass der Autobauer eine Verdopplung der verkauften Fahrzeuge in 2021 erreichen dürfte.

Im ersten Quartal 2021 lag die Auslieferungszahl bei 184.800 Fahrzeugen – ohne Model X und Model S, die sich beide im Refresh-Modus befanden. Traditionell ist das erste Quartal das schwächste Quartal des Jahres – dazu kamen Einschränkungen durch die Pandemie und Zuliefer-Engpässe. Trotz dieser Widrigkeiten reichte es für ein Rekordquartal.

Seit Februar kursieren die Gerüchte, Tesla strebe in diesem Jahr ein Wachstum von 100 Prozent auf dem Weltmarkt an. Doch Analysten rechnen immer noch lediglich mit einer Steigerung von etwas mehr als 50 Prozent. Diese Haltung könnte sich jetzt geändert haben: Denn schließlich haben in den vergangenen Tagen einige Zulieferer von Tesla ihre Jahresprognosen deutlich angehoben. So beispielsweise der Elektronik- und Chip-Hersteller STMicroelectronics. STM stellt Siliziumcarbid-Transistoren her – und 80 Prozent seines Geschäfts hängt von Tesla ab.

Jetzt hob das Unternehmen seine Jahresprognose auf 550 Millionen Dollar Umsatz an. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass Tesla höhere Mengen gefordert hat. Weitere Hintergründe dazu gibt es auch im Video von Cleanthinking-Kooperationspartner Teslanews – abonniert den Kanal, und erfahrt jeden Tag aktuell, was bei Tesla gerade passiert:

Teslas neue Quartalsrekorde bringen neue Dynamik in die Aktie

Am Karfreitag hat Tesla die neuen Quartalsrekorde bei Produktion und Auslieferung bekannt gegeben. Es ist nach Ansicht von Wedbush-Analyst Dan Ives „ein Paradigmenwechsel“. Denn trotz vieler Negativ-Aspekte lieferte Tesla mit 184.800 Fahrzeugen weltweit im gewöhnlich schwachen ersten Quartal mehr Fahrzeuge aus als im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Damit übertraf der Autobauer die Erwartungen von Bloomberg-Analystenbefragungen um 14.000 Fahrzeuge.

Da die Börsen am Freitag geschlossen waren, ist erst am heutigen Montag mit der Reaktion der Tesla-Aktionäre in den USA, und dann am morgigen Dienstag in Europa zu rechnen. Für Dan Ives ist klar: Das Ziel für die Aktie hat der Analyst von 950 auf 1.000 Dollar in den kommenden 12 Monaten angehoben – und prognostiziert im Langfrist-Szenario 1.300 Dollar je Anteilsschein.

Im ersten Quartal 2021 verkaufte Tesla kein einziges Model X oder Model S. Beide Fahrzeuge erhalten gerade einen umfassenden Facelift. Umso bemerkenswerter, dass alleine Model S und Model Y diesen neuen Rekord einbrachten. Dazu kam ein Feuer in einer Fabrik in Kalifornien, verbunden mit einigen Tagen Produktionsstopp, und die Chip-Krise, die auch Tesla teilweise betraf.

Da trotz dieser Widrigkeiten ein so gutes Ergebnis erzielt werden konnte, steigen die Erwartungen für das Gesamtjahr. Bislang gehen Analysten von lediglich 850.000 ausgelieferten Teslas in 2021 aus. Das wäre schon ein Sprung gegenüber 500.000 Fahrzeugen im Jahr 2020 – aber intern kämpft Tesla längst darum, mehr als eine Million Fahrzeuge auszuliefern. Gelingen der Aufbau der Produktion in Shanghai (Ausbau), Texas und Grünheide wie geplant, sind sogar 1.100.000 Fahrzeugauslieferungen denkbar.

Dan Ives hat seine Erwartungen von 850.000 auf 900.000 Autos erhöht – weitere Analystenkommentare werden in den nächsten Stunden folgen: Neue Quartalsrekorde bringen neue Dynamik in die Aktie. Voraussichtlich am 5. Mai verkündet Tesla dann die Quartalszahlen.

Cathie Wood’s Bullen-Szenario: 9.000 Dollar pro Aktie in 2026

Die Tesla-Aktie ist – wie die meisten Tech-Werte an der NASDAQ – derzeit in einer heftigen Korrekturbewegung. Dabei, so sagen Analysten, hat sich an den fundamentalen Bedingungen für den Autobauer in den letzten Wochen nichts geändert. Derzeit liegt die Aktie in New York bei knapp unter 600 US-Dollar.

Ein Grund für die Nervosität der Märkte ist Inflationsangst. Die hohen Börsenwerte der Tech-Werte basieren vor allem auf eine Erwartung zukünftiger Gewinne. Wenn aber diese künftigen Gewinnerwartungen durch Zinssteigerungen gedrückt werden, gehen Investoren aus diesen Werten tendenziell heraus, und investieren vielleicht eher in Werte, die eine sichere Dividende versprechen.

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hält die Inflations-Angst indes für unbegründet, weil dieser gezielt entgegen gesteuert werden könnte, wenn es tatsächliche Anzeigen dafür geben würde. Viel wichtiger sei, dass die Staaten in eine Wiederbelebung der KMU-Landschaft investieren würden. Genau das, was US-Präsident Joe Biden mit dem kurz vor der Realisierung stehenden Stimulus-Package getan hat. Europa hingegen, so Stiglitz, würde nicht ausreichend investieren (Aussagen im Handelsblatt). Wird sich die Börse diese Woche also wieder beruhigen?

Unterdessen hat sich Cathie Wood von ARK INVEST mit neuen Kurszielen für Tesla beschäftigt und die Entwicklung der Anteilsscheine in mehreren Szenarien prognostiziert. Diese Szenarien für Tesla stehen kurz vor der Bekanntgabe. „Es wird ein Fest für Tesla-Fans“, sagt Al Root von Barron’s, der die Einschätzungen bereits kennt.

An der Wall Street gibt es eine nützliche Faustregel, die als „Regel der 72“ bekannt ist: Die Zahl 72 geteilt durch die jährliche Rendite ergibt die Jahre, bis sich eine Aktie im Wert verdoppelt. Bedeutet: Bei 15% ergeben sich 4,8 Jahre. Jeder Wert im Portfolio von ARK INVEST muss mindestens diese 15 Prozent erreichen, damit er zugekauft wird.

Cathie Wood sagt, Tesla wird selbst im schlechtesten Szenario (Bear) „signifikant mehr“ erreichen als 15 Prozent. Cathie Woods Tesla Cases bis 2026:

  • BEAR CASE: 1.600 Dollar pro Aktie (150 Prozent Return in 5 Jahren) (Return 20 Prozent pro Jahr)
  • BASE CASE: 3.500 Dollar pro Aktie (40 Prozent Return pro Jahr)
  • BULL CASE: 9.000 Dollar pro Aktie (Wert 9 Billionen) (Return 70 Prozent pro Jahr)

Bedeutet: Die Phase der Rücksetzer könnte – nach diesen Szenarien – bald enden, und langfristig neue Allzeithochs bescheren. Wenn Cathie Wood Recht behält.

Tesla-Analysten: Langzeit-Ziel von 500.000 Auslieferungen wird erreicht

Die Tesla-Aktie schloss am 30. Dezember an der Wallstreet bei 694,78 US-Dollar und damit mehr als vier Prozent höher als am Tag zuvor. Der Optimismus hat einen Grund: Inzwischen gehen immer mehr Analysten davon aus, dass Tesla das Langfrist-Ziel von 500.000 ausgelieferten Fahrzeugen in 2020 deutlich übertreffen wird. Um es zu erreichen, müsste Tesla 181.000 Fahrzeuge ausgeliefert haben – Wedbush-Analyst Dan Ives rechnet beispielsweise mit einem Ergebnis von 190.000 bis 200.000 ausgelieferten Fahrzeugen im Gesamtjahr, das durch Corona erhebliche Herausforderungen mit sich brachte.

Es ist fünf Jahre her, dass Elon Musk das Jahresziel von 500.000 ausgelieferten Fahrzeugen ausgab – es ist beeindruckend, dass genau dieses Ziel so präzise erreicht wurde. Trotz Produktionshölle und anderer Schwierigkeiten innerhalb dieser fünf Jahre. Die tatsächlichen Zahlen wird Tesla voraussichtlich am 4. Januar veröffentlichen.

Tesla-Aktie vor neuem Allzeithoch

Der Einstieg von Tesla in den S&P 500-Index steht unmittelbar bevor. Erwartet wird heute Nacht deutscher Zeit ein einmaliges Handelsvolumen der Tesla-Aktie in Höhe von 80 Milliarden US-Dollar. Ab Montag wird die Tesla-Aktie dann Teil des Indexes sein – und einen Anteil von mehr als einem Prozent ausmachen. Seit Mitte November sind die Aktien von Tesla um 60 Prozent gestiegen, der Handel in den USA endete gestern bei 655,90 US-Dollar – ein neues Allzeithoch.

Hintergrund ist, dass Fonds, die den S&P 500-Index als wichtigen Gradmesser für die Entwicklung der Wirtschaft 1:1 abbilden, unmittelbar vor der Aufnahme neuer Unternehmen deren Anteilsscheine handeln können. Um das künftige Abbild des Indexes zu spiegeln, sind die genannten Handelsvolumina zu erwarten. Insbesondere „passive“ Fonds werden hier tätig werden müssen.

An normalen Tagen werden Tesla-Aktien im Wert von 18 Milliarden US-Dollar gehandelt – damit übertrifft Tesla beim Handelsvolumen selbst Apple deutlich (14 Milliarden US-Dollar). Während heute bzw. am Montag mit einem Sprung der Tesla-Aktie auf neue Allzeithochs zu rechnen ist, kann es im Anschluss durchaus zu einem kräftigen Rücksetzer kommen. Angesichts des rasanten Anstiegs der Aktie in 2020 ist es zu erwarten, dass Anleger Teile ihrer Anteilsscheine verkaufen, um Gewinne zu realisieren.

Aktie springt: Tesla ab 21. Dezember im S&P 500

Der Index-Betreiber S&P Dow Jones Indices hat heute Nacht deutscher Zeit (23 Uhr) die Aufnahme der Tesla-Aktie in den S&P 500 bekanntgegeben. Demnach beginnt der Handel in der kommenden Woche. Ab 21. Dezember ist das Papier dann offizieller Bestandteil des Indexes, der die 500 größten Unternehmen der USA abdeckt.

Die Tesla-Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung von rund 13 Prozent auf die längere Zeit erwartete Nachricht. Im vorbörslichen Handel von Lang & Schwarz legte die Aktie bis 7:45 Uhr um etwas mehr als acht Prozent zu. Entscheidend wird sein, wie die Aktie im realen Handel ab 8 Uhr bzw. 15:30 Uhr (New York) abschneiden wird.

Diese Nachricht könnte die Aktie aus dem Seitwärts-Trend der vergangenen Wochen befreien und rasch auf neue Allzeithochs bringen. Denn Fonds, die den wichtigen Index abdecken, müssen sich nun innerhalb der kommenden zwei Monate mit Tesla-Aktien versorgen. Das dürfte für die Stabilität der Aktie ein wichtiges Signal sein.

Alt-Aktionäre haben ein Interesse daran, den Kurs mindestens bis zum 13. Dezember in die Höhe zu treiben – und ihre Anteilsscheine möglichst teuer an die Fonds verkaufen zu können. Hier bahnt sich also eine freudige Weihnachts-Überraschung für all jene an, die die Aktie im Portfolio haben.

Allerdings, um es klar zu sagen: Die Aufnahme in den S&P 500 kann der Aktie einen Schub verleihen, der aber etwa einen Monat nach Aufnahme, also Mitte Januar, wieder vorbei sein kann, sollte Tesla beispielsweise das Jahresziel von 500.000 verkauften Teslas verfehlen oder das aufstrebende Solargeschäft schwächeln.

Eine der entscheidenden Voraussetzungen, um in den S&P 500 aufgenommen zu werden, ist Profitabilität: Tesla hat, wie berichtet, in fünf Quartalen in Folge Gewinne erzielt, und da dabei die Erwartungen von Analysten immer wieder übertroffen.

Tesla übertrifft Erwartungen, Aktie reagiert aber verhalten

Update 21.10.2020: Tesla hat seine Quartalszahlen für das dritte Quartal 2020 vorgelegt – und im fünften Quartal in Folge einen Gewinn ausgewiesen. Dabei übertraf der Autobauer die hohen Analysten-Erwartungen. Im dritten Quartal 2020 lag der Gewinn je Aktie bei 0,76 Dollar – die Erwartungen lagen bei 0,56 Dollar. Der Umsatz stieg überraschend stark auf 8,77 Milliarden Dollar – 8,26 Milliarden Dollar waren erwartet worden.

Die Tesla-Aktie legte zunächst nach Bekanntgabe der Zahlen um ca. vier Prozent zu, gab die Gewinne bis 22:30 deutscher Zeit, also innerhalb von 30 Minuten, wieder fast vollständig ab. Derzeit (22:37 Uhr) liegt der Aktienkurs bei 430 US-Dollar.

Womöglich trägt ein Fakt zur Zurückhaltung der Börse maßgeblich bei: Tesla erwirtschaftete einen Gewinn von 331 Millionen Dollar. Die Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten lagen aber darüber, bei 397 Millionen US-Dollar. Hieraus eine negative Bewertung eines höchst wachstumsintensiven Unternehmens abzuleiten, ist Jammern auf allerhöchstem Niveau.  

Quartalszahlen Q3 2020: Wie reagiert die Aktie?

Update 21.10.2020: Heute Nacht (21. auf 22.10.2020) deutscher Zeit präsentiert Tesla die Quartalszahlen für das dritte Quartal 2020. Die Rekord-Auslieferungen und weitreichenden Expansionspläne haben die Erwartungen in die Höhe geschraubt. Es herrscht am Aktienmarkt einerseits leichte Panik, weil sich die Corona-Krise wieder verschärft. Andererseits liegt die Tesla-Aktie heute während des Börsentages trotzdem leicht im Plus.

Die Frage bei den Quartalszahlen Q3, die Tesla heute Nacht vorlegen wird, wird sein: Haben die hohen Auslieferungen auch die Umsätze und den Gewinn in die Höhe springen lassen – oder fressen die Investitionen, derzeit baut das Technologieunternehmen auf drei Kontinenten Fabriken neu oder erweitert diese, diesen Gewinn quasi auf.

Traditionell werden die Quartalszahlen um 22:30, also kurz nach Börsenschluss vorgelegt und dann in einem Earnings-Call besprochen. Wir werden diesen Beitrag updaten, sobald die Zahlen vorliegen!

Auf Talfahrt trotz Batterie-Revolution: Tesla-Aktie

Tesla hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch den lange erwarteten Battery Day abgehalten. Die Aktie konnte davon indes nicht profitieren: Vorbörslich verloren die Papiere 5,6 Prozent und notierten um 22 Uhr bei 424 Dollar. Nachbörslich – also mit Beginn des Battery Day – ging es trotz der überzeugenden Präsentation noch weiter runter. Mit einem weiteren Minus von 29,03 Punkten schloss die Aktie bei 395 US-Dollar.

Tesla hatte beim Battery Day einen sehr konkreten Pfad vorgestellt, wie das Unternehmen die Terawatt-Skala bei der Batterieproduktion, die es als entscheidendes Bottleneck ausgemacht hat, erreichen will. Hierzu wurde die künftig Inhouse produzierte 4680er-Zelle vorgestellt. Womöglich gefiel den Börsianern nicht, dass Tesla dieses Mal kein fertiges Produkt zeigen konnte, sondern nur Worte und Videos der Pilotlinie zeigte.

Natürlich ist die Realisierung all der angekündigten Verbesserungen mit mindestens 12 und maximal 36 Monaten noch relativ weit weg – trotzdem zeigt es ganz klar den Pfad auf, wie etwa aus der linearen Kostenkurve (Dollar pro Kilowattstunde) tatsächlich ausgebrochen werden kann. der morgige Tag wird zeigen, ob die Analysten nach Lektüre vieler Medienartikel von Fachpublikationen ihre Einschätzung korrigieren werden.

Neue Rallye vor dem Battery Day

Die Tesla-Aktie erlebte einen August wie aus dem Lehrbuch: Die Anteilsscheine stiegen von 250 Euro auf beinahe 450 Euro Ende des Monats. Dazwischen lag der Aktiensplit im Verhältnis 1:5. Anfang September führte dann die Nachricht, dass Tesla (zunächst) nicht in den S&P 500 aufgenommen wird, gepaart mit einem allgemeinen Rücksetzer der so rasant gestiegenen Tech-Aktien zu einem Rücksetzer auf unter 300 Euro.

Doch Elon Musk und dem Unternehmen gelang es, schnell wieder Optimismus hineinzutragen: Unter anderem mit seinem Deutschland-Besuch, bei dem Musk andeutete, dass das Tesla Model Y dort vollkommen anders produziert werden soll als in den USA und Shanghai. Dazu wurde die erste Giga Press in den USA in Betrieb genommen.

Und: Musk zwitscherte, beim Battery Day am 22. September würden „viele aufregende Dinge“ vorgestellt. Eine allgemeine Vorschau zum wichtigen Ereignis gibt es hier. Zu erwarten ist unter anderem, dass Tesla zeigen wird, wie es gelingen soll, Batterien im Terawatt-Maßstab herzustellen. Dazu würde mit den heutigen Maschinen von Panasonic in Fremont schlicht der Platz nicht ausreichen. Tesla könnte durch viele Verbesserungen jedoch einen Vervierfachung der Produktionsgeschwindigkeit neuer Zellen gelungen sein.

Wer ganz tief einsteigen möchte in das Thema Zellen, Batterien und Tesla-Vorhersagen rund um den Battery Day sollte sich Zeit für dieses Video nehmen:

Als Resultat all dieser Entwicklungen, verbunden mit dem Optimismus, Tesla werde sein Jahresziel von 500.000 Fahrzeugen trotz Corona-Pause erreichen, führt nun zur nächsten Rallye der Tesla-Aktie, die womöglich noch eine Woche bis zum Battery Day anhalten dürfte. Innerhalb einer Woche stieg der Kurs in Frankfurt von 280 auf 380 Euro. Die Faszination für das Wirken dieses Cleantech-Unternehmens geht weiter.

Tesla-Aktie erstmals bei 2.000 US-Dollar

Am heutigen 20. August 2020 gab es einen historischen Moment: Nach einem satten Tagesplus von sechs Prozent und einer atemberaubenden Wochen-Rallye kostete eine Tesla-Aktie um 19:04 deutscher Zeit erstmals kurzzeitig mehr als 2.000 US-Dollar. Die Rallye der Aktie begann mit der Ankündigung des Aktien-Splits vor einer Woche.

Viele Faktoren führen zur aktuellen Rallye der Tesla-Aktie auf mehr als 2.000 Dollar.
Kurzer, historischer Moment: Tesla-Aktie bei mehr als 2.000 US-Dollar.

Es zeigt sich: Elon Musks Worte sollte man auf die Goldwaage legen. Vor Wochen sagte er, der Preis für eine Tesla-Aktie sei zu hoch. Wenig später folgte die Ankündigung des Aktiensplits. Vor wenigen Tagen sagte Elon Musk, seine Elektroautos seien nicht für jedermann erschwinglich – seit Tagen wird über Möglichkeiten berichtet, wie Tesla seine Kosten und damit die Preise für die Autos reduzieren kann.

Ein Mechanismus sind die berühmten Economies of Scale bei der Batterieproduktion als teuerstem Baustein eines Elektroautos. Die Erwartung ist, dass Tesla am 22. September beim Battery Day erklärt, wie das Unternehmen seine Produktionskapazität vervielfachen will, ohne zusätzliche große Flächen zu benötigen.

Und: Der Autobauer will die Kosten massiv senken, in dem statt 70 Bauteilen perspektivisch nur noch ein Bauteil für die Karosserie benötigt wird. Dazu wird gerade eine gigantische „Giga Press“ in Fremont installiert.

Tesla splittet die Aktie im Verhältnis 5:1

Der Autobauer hat heute Nacht bekanntgegeben, dass die Aktie zum 21. bzw. 28. August im Verhältnis 5:1 (5-zu-1-Split) gesplittet wird. Das heißt: Jeder Aktionär, der am 21. August Tesla-Aktien hält, bekommt pro Anteilsschein vier zusätzliche Aktien als „Dividende“. Diese Aktien werden am 28. August ausgeschüttet nach Schluss der Börse. Am 31. August schließlich folgt die Korrektur des Aktienkurses auf „split-bereinigter Basis“. Der Wert wird dann bei einem Fünftel des dann relevanten Schlusskurses liegen.

Hintergrund der Entscheidung: Tesla gibt traditionell Aktien an seine Mitarbeiter aus, auch an die, die weniger verdienen als beispielsweise ein Ingenieur. Bei einem Aktienkurs von 1.300 US-Dollar oder mehr, ist das aber schwierig realisierbar. Daher soll der Split durchgeführt werden. Und: Sicherlich steckt auch Psychologie darin: Eine Aktie im Wert von 1300 Dollar ist leichter „gefühlt“ als überbewertet zu klassifizieren, als ein Anteilsschein bei 250 Dollar. Rational kommt es aber natürlich auf andere Kriterien an.

Was bedeutet der 5-zu-1-Split für Aktionäre?

Für Aktionäre hat der 5-zu-1-Split keine nennenswerten Auswirkungen – mal davon abgesehen, dass der Aktienkurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe sprang. Der deutsche Schlusskurs bei Tradegate lag zuletzt bei 1.169,40 Euro – der Kurs bewegt sich seit einer Weile tendenziell eher seitwärts mit einem leichten Trend nach unten. Womöglich wird dieser Trend nun wieder durchbrochen. TheStreet hat recherchiert, dass die Aufnahme der Aktie in den S&P 500 in den kommenden drei Wochen erfolgen könnte.

Shareholder-Meeting am 22. September 2020

Während der Aktienkurs zum Wochenabschluss einen weiteren Rekordwert erreichte, und erstmals die Marke von 1.500 US-Dollar durchbrach, steht nun das wichtige Datum für die Shareholder-Versammlung fest: Das Event findet am 22. September in Fremont in Kalifornien statt. Durch die Corona-Pandemie war das Ereignis immer wieder verschoben worden.

Und: Die Erwartungen an den Tag sind hoch: Auch der Tesla Battery Day findet an besagtem Datum statt – mit optionaler Führung durch eine neue Pilotfertigung für Batteriezellen. In der Zwischenzeit hat Elon Musk verraten, dass die Fertigung in der Gigafactory 4 in Grünheide eine Revolution sein werde – es wird davon ausgegangen, dass Tesla dann für das Model Y viel weniger Bauteile braucht, um die Karosserie herzustellen.

Tesla-Aktie schließt auf Rekordniveau

Nach dem Unabhängigkeitstag in den USA, am vergangenen Freitag war die Börse dort dicht, hat die Tesla-Aktie weiter dynamisch zugelegt. Wahrscheinlich nicht deshalb, weil Elon Musk am Wochenende Short Shorts ins Sortiment des Tesla Online Stores aufnahm – sondern aus der Erwartung heraus, dass der Aufstieg in den S&P 500 Index gelingen wird.

Der Kurs im Tradegate-Handel schloss um 22 Uhr bei 1.210,80 Euro. Das war ein Plus von 12,36 Prozent. In den USA stoppte die Rallye bei der Schlussglocke bei 1.371,00 Punkten. Nachbörslich liegt die Aktie 10 Minuten nach Börsenschluss bereits weitere 10 Dollar im Plus. Die Marktkapitalisierung stieg auf mehr als 254 Milliarden US-Dollar.

Auslieferungszahlen übertreffen Wallstreet-Erwartungen

Tesla hat die Auslieferungszahlen für das 2. Quartal überraschend vorbörslich veröffentlicht. Demnach gelang es, die Erwartungen der Wallstreet deutlich zu übertreffen. Ob auch der Sprung in die Gewinnzone geglückt ist, wird in einigen Wochen mit den Quartalszahlen bekannt gegeben.

  • Produktion 2. Quartal: 82.272 Elektroautos
  • Auslieferungen 2. Quartal: 90.650 Elektrofahrzeuge

Die Auslieferungen liegen am oberen Ende der Analystenerwartungen. Im Schnitt war aber von lediglich 72.000 Auslieferungen ausgegangen worden. Nach eigener Aussage hat Tesla seine wichtigste Fabrik in Fremont wieder auf das Level gebracht, das vor der Corona-Zeit erreicht worden war.

An den Aktienmärkten kommen die Zahlen sehr gut an. Die Tesla-Aktie liegt mehr als 8,50 Prozent im Plus – erst gestern war in Frankfurt die Schallmauer von 1.000 Euro pro Aktie durchbrochen worden. Stand 14:15 Uhr liegt der Kurs bei 1.078,80 Euro.

Tesla-Aktie kostet erstmals mehr als 1.000 Euro

Während die Aktie in den USA schon länger mehr als 1.000 Dollar kostet, ist heute, gegen 16:35 Uhr erstmals der Sprung über die Marke von 1.000 Euro erfolgt. Aktuell liegt das Papier in Frankfurt am Main mit mehr als 4 Prozent im Plus. Grund ist weiterhin die Fantasie durch die zu erwartenden Zahlen des 2. Quartals. Es bleibt spannend…

Laut Bloomberg ist Tesla nun offiziell der wertvollste Autobauer des Planeten. Entgegen der Zahlen der Marktkaptialisierung bei Yahoo, lautet das Verhältnis nun 207 Milliarden Dollar (Tesla) zu 202 Milliarden Dollar (Toyota). Bei Yahoo Finance wird die Marktkapitalisierung von Toyota mit 172 Milliarden beziffert. Es ist nicht klar, woher der Unterschied kommt. Klar ist nur: Niemand im Autosektor ist wertvoller als die kalifornische Rakete.

Zahlen-Fantasie treibt Aktie zum Rekord (1. Juli 2020)

Am gestrigen Dienstag hat die Tesla-Aktie ein neues Allzeithoch erreicht. Mit 1.79,81 US-Dollar notierten die Anteilsscheine erstmals deutlich über der wichtigen 1.000-Dollar-Marke. Die Marktkapitalisierung wuchs auf 200 Milliarden US-Dollar – Toyota, der zweitgrößte Autobauer der Welt nach Tesla liegt bei 174 Milliarden US-Dollar.

Konkret stieg die Aktie um 6,98 Prozent und nahm den Kursschwung vom Montag mit. Zu Wochenbeginn lag der Kurs noch bei 956,91 US-Dollar. Der Grund für den Aufwärtstrend nach wochenlanger Seitwärts-Bewegung: Eine auf dem Elektroauto-Portal Electrek geleakte E-Mail von Tesla-CEO Elon Musk lässt es möglich erscheinen, dass Tesla auch im stark von der Corona-Pandemie geprägten zweiten Quartal die Gewinnschwelle erreicht haben könnte.

Grund für den Optimismus: Die Geschäfte von Tesla in China laufen gut, es ist in den Prognosen von bis zu 30.000 ausgelieferten Fahrzeugen die Rede. Das führt zu einer besonders optimistischen Einschätzung, wonach Tesla trotz Corona-Pandemie 90.000 bis 100.000 Elektroautos ausgeliefert haben könnte. Andere Vorhersagen gehen eher von 70.000 bis 80.000 Fahrzeugen aus.

Laut Electrek schrieb Elon Musk an die Belegschaft: Breaking even is looking super tight. Really makes a difference for every car you build and deliver. Please go all out to ensure victory! (Die Gewinnschwelle zu erreichen, sieht super eng aus. Das macht wirklich einen Unterschied für jedes Auto, das Sie bauen und ausliefern. Bitte setzen Sie alles daran, den Sieg zu sichern!).

Mit „Sieg“ könnte Elon Musk aber auch etwas Anderes gemeint haben. Laut Bloomberg könnte dieser Sieg auch darin bestehen, in den weltweit relevanten Börsen-Index S&P 500 aufgenommen zu werden. Erreicht Tesla einen Quartalsgewinn, wären alle Kriterien hierfür erfüllt. Die Folge ist, dass viele Fonds und Analysehäuser einem S&P 500-Wert besondere Beachtung schenken müssen.

Ein Gewinn im schwierigen zweiten Quartal wäre zumindest ein bemerkenswerter Erfolg für Tesla. Denn Analysten erwarteten am Montag im Durchschnitt stattdessen einen GAAP-Verlust von fast 2 Dollar pro Tesla-Aktie bei nur 60.000-70.000 ausgelieferten Elektroautos von April bis Juni. Der von Musk erwähnte „Sieg“ aber könnte laut der Nachrichten-Agentur Bloomberg darin bestehen, dass Tesla in den weltweit bedeutenden Börsen-Index S&P 500 aufgenommen wird, weil mit einem weiteren Quartalsgewinn die Kriterien dafür erfüllt seien.

Die Zahlen zum 2. Quartal 2020 veröffentlicht Tesla gewöhnlich am 2. oder 3. des Folgemonats. D.h. die Quartalszahlen, die deutlichen Einfluss auf die Tesla-Aktie haben dürften, werden am Donnerstag dieser Woche nach Börsenschluss erwartet, also ca. 22:15 Uhr deutscher Sommerzeit.

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Hinweis zum Autor und zu diesem Beitrag

Der Autor dieses Beitrages ist als Kleinaktionär tätig und hält Aktien von Tesla. Dieser Beitrag über die Tesla-Aktie ist rein informativ zu verstehen, es handelt sich um keine Kauf- oder Verkauf-Beratung zu dieser oder irgendeiner sonstigen Aktie. Der Artikel entwickelt sich kontinuierlich im Sinne eines Tickers weiter und wird fortlaufend ergänzt. Die neuesten Beiträge sind jeweils ganz oben zu finden.

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  5. Jens Mander sagt

    Dass Tesla jetzt schwächelt, war doch zu erwarten (meine Shorts sind da auch schon einige Tausend Euro im Plus). Die Firma ist maßlos überbewertet. Sie müsste den Welthandel mit Automobilen insgesamt klar dominieren, um ihren Aktienkurs zu rechtfertigen. Nun zeigt sich aber, dass außer Tesla auch die alteingesessenen Hersteller E-Autos bauen können; vgl. zB Mercedes‘ wunderbare neue E-S-Klasse. Dazu kommt, dass der Flottenanteil erneuerbar angetriebener Fahrzeuge bei Teslas Konkurrenz beständig zunimmt, weshalb ersterer Handel mit entsprechenden Emmissionsrechten keinen lukrativen Ansatz mehr bietet – bisher eine Haupteinnahmequelle Teslas. Die oben im Artikel geschilderten Zusammenhänge spielen dagegen kaum eine Rolle.

    1. Martin Jendrischik sagt

      Hallo Jens,

      Tesla macht einen Quartalsumsatz von 10 Milliarden US-Dollar, wächst dieses Jahr eher 80 als 50 Prozent. Die paar verkauften Emissionszertifikate als „Haupteinnahmequelle“ zu bezeichnen, ist meiner Meinung nach nicht haltbar.

      Die hochgelobte Konkurrenz von Mercedes hat erstmal beim EQS NICHT gezeigt, dass sie Elektroauto verstehen, und einen teuren Fehlschuss gelandet. Daimler arbeitet am autonomen Fahren, in dem es eine S-Klasse im mit Sensoren vollgestopften Parkhaus autonom einparken lässt. Tesla hingegen treibt das autonome Fahren wirklich voran.

      Wie sagt Herbert Diess: Tesla ist nicht überbewertet, sondern Volkswagen ist unterbewertet an der Börse – die Einschätzung teile ich. Sowohl Tesla als auch VW verbinden die Märkte Transport (inkl. autonomes Fahren) und Energie miteinander. Bei Mercedes kann ich solche Zukunftsperspektiven kaum erkennen.

      Sonnige Grüße, Martin

  6. Kersten John sagt

    Man sollte Automobilhersteller nicht nur nach ihrem Börsenwert beurteilen, sondern nach dem, was tatsächlich in den Fabriken passiert. Tesla hat bisher vieles richtig gemacht und eine bemerkenswerte Größe mit ca. 500.000 produzierten und verkauften Fahrzeuge erreicht. die Hürde zu einer Mio. ist aber hoch, und diese Million muss erst einmal verkauft werden.

    Bislang gehören Tesla Fahrzeuge zu den sehr hochpreisigen Stromern und es kommen Wettbewerber sehr nahe heran (E-Mustang, VW ID3, ID.4, ID.5). Sie bieten auch eine deutlich bessere Produkt- und Verarbeitungsqualität. Software allein macht Autofahren eben nicht aus, auch wenn das immer wieder sehr vollmundig propagiert wird. Zudem, Tesla verdient bisher kein Geld mit Fahrzeugen sondern die Bilanzgewinne resultieren aus anderen Quellen wie Verkäufe vom Emmissionszertifikaten und Bitcoin-Gewinnen.

    Auf die Dauer kann damit kein Hersteller die Anleger überzeugen, auch wenn Tesla und seinen sehr charismatischen Chef ein besonderes Flair innewohnt.

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