Bild: PAL-VDie ersten Flugtaxis kommen aus dem Silicon Valley - oder Deutschland. Das erste käufliche Flugauto hingegen ist in den Niederlanden beheimatet. PAL-V Liberty ist auf dem Genfer Autosalon vorgestellt worden und soll bereits 2019 zu den ersten Besitzern rollen. Auf der Homepage des Cleantech-Unternehmens jedenfalls leuchtet ein "Purchase"-Button, der sogar mehrere Varianten des PAL-V Liberty zeigt.
PAL-V Liberty ist ein Tragschrauber, international auch Gyrocopter genannt. Das Flugauto soll etwa dazu dienen, den Wochenendausflug auf Sylt leicht zu erreichen oder aber einen Experten einzufliegen, wenn notwendig. Die Niederländer von PAL-V statten das Flugzeug mit einem Heckpropeller und einer Reichweite von bis zu 550 Kilometer aus - fliegerische Reichweite, wenn nur eine Person mitfliegt. Danach kann es als Auto auf den Straßen die letzten Kilometer zurücklegen.
Die ersten ausgelieferten PAL-V Liberty werden allerdings konventionell mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sein und mit dem 100-Liter-Tank bis zu 1.400 Kilometer Straßenreichweite haben. Allerdings plant das niederländische Unternehmen die Umstellung auf einen rein elektrischen Antrieb. Für den Trip nach Sylt ist allerdings das Gepäckvolumen deutlich begrenzt: Nur 20 Kilogramm Zuladung sind möglich.
In wenigen Minuten wird aus dem dreirädrigen Fahrzeug ein Fluggerät, das Herzen höher schlagen lässt. Die Rotorblätter und die Propellerflügel am Heck muss der Fahrer/Pilot manuell ausklappen, die sonstige Verwandlung ist automatisiert. Dies dauert ungefähr fünf Minuten. Allerdings bedarf es danach noch eines Preflight-Checks - das meint einen Rundgang des Piloten, der nochmal 15 Minuten dauert. Erst dann kann das Flugauto abheben.
Seit dem Genfer Autosalon läuft die abschließende Zertifizierung des PAL-V Liberty. Das Unternehmen hofft, eine rasche Zulassung zu erhalten - man habe sich seit Entwicklungsbeginn auf bestehende Vorschriften konzentriert, um die Probleme, neue Vorschriften durchgesetzt zu bekommen, zu umgehen. Auf Vorschriften in welchen Ländern sich die Macher von PAL-V hierzu beziehen, bleibt aber unklar.