Netzzustands- und Verbrauchsdaten zu erfassen und zu analysieren wird für das zukünftige Management der Energieinfrastruktur eine zentrale Rolle spielen. Da mit dem steigenden Anteil Erneuerbarer Energien auch die Schwankung in der Bereitstellung zunimmt, sind intelligente Lösungen gefragt. Durch eine Analyse der genannten Daten kann eine Balance zwischen Angebot und Nachfrage geschaffen und zugleich ein Beitrag zum wirtschaftlicheren Betrieb der Anlagen geleistet werden. Eine jüngst bekanntgegebene Kooperation möchte diese Entwicklung voran treiben und durch innovative Informations- und Kommunikationstechnik einen durchgängigen Datenfluss vom Stromerzeuger zum Verbraucher - und umgekehrt - ermöglichen.
Energie & Smart Grid News/ Kronberg, München, Nürnberg. Siemens Infrastructure and Cities und der Management- und Technologieberater Accenture gaben ihre zukünftige Zusammenarbeit im Rahmen intelligenter Stromversorgungsnetze bekannt. Mit dem Ziel, Energieversorgern eine bessere Automatisierung, Planung, Überwachung und Diagnose ihrer Energieinfrastruktur zu ermöglichen, sollen gemeinsam IT-Lösungen für Advanced Metering Infrastructure (AMI) und Meter Data Management (MDM) entwickelt werden. Diese basieren auf moderner Informations- und Kommunikationstechnik und streben einen effizienteren Anlagenbetrieb an. Sie sollen neue Möglichkeiten bieten, Netzzustands- und Verbrauchsdaten erfassen und auswerten zu können. Der Fokus liegt besonders auf der Risikoreduktion bei der Implementierung der neuen Technologie und der effizienten Umsetzung von Smart-Metering-Geschäftsmodellen.
Von den Stärken des Partners profitieren
Accenture als weltweit agierender Dienstleister im Bereich Managementberatung, Technologie und Outsourcing bringt Beratungs- und Systemintegrationsleistungen für Smart-Meter-Lösungen sowie Analysefähigkeiten mit in die Partnerschaft. Diese Kompetenzen sollen dabei helfen, dem Smart-Grid-Portfolio von Siemens einen noch breiteren Marktzugang zu verschaffen. Um das Geschäft mit intelligenten Stromversorgungsnetzen zu bündeln, hat Siemens im Sektor „Infrastucture an Cities“ die Division „Smart Grid“ etabliert. Mit Sitz in Nürnberg, agiert die Division international und ist Weltmarktführer im Bereich der Energieautomatisierung und bietet bereits Produkte, Systeme und Lösungen zur Überwachung, Steuerung und zum Schutz von Stromübertragungs- und Verteilnetzen.
Neben dieser Geschäftseinheit bietet die Division zur Entwicklung von Smart Grids verschiedene Dienstleistungen (zum Beispiel Network Consulting und Smart Metering) an. Zudem ist die Geschäftseinheit „Rail Electrification“ in der Division „Smart Grid“ angesiedelt, welche weltweit Bahnelektrifizierungslösungen sowohl für den Nah- und Fernverkehr als auch für Industrieanwendungen anbietet.
Die Erfahrungen und Fähigkeiten von Accenture und Siemens sollen gebündelt einen Mehrwert für Energieversorger bzw. Kunden liefern.
Erster Kunde: SaskPower
Der kanadische Energieversorger SaskPower wird bereits vom Accenture-Siemens-Gespann unterstützt: Um seinen Kunden einen besseren Service und eine zuverlässige Energieversorgung zu gewährleisten, wird derzeit eine Smart-Metering-Infrastruktur (AMI) implementiert. Einen besonderen Stellenwert wird dabei einem Kundeninformationssystem und vermindertem Risiko zugestanden.
Je nachdem, wen man fragt, fehlen Deutschland bis 2035 elf, 22 oder 35 Gigawatt gesicherte Leistung. Alle drei Zahlen stimmen. Energieexperte Tim Meyer erklärt, welche davon zählt, wann eine Dunkelflaute wirklich beginnt und warum Speicher, Biogas und flexible Verbraucher den Bedarf an neuen Gaskraftwerken senken.
Eine Civey-Umfrage im Auftrag von Green Planet Energy zeigt breite Zustimmung zu mehr Unabhängigkeit von Energieimporten. Gleichzeitig unterschätzt mehr als die Hälfte der Befragten, wie viele Menschen in den Erneuerbaren arbeiten, und ein gutes Drittel hält Atomkraftwerke für die günstigste Stromquelle.
CDU-Mitglied Philipp Schröder hat sich entschieden, laut zu sein. Der 1KOMMA5°-Chef wirft E.ON vor, das Stromnetz dumm zu halten wie einst die Telekom das Kupferkabel. Und er sagt voraus, dass die geplante Wirkleistungsbegrenzung "krachend" aus dem Gesetz fliegt.
Solarthermie liefert im Sommer, geheizt wird im Winter. Dazwischen liegen Monate. Saisonale Untergrundspeicher überbrücken diese Lücke, in abgedichteten Erdbecken, in Bohrsonden oder in natürlichen Grundwasserleitern. Dänemark baut sie seit den 1980er-Jahren im Maßstab von 200.000 Kubikmetern, das hessische Bracht heizt seit September 2025 damit.
Der Sicherheitsforscher Marlon Starkloff gelangte über einen Fehler im Login bis in die Administratorkonten der Sungrow-Cloud iSolarCloud. Von dort ließen sich Wechselrichter und Speicher in ganz Europa steuern. Sungrow schloss die Lücke innerhalb eines Tages.
Mit dem heutigen Pflichteinbau verfehlt Deutschland die geplante EU-Quote für Smart Meter. Eine Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft und 13 Partnern benennt 21 Maßnahmen gegen Funklöcher, Softwareprobleme und fehlende Kundennähe und vergleicht zwei Wege: mehr Gateways oder ein Smart Meter Light.