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Innolith Energy Battery: Cleantech-Innovation soll Elektroauto-Reichweite erhöhen

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In Bruchsal forschendes Schweizer Cleantech-Unternehmen Innolith verspricht günstige, nicht brennbare Elektroauto-Batterie mit Energiedichte von 1.000 Wattstunden pro Kilogramm – in drei bis fünf Jahren

Ankündigungen zu neuen Wundermaterialien und Wunderbatterien gibt es seit Mirko Hannemann’s Rekordfahrt jede Menge. Allein: Oftmals wird aus den Ankündigungen, dass eine neue Batterie-Technologie der Li-Ion-Technologie überlegen wäre, nicht viel. Jetzt hat das Schweizer Cleantech-Unternehmen Innolith AG die Innolith Energy Battery versprochen, die 1.000 Wattstunden pro Kilogramm bietet. Zu schön, um wahr zu sein?

Innolith, Schweizer Cleantech-Unternehmen mit deutschem Forschungssitz in Bruchsal bei Karlsruhe, verwendet anorganische Elektrolyten und verspricht nun die weltweit erste, wiederaufladbare Batterie mit 1.000 Wattstunden pro Kilogramm. Die Innolith Energy Battery könne Elektroauto-Reichweiten von mehr als 1.000 Kilometer mit einer einzigen Batterieladung erzielen.

Gleichzeitig, so klingt es beinahe zu schön, um wahr zu sein, könne die Innolith Energy Battery auch die Kosten erheblich senken, da sie ohne „kostspielige, exotische Materialien“ auskomme und trotzdem eine sehr hohe Energiedichte biete. Darüber hinaus soll die Innolith Energy Battery die erste Lithium-Batterie sein, die nicht brennbar sein soll. Im Vergleich zu bisherigen Elektroauto-Akkus, die mit brennbaren, organischen Elektrolyten ausgestattet sind, ist der anorganische Elektroly der Innolith-Batterie den Angaben zufolge nicht brennbar.

Innolith nutzt beim chemischen Aufbau seiner Energy Battery eine innovative Umsatzreaktion, um die hohe Energiedichte in jeder Zelle zu erreichen. Umsatzreaktionsmaterialien eröffnen neue, viel versprechende Möglichkeiten für Batteriezellen mit hoher Energiedichte, da sie nicht den gleichen Leistungsbeschränkungen wie herkömmliche Lithium-Interkalationsmaterialien unterliegen. Mit diesem neuen Ansatz lasse sich der Energiegehalt jeder Batteriezelle auf bisher nicht mögliche Werte erhöhen.

Fragt sich nur, wie die Innolith-Batterie nun aus dem Labor-Stadium tatsächlich in Elektroautos verbaut werden kann. Die Energy Battery von Innolith solle zunächst in einer Pilotproduktion hierzulande hergestellt werden, so das Cleantech-Unternehmen. Anschließend strebt man Lizenzpartnerschaften mit führenden Batterie- und Autohgerstellern an.

Innolith Energy Battery: Noch nicht verfügbar

Haken an der Sache? Die Entwicklung und Vermarktung der Innolith Energy Battery werde voraussichtlich drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Potenzielle Kunden müssen also einen langen Atem behalten.

Die EV-Revolution wird derzeit noch von den Einschränkungen der verfügbaren Batterien gebremst. Die Kunden wünschen eine ausreichende Reichweite pro Batterieladung in einem kostengünstigen Elektrofahrzeug sowie die Gewissheit, dass die Batterie nicht in Flammen aufgeht. Die Innolith Energy Battery ist eine bahnbrechende Technologie, die alle Voraussetzungen bietet, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Sergey Buchin, CEO der Innolith AG

Innolith hat die zentralen Erfindungen der Energy Batterie-Technologie zum Patent angemeldet und behandelt das chemische Prinzip für die Realisierung der Batteriezellen als Geschäftsgeheimnis. Bei allen Lizenzabkommen für die Energy Battery wird das Unternehmen zum Schutz seines geistigen Eigentums die Kontrolle über die Bereitstellung aller Spezialchemikalien behalten.

Innolith hat den bahnbrechenden Charakter seiner nicht brennbaren, wiederaufladbaren Batterien mit anorganischem Elektrolyten bereits mit seinem ersten Produkt unter Beweis gestellt. Hierbei handelt es sich um GridBank-System, das bereits im Stromnetz des US-amerikanischen Energieversorgers PJM zur schnellen Frequenzregelung eingesetzt wird. Mehr Informationen zu GridBank gibt es hier.

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