Windkraft: Die Märchen rund um Grimms Märchenwald

WINDKRAFT · 2. Juni 2026

Windpark Reinhardswald: Die Märchen rund um Grimms Märchenwald

Wird Grimms Märchenwald für Windkraftanlagen abgeholzt? Nein. 18 Windräder stehen auf weniger als 0,1 Prozent eines riesigen Waldgebiets, während Windkraft-Gegner daraus eine Katastrophe konstruieren. Eine Einordnung mit den belastbaren Zahlen.


VON MARTIN JENDRISCHIK · 6 Min. Lesezeit LESEN


Wird der Märchenwald für Windräder abgeholzt?

Nein. Im Reinhardswald entstehen 18 Windkraftanlagen auf einer in Anspruch genommenen Fläche von rund 29 Hektar. Das sind weniger als 0,1 Prozent des etwa 200 Quadratkilometer großen Waldgebiets. Der als „Märchenwald” bekannte Urwald Sababurg ist als Standort ausgeschlossen.

Gebaut wird überwiegend auf Fichten-Monokulturen, die durch den Sturm Friederike und Borkenkäfer geschädigt sind. Die kursierende Zahl von 120.000 gefällten Bäumen ist nach Einschätzung des BUND Hessen falsch und stark übertrieben. Im Dezember 2025 lehnte der Hessische Verwaltungsgerichtshof den letzten großen Eilantrag gegen den Bau endgültig ab.

Während sie Märchen von der Waldzerstörung erzählen, brennen echte Wälder

Sie haben es geschafft. Die Windkraft-Gegner haben aus 18 Windrädern in einem 200 Quadratkilometer großen Wald die „Zerstörung des Märchenwaldes” gemacht. Aus einem winzigen Bruchteil eines riesigen Waldgebietes eine Katastrophe biblischen Ausmaßes. Das ist Propaganda-Handwerk vom Feinsten.

Aber während sie diese Märchen erzählen, brennen echte Wälder in Brandenburg, in Kalifornien, in Australien. Während sie um 18 Windräder kämpfen, sterben ganze Ökosysteme durch die Klimakrise, die wir mit genau diesen Windrädern bekämpfen könnten.

Die Wahrheit über den „Märchenwald”

Reden wir über Fakten. Der Reinhardswald ist rund 200 Quadratkilometer groß. Das entspricht etwa 28.000 Fußballfeldern. Der touristische „Märchenwald” rund um die Sababurg macht davon nur einen Bruchteil aus, und dieser Urwald ist als Standort ohnehin ausgeschlossen. Die 18 Windräder stehen in einem völlig anderen Teil des Waldes. Den Mythos Märchenwald hat auch die tagesschau entlarvt.

Aber das passt nicht ins Narrativ. Also wird aus „18 Windräder in einem großen Wald” plötzlich „Vernichtung des Märchenwaldes”. Das ist keine Meinungsverschiedenheit mehr, das ist bewusste Irreführung.

Tatsächlich ist der nordhessische Reinhardswald seit Jahrhunderten ein Kultur- und Wirtschaftswald, den sich seine jeweiligen Besitzer, seien es etwa Grafen, Bistümer oder Behörden, zunutze machten. Die für die Windräder genutzten Flächen sind überwiegend geschädigte Fichten-Monokulturen, nicht der verwunschene Buchenurwald der Märchen-Bilder.

Während wir über Rotmilane und Fledermäuse diskutieren, die durch Windräder sterben könnten, sterben Millionen von Vögeln und Fledermäusen durch die Klimakrise. Durch Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände. Durch den Kollaps ganzer Lebensräume. Die Ironie ist grausam: Sie kämpfen für den Naturschutz, indem sie verhindern, dass wir die Natur vor der größten Bedrohung ihrer Geschichte schützen. Sie retten den Baum und lassen den Wald verbrennen.

Lesen Sie auch: Nein, im Reinhardswald werden keine 120.000 Bäume für Windräder gefällt

Die Märchen-Maschine

Es ist faszinierend zu beobachten, wie aus Realität Märchen werden. Da werden aus genehmigten Waldwegen plötzlich „Waldautobahnen”. Aus temporären Baustellenmaßnahmen wird „dauerhafte Waldzerstörung”. Aus 18 Windrädern wird „Industrialisierung des Märchenwaldes”.

Diese Sprache ist kein Zufall. Sie ist handwerklich perfekt gemacht, emotional aufgeladen und darauf ausgelegt, Angst zu schüren. Denn mit rationalen Argumenten ist die Energiewende nicht zu stoppen.

Was der Windpark Reinhardswald wirklich leistet

Sprechen wir über das, was tatsächlich zählt. Die 18 Anlagen vom Typ Vestas V150-5,6 MW kommen zusammen auf eine Leistung von 100,8 Megawatt. Damit wird der Windpark der leistungsstärkste in Hessen. Nach Betreiberprognose erzeugen die Anlagen jährlich rund 290 bis 315 Millionen Kilowattstunden Strom, genug für etwa 100.000 Haushalte.

Rechnet man die vermiedenen Emissionen nach der Verdrängungsmethodik des Umweltbundesamtes (rund 760 Gramm CO₂ je nicht-fossil erzeugter Kilowattstunde), spart der Windpark rund 200.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Diese Zahlen passen nicht zu den Märchen von der Waldzerstörung. Also werden sie verschwiegen, relativiert, weggeredet.

KennzahlWert
Anlagen18 × Vestas V150-5,6 MW (100,8 MW gesamt)
Gesamthöhe je Anlage241 Meter
Stromproduktionrund 290 bis 315 Mio. kWh pro Jahr (Betreiberprognose)
Versorgte Haushalterund 100.000 (Betreiberangabe)
CO₂-Einsparungrund 200.000 t pro Jahr (UBA-Verdrängungsmethodik)
In Anspruch genommene Flächerund 29 Hektar (unter 0,1 % des Waldgebiets)
Reinhardswald gesamtrund 200 km² (etwa 28.000 Fußballfelder)
StatusTürme seit 2025 errichtet, Fertigstellung 2026/2027 geplant; Eilantrag der Gemeinde Wesertal im Dezember 2025 endgültig abgelehnt

Es reicht!

Es reicht mit den Märchen. Es reicht mit der Panikmache. Es reicht mit den Lügen über „Waldzerstörung”, während echte Wälder brennen.

Ja, mit dem Aufbau der Windkraftanlagen im Reinhardswald ist begonnen worden. Und ja: Der Horizont wird sich verändern, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet. Strom aus Windenergie ist Teil der sauberen Zukunft, die uns vom Würgegriff der fossilen Brennstoffe befreit.

Im Dezember 2025 hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof den Eilantrag der Gemeinde Wesertal gegen den Bau abgelehnt. Der Beschluss ist nicht mehr anfechtbar. Die juristischen Tricks und die Verfahrensverschleppung laufen damit ins Leere. Die Klimakrise wartet nicht, bis Deutschland seine emotionalen Probleme mit Windrädern gelöst hat.

Die wahren Märchen sind nicht die der Gebrüder Grimm. Die wahren Märchen sind die Geschichten derer, die glauben, wir könnten das Klima retten, ohne etwas zu verändern. Das Problem sind nicht 18 Windräder. Das Problem sind die, die verhindern, dass aus 18 Windrädern 180 werden. Und aus 180 dann 1.800. Denn am Ende ist es ganz einfach: Entweder wir bauen Windräder, oder wir bauen Deiche.

Werden im Reinhardswald 120.000 Bäume für Windräder gefällt?

Nein. Die Zahl von 120.000 Bäumen ist nach Einschätzung des BUND Hessen falsch und stark übertrieben. Das Regierungspräsidium Kassel beziffert die in Anspruch genommene Fläche auf rund 29 Hektar. Gebaut wird überwiegend auf durch Sturm und Borkenkäfer geschädigten Fichten-Monokulturen.

Wie viele Windräder stehen im Reinhardswald?

Es entstehen 18 Windkraftanlagen vom Typ Vestas V150-5,6 MW mit einer Gesamtleistung von 100,8 Megawatt. Damit wird der Windpark Reinhardswald der leistungsstärkste in Hessen.

Wird der Märchenwald rund um die Sababurg abgeholzt?

Nein. Der als Märchenwald bekannte Urwald Sababurg ist als Standort für Windkraft ausgeschlossen. Die 18 Windräder stehen auf rund 29 Hektar in einem anderen Teil des etwa 200 Quadratkilometer großen Waldgebiets, das sind weniger als 0,1 Prozent der Fläche.

Wie viel Strom liefert der Windpark Reinhardswald?

Nach Betreiberprognose erzeugen die 18 Anlagen jährlich rund 290 bis 315 Millionen Kilowattstunden Strom, genug für etwa 100.000 Haushalte. Das spart nach UBA-Verdrängungsmethodik rund 200.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.

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Einen schmierigen propagandistischen und populistischen Müllhaufen diese Seite von Scheinheiligkeit der vermeintlichen Ökologie. Einen riesigen Scheißeberg produziert eure Sippschaft für die Nachtwelt. Indoktriniert von einer Weltuntergangspsychose.

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