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AKASOL: Hidden Champion elektrischer Nutz- und Schienenfahrzeuge

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Batteriesysteme von AKASOL aus Darmstadt finden sich u.a. im Elektro-LKW eCitaro und im Wasserstoffzug Coradia iLint.

Der Verbrennungsmotor hat das Ende seines Lebenszyklus erreicht. Mit ihm auch viele Zulieferer der Automobilindustrie, die über Jahrzehnte erfolgreich waren und Arbeitsplätze schufen. Mit dem Umschwung zur Elektromobilität kommen neue, starke Zulieferer hinzu, die auch zu Hidden Champions auf dem Weltmarkt werden können. Großes Potenzial hat die AKASOL AG, die sich auf Batteriesysteme für elektrische Nutz- und Schienenfahrzeuge spezialisiert hat.

Alstom, Daimler, Volvo – AKASOL beliefert die Weltmarktführer im Mobilitätssektor mit Batteriesystemen. Dabei kaufen die Darmstädter Zellen beispielsweise bei Samsung ein und machen daraus besonders sichere Batteriesysteme, die ganz auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten sind. Mit Erfolg: Der Zulieferer hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz auf 19,2 Millionen Euro verdoppelt und dabei sogar einen minimalen Gewinn ausgewiesen.

In Langen im Rhein-Main-Gebiet betreibt AKASOL eine der größten Fertigungsstätten für Batteriesysteme für Nutzfahrzeuge in ganz Europa. Konsequent wird dort die Serienfertigung vom Einschicht- auf den Dreischicht-Betrieb ausgebaut. Im benachbarten Darmstadt wird eine neue Firmenzentrale errichtet, die ebenfalls über Produktionskapazitäten verfügen wird. Und erstmals entsteht auch eine Fertigung in den USA, weil europäische Kunden auch ihre amerikanischen Töchter mit Batteriesystemen aus Deutschland beliefern möchten.

Batteriesysteme aus Hessen treiben auch Bergbaufahrzeuge oder Yachten an

Busse, LKW, Bergbaufahrzeuge, Züge oder autonome Shuttle-Busse, Bagger und Hybrid-Yachten – die Produkte der Darmstädter treiben die Anwendungen an, die besonders viel Power einerseits oder besonders viel Ausdauer andererseits benötigen. Dabei sorgt ein über Jahrzehnte perfektioniertes Thermomanagement, das auch eine Flüssigkühlung aller Batteriemodule einschließt, für mehr Leistung oder Ausdauer als Konkurrenzprodukte.

Die intelligente Bauweise der Batteriesysteme ermöglicht es beispielsweise, mehrere Generationen von sich weiterentwickelnden Batteriezellen unterschiedlicher Form im identischen Gehäuse des Batteriesystems unterzubringen. So verhandelt AKASOL nach einem Bericht von DIE WELT beispielsweise gerade mit dem schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo über den Einsatz der dritten Generation der Batteriesysteme in LKWs oder Bussen.

Zum ersten Mal könnte dabei dann zyklische Batteriezellen zum Einsatz kommen, die mehr Reichweite versprechen – und das ohne notwendige Veränderungen an den Fahrzeugen der Schweden. Das zeigt: AKASOL hält Augen und Ohren stets offen, ist nicht auf einen Zelltyp festgelegt, sondern fokussiert sich ausschließlich darauf, was für die Anwendungen der Kunden individuell passend ist.

Vielfalt macht Hessen zum Hidden Champion

Es sind die Vielfalt und die klare Kundenorientierung, die AKASOL zum Hidden Champion elektrischer Nutz- und Schienenfahrzeuge machen. „Hidden“, also „Verborgen“ deshalb, weil die Marke für den Endnutzer eines LKWs oder Busses gewöhnlich nicht zu erkennen ist. Und „Hidden“ auch deshalb, weil das Unternehmen grundsolide und schnell-wachsend ist, aber nicht durch übertriebene Marktschreierei auffällt.

AKASOL Batteriesysteme Nutzfahrzeuge
Sven Schulz, Vorstandschef der AKASOL AG

Sven Schulz, der heutige Vorstandsvorsitzende und indirekt größter Anteilseigner, hat das Cleantech-Unternehmen vom Spinoff der TU Darmstadt zum Hidden Champion mit Börsenkursen jenseits der 40 Euro-Marke geformt. Er ist auf dem besten Wege, die lange berichteten Versprechungen und Zukunftsplanungen beinahe minutiös in die Tat umzusetzen. Schillernd wie Elon Musk ist Sven Schulz ganz sicher nicht, eher ein typisch deutscher, seriöser Gegenentwurf.

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