WINDENERGIE · 18. AUGUST 2026
Windkraft SimonsfeldWiderstand gegen Windkraft: Wie eine Minderheit gewinnt
Markus Winter baut seit über zwanzig Jahren Windparks in Niederösterreich, früher dauerte das drei bis vier Jahre, heute manchmal zwanzig. Was seinem Unternehmen in Österreich passiert, wiederholt sich in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, mit ähnlichen Methoden. Studien in beiden Ländern zeigen: Die Mehrheit für Windkraft ist da, sie traut sich nur nicht, das laut zu sagen.
Als Markus Winter vor über 20 Jahren in der Windkraftbranche begann, dauerte ein Windpark von der Planung über die Genehmigung bis zum Bau drei bis vier Jahre, erzählt er im Interview mit dem Standard. Heute stecken manche seiner Projekte 15 oder sogar 20 Jahre fest. Winter ist Technikvorstand der Windkraft Simonsfeld AG in Ernstbrunn, seit 2022 gemeinsam mit Finanzvorstand Alexander Hochauer im Vorstand. Die 1996 gegründete Gesellschaft betreibt knapp 100 Windkraftanlagen in Österreich.
Der Widerstand gegen Windkraft hat sich seit der Pandemie verändert, beobachtet Winter. Einige Gruppen hätten nach Corona ein neues Thema gesucht, auf das sie aufspringen können: „Wir sehen dieselben Personen, die damals auf Coronademos waren, heute unter den Windkraftgegnern." Eine Studie, die diese Überschneidung für Österreich oder Deutschland belegt, gibt es nicht; Winter beschreibt, was ihm in zwei Jahrzehnten Standortsuche vor Ort begegnet.
Sein Unternehmen geht auf Gemeindeveranstaltungen, richtet Bürgerbüros ein, die einmal pro Woche besetzt sind, verteilt Folder, betreibt Projekthomepages. Und kommt trotzdem nicht dagegen an: „Es ist leider deutlich einfacher, Angst zu schüren, als Fakten zu erklären", sagt Winter, der im Vorstandsteam der IG Windkraft sitzt und Mitglied von CEOs for Future ist. Was das heißt, zeigt ein Dorf im Waldviertel.
Dreizehn Stimmen gegen drei Windräder
Burgschleinitz-Kühnring hat knapp 1.300 Einwohner, im März 2026 stimmte die Gemeinde über drei geplante Windräder des teilstaatlichen Energiekonzerns Verbund ab. 423 Menschen gaben ihre Stimme ab, die Beteiligung war laut profil mit 75 Prozent hoch. Am Ende entschieden 13 Stimmen, dass das Projekt nicht gebaut wird.
Vor der Abstimmung kursierten fünf verschiedene Schriftstücke im Ort, teils an alle Haushalte verteilt, wie das Magazin profil recherchiert hat. Sie behaupteten Gesundheitsrisiken, für die es keinen wissenschaftlichen Beleg gibt, warnten vor Rotorenabrieb im Trinkwasser, einer von profil bereits widerlegten Erzählung, und erklärten, Vögeln und Insekten platzten durch den Luftdruck der Rotoren die Lungen. Manche Flugblätter trugen keinen Absender.
Andere ließen sich laut profil der lokalen FPÖ zuordnen, der IG Waldviertel, einem Netzwerk windkraftkritischer Initiativen um Sprecher Michael Moser, der selbst nicht aus der Gemeinde stammt, und einer „Bürgerinitiative Burgschleinitz-Kühnring", die dort laut der Recherche niemand kennt und die auf Anfragen nicht reagierte. Bei einer Dialogveranstaltung im Februar versuchten Unbekannte, ein Sonderheft des von profil als rechtsextrem eingeordneten Magazins Info Direkt zu verteilen, mit Inseraten von FPÖ und AfD.
Verbund-Sprecher Florian Seidl sagt, diese Desinformations-Aktivitäten hätten das Ergebnis entscheidend beeinflusst, die Falschbehauptungen seien von Gruppen außerhalb des Ortes in die Gemeinde getragen worden. FPÖ-Ortsvorsitzender Gerald Sachata, zugleich Feuerwehrkommandant, beschreibt es so: „Es hat eine Eigendynamik bekommen, das Interesse ging weit über die Gemeindegrenzen hinaus." Weder er noch ÖVP-Bürgermeister Andreas Boigenfürst wussten, wer die anonymen Veranstaltungen organisiert hatte.
Genau dieses Muster beschreibt Winter, wenn er über Bürgerbefragungen spricht: Das größte Problem sei, dass vor allem die Gegner und die besonders engagierten Befürworter abstimmen gehen. Solche Befragungen spalten Gemeinden häufig über Jahre hinaus, sagt er. Burgschleinitz-Kühnring ist die Zahl, die von dieser Aussage übrig bleibt: 13 Stimmen.
Der Widerstand gegen Windkraft hat einen deutschen Zwilling
Eine Recherche von Correctiv, entstanden mit dem Investigativmedium Cliff für den MDR-Podcast „Reich. Das Geschäft mit dem Zweifel", zeigt dasselbe Handwerk in Ostdeutschland. In den meisten untersuchten Konfliktgebieten in Sachsen-Anhalt und in mehr als einem Viertel der Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern befeuert die AfD den Widerstand gegen Windkraft aktiv: Sie organisiert Demonstrationen und reicht Anträge ein. Beide Länder wählen im September 2026; in Umfragen, die Correctiv zitiert, liegt die AfD bei rund 41 Prozent in Sachsen-Anhalt und 36 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.
Wie diese Unterstützung vor Ort aussieht, beschreibt Correctiv an einer Szene aus dem benachbarten Sachsen, wo Zwickau beispielhaft für die bundesweite Strategie der Partei steht. Bei einer Kundgebung der Bürgerinitiative Gegenwind Erzgebirge im Mai 2026 stand direkt neben dem Rednerpult ein AfD-Werbetisch, mit Flyern voller falscher Behauptungen, mit Bierdeckeln und Mitgliedsanträgen. AfD-Kreistagsbeisitzer Kay-Uwe Klepzig nannte Windräder dort „ökonomischen Unsinn", obwohl die Stromgestehungskosten der Windenergie weltweit weiter fallen. Teilnehmer kauften für zwei Euro gelbe Warnwesten und zogen ins Rathaus, wo der Raumordnungsplan Wind vorgestellt wurde. Ein Teilnehmer sagte, er wolle nun der AfD beitreten.
Parteichefin Alice Weidel spricht von „Windmühlen der Schande". Im Januar 2026 lud die AfD zu einem Windkraft-Symposium im Bundestag, unter den Gästen auch Michael Limburg, Vizepräsident des klimaskeptischen Instituts EIKE. Auch personelle Überschneidungen hat Correctiv dokumentiert: Sebastian Heldt gründete 2024 die Initiative Gegenwind Deutschland in Havelberg und sitzt heute im AfD-Kreisverband Stendal, gemeinsam mit Fraktionschef und Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Bei Gegenwind Deutschland selbst ist Heldt inzwischen ausgeschieden.
Der wirksamste Hebel ist laut Correctiv die Verzögerung: parlamentarische Anträge, Aufrufe zu Massen-Stellungnahmen samt fertiger Textbausteine auf den Websites der Initiativen. Jede Stellungnahme muss bearbeitet werden. Das kostet Zeit, und Zeit kann kleine Projekte in die Finanzierungslücke treiben.
Ein AfD-Wahlsieg „könnte einen Rückschlag beim Ausbau der Windkraft bedeuten", um „einige Jahre", sagt Udo Krause vom Landesverband Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt. Das Land liegt beim Windkraftausbau pro Einwohner bundesweit auf Platz zwei, bis 2028 sollen dort 355 neue Windräder entstehen.
Nicht jede Kritik an Windkraft ist ideologisch motiviert. Auch parteipolitisch unabhängige Umweltverbände klagen gegen einzelne Projekte, der Naturschutzbund Deutschland etwa, wenn geschützte Vogel- oder Fledermausarten gefährdet sind. Der NABU befürwortet Windkraft grundsätzlich und wendet sich nur gegen einen Bruchteil der Projekte. Mythen wie den angeblich gefährlichen Infraschall von Windkraftanlagen hat Cleanthinking bereits eingeordnet, ebenso Kampagnen gegen einzelne Standorte wie im hessischen Reinhardswald.
Wie zäh ein einmal gesetzter Vorwurf überlebt, zeigt ein Fall aus Freiburg. Beim Ersatz älterer Anlagen auf der Holzschlägermatte am Schauinsland warfen Windkraftgegner den Betreibern Umweltverstöße beim Zersägen der Rotorblätter vor. Die Gewerbeaufsicht des städtischen Umweltschutzamts prüfte den Vorgang und stellte weder Rechtsverstöße noch unzulässige Umweltbelastungen fest. Die Prüfung fand danach deutlich weniger Verbreitung als der Vorwurf. Was beim Rückbau von Windrädern tatsächlich vorgeschrieben ist, vom Fundament bis zum Rotorblatt, hat Cleanthinking im Detail aufgeschrieben.
Die Mehrheit, die sich für eine Minderheit hält
Warum funktioniert dieses Muster, obwohl die Zahlen dagegensprechen? Das Soziale Nachhaltigkeitsbarometer der Transformation, ein Jahresbericht 2026 von Bertelsmann Stiftung und Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit am GFZ, liefert die vermutlich wichtigste Erklärung. Befragt wurden zwischen März und April 2026 gut 3.100 Menschen zum Modul Energiewende.
58 Prozent sind mit neuen Windkraftanlagen in ihrem Wohnumfeld einverstanden. Im Schnitt schätzen dieselben Befragten die Zustimmung in Deutschland aber auf nur 30 Prozent.
Die Studie nennt das pluralistische Ignoranz: Wer die eigene Position für eine Minderheitenmeinung hält, äußert sie seltener. So wird die Zustimmung noch unsichtbarer. Der Widerstand gegen Windkraft muss die Mehrheit also nicht überzeugen. Es reicht, wenn sie glaubt, sie sei keine.
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| Zustimmung zu Windkraft im Wohnumfeld (real) | 58 % |
| Zustimmung, wie von Befragten selbst geschätzt | 30 % |
| Zustimmung dort, wo bereits Anlagen stehen | 67 % |
| Zustimmung, wo noch keine Anlagen stehen | 51 % |
| Zustimmung Westdeutschland | 63 % |
| Zustimmung Ostdeutschland | 42 % |
| Ablehnungsgrund: befürchtete lokale Konflikte | 32 % |
| Ablehnungsgrund: tatsächlich erlebte Konflikte | 16 % |
Quelle: Bertelsmann Stiftung/RIFS, Soziales Nachhaltigkeitsbarometer der Transformation, Jahresbericht 2026.
Die Ost-West-Spreizung fällt in die Region, in der die AfD laut Correctiv am aktivsten gegen Windkraft mobilisiert. Ob das mehr ist als eine Koinzidenz, belegt die Studie nicht, sie zeigt nur den Unterschied. Wo bereits Anlagen stehen, ist die Zustimmung höher; die Vorstellung, Windräder erzeugten mit der Zeit mehr Ablehnung, findet in den Daten keinen Halt.
Die Studie legt auch die eigentliche Schwachstelle offen: Häufigster Ablehnungsgrund sind befürchtete Konflikte in der eigenen Gemeinde, mit 32 Prozent. Tatsächlich erlebte Konflikte nennen dagegen nur 16 Prozent. Die Angst vor der Spaltung wirkt stärker als die Spaltung selbst. Wer wie in Burgschleinitz-Kühnring eine Bürgerbefragung erzwingt, erzeugt genau jene Konflikte, deren Befürchtung dann gegen die Windkraft spricht.
Umstimmbar sind viele Ablehnende: 36 Prozent würden zustimmen, wenn ihre Gemeinde finanziell von den Anlagen profitiert, wie es Pachtmodelle für kommunale Flächen vorsehen, 31 Prozent bei echter Mitsprache im Planungsprozess. 42 Prozent der Ablehnenden nennen dagegen keinen einzigen Umstand, der ihre Meinung ändern würde. Studienautorin Anne Meisiek fasst zusammen: „Die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen hängt auch davon ab, dass die Bürger sie als praktisch umsetzbar, wirtschaftlich sinnvoll und gerecht wahrnehmen."
Eine zweite Studie erklärt, warum reine Aufklärung an dieser Front oft verpufft. Ein Team um Kevin Winter vom Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen, nicht verwandt mit dem österreichischen Windkraft-Manager Markus Winter, hat 2022 in Nature Energy gezeigt: Der Glaube an Verschwörungstheorien beeinflusst die Ablehnung von Windrädern weit stärker als Alter, Bildungsgrad oder politische Orientierung. Sachinformationen erhöhen zwar die Zustimmung, doch der Effekt schrumpft deutlich, sobald eine konkrete Verschwörungserzählung zum Projekt kursiert.
„Unter realistischen Bedingungen scheint es also schwierig zu sein, nur mit Informationen gegen den Verschwörungsglauben anzukommen", sagt Kevin Winter. Er empfiehlt frühe, transparente Kommunikation, bevor Falschbehauptungen überhaupt Raum greifen.
Was im Burgenland und im Waldviertel funktioniert
Markus Winter setzt inzwischen auf ein anderes Format als die Bürgerbefragung: die partizipative Planungswerkstatt. In einer Waldviertler Gemeinde erarbeitet ein neu eingerichteter Energiebeirat, unterstützt aus der Wissenschaft, gemeinsam mit der Bevölkerung ein eigenes Energiekonzept. Entscheiden sie sich für Windkraft als Teil des Mixes, geht ein Beschlussvorschlag an den Gemeinderat. Die anonyme Ja-Nein-Abstimmung über eine ganze Gemeinde entfällt. Dass eigenes Gestalten wirksamer ist als Zuschauen, zeigt sich auch in der Forschung zur Selbstwirksamkeit in Bürgerenergieprojekten.
Das Format trifft den Bertelsmann-Befund zur Mitsprache und die Tübinger Empfehlung, früh und offen zu kommunizieren. Wie tragfähig das Prinzip ist, zeigt das Burgenland: Dort sind große Windparks mit Rückhalt der Landespolitik und der Bevölkerung entstanden, in den vergangenen Jahren kam hybridisierte Photovoltaik dazu, Wind und Solar teilen sich einen Netzanschluss. Markus Winter zufolge lassen sich damit Leistungen erreichen wie bei kleinen Donaukraftwerken; in Niederösterreich versucht Simonsfeld das seit zehn Jahren ohne Erfolg.
Landesweit hat Österreich Ende 2025 insgesamt 1.447 Windkraftanlagen mit 4.221 Megawatt Leistung, sie decken laut IG Windkraft rund 16 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. Eine Umfrage der Branchenvereinigung vom Frühjahr 2025 unter 2.500 Menschen findet 83 Prozent, die Windkraft sehr oder eher positiv sehen. In Oberösterreich befürworten 78 Prozent ein Windrad außerhalb ihres Orts, 88 Prozent, wenn bereits ein Windpark in der Nähe steht. Das ist die österreichische Version des Bertelsmann-Befunds: Nähe erzeugt Zustimmung.
Auch Deutschland zeigt, dass Beschleunigung möglich ist, wenn die Verfahren stimmen. 2025 stieg die neu genehmigte Windenergieleistung an Land um fast die Hälfte auf 20.900 Megawatt, das beste Genehmigungsjahr der deutschen Windkraftgeschichte. Die durchschnittliche Verfahrensdauer sank 2025 gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent auf knapp 17 Monate; ihren Höchststand hatte sie 2023 mit rund 26 Monaten erreicht.
Im ersten Halbjahr 2026 kamen 9.150 Megawatt an Genehmigungen hinzu, so viel wie in keinem ersten Halbjahr zuvor, meldet die Fachagentur Wind und Solar. In denselben sechs Monaten deckte Windstrom an Land 23 Prozent der deutschen Stromerzeugung und blieb damit wichtigster Energieträger.
Österreich hat mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz im Juni 2026 mit Verfassungsmehrheit ein ähnliches Instrument beschlossen, mit One-Stop-Shop-Verfahren und digitalen Genehmigungen; die Bundesländer bekommen verbindliche Ausbauziele. Für den Windkraftausbau bringt es laut Markus Winter bisher keine Beschleunigung: Die nötigen Beschleunigungszonen müssen erst die Bundesländer ausweisen. Anfang 2026 hatte das laut Fachmedienberichten noch keines getan, obwohl die EU-Frist dafür am 21. Februar ablief; Oberösterreich strich im Frühjahr sogar eine bereits geplante Zone am Sternwald.
So bleibt ein doppelter Befund. Deutschland genehmigt so schnell wie nie, während eine organisierte Verzögerungsmaschine läuft. Österreich misst 83 Prozent Zustimmung, während Projekte zwei Jahrzehnte feststecken. Der Engpass liegt in den Verfahren und bei denen, die den Konflikt organisieren, solange die Mehrheit schweigt.
„Ich will jedenfalls, dass mein Kind auch noch ein gutes Leben führen kann", sagt Markus Winter über seinen Antrieb, weiterzumachen. Seine Bilanz zum Widerstand gegen Windkraft fällt nüchtern aus: Aufhalten lasse sich der Umstieg auf Erneuerbare nicht mehr, nur verzögern. Doch jedes verlorene Jahr treibe die Erderhitzung voran und halte Österreich in der Abhängigkeit von Energieimporten. Deshalb baut er an einem Verfahren, das schneller ist als die Verzögerung: an Beiräten, die jene Mehrheit sichtbar machen, die in Deutschland wie in Österreich längst existiert.
QUELLEN
- Der Standard: Windkraft-Betreiber: „Personen, die auf Coronademos waren, sind heute unter Windkraftgegnern", 15.08.2026.
- profil: Wie Windkraftgegner eine Waldviertler Gemeinde mit Fake News fluteten, 12.04.2026.
- Correctiv: Wahlkampf im Osten: Wie die AfD gegen Windmühlen kämpft, 13.08.2026.
- Bertelsmann Stiftung/RIFS: Soziales Nachhaltigkeitsbarometer der Transformation, Jahresbericht 2026, August 2026.
- WDR: Bertelsmann-Studie zu Klimaschutz und Energiewende, 13.08.2026.
- Nature Energy: Studie zu Verschwörungsglauben und Windkraft-Widerstand, 2022.
- IG Windkraft: Windkraft in Österreich, Stand Ende 2025.
- IG Windkraft: Breite Akzeptanz von Windkraft als saubere, regionale Energieform, Frühjahr 2025.
- Fachagentur Wind und Solar: Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland, 1. Halbjahr 2026, 23.07.2026.
- Bundesverband WindEnergie: Windenergieausbau an Land 2025: Starken Zubau verstetigen, Januar 2026.
- Parlament Österreich: Nationalrat beschließt Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz, 11.06.2026.
- Energynewsmagazine: Beschleunigungszonen für erneuerbare Energie: Länder spät dran, 13.02.2026.
- Nachrichten.at: Windkraft: Land streicht geplante Beschleunigungszone am Sternwald, Frühjahr 2026.
Was Sie behaupten, kann ich nicht nachvollziehen! Wir sind umgeben von Windmühlen! Jetzt soll auch noch Rambell /Diedrichshagen/ Schildberg gebaut werden. 22 Anlagen. Unberührte Natur, dass letzte was wir haben und der nächste Generation weitergeben können! 18km Schotterstraße sollen als Zufahrten auf die Felder. Es geht nicht mehr um Strom sondern um Subventionen! Wenn mann alleine die Pachten sieht die gezahlt werden, versteht der letzte, es ist die Gier nach dem Geld. Die Anwohner spielen keine Rolle, die Gemeindevertretung hat sich einstimmig dagegen ausgesprochen! Antwort der Behörde …Rechtswidrig! Bürgern bleiben nur die Protestplakate vor ihren Häusern. Inzwischen Land auf Land ab.
Lieber Gerd,
was „behaupten“ wir denn? Was genau meinen Sie?
Die Pachtzahlungen sind keine Subvention, sondern der Marktpreis, den Anlagenbetreiber den Grundstückseigentümern für die Flächennutzung zahlen, finanziert aus dem Stromverkauf, nicht aus Steuermitteln. Insofern lässt sich daraus nicht ableiten, dass es ’nicht mehr um Strom, sondern um Subventionen‘ geht.
Viele Grüße,
Martin Jendrischik