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Urbino 12 Hydrogen: Solaris bringt 2019 erstmals Brennstoffzellen-Bus

Städte wie Wuppertal setzen auf Brennstoffzellen-Antrieb, um steile Anstiege zu schaffen / Polnischer Bushersteller entwickelt mit Urbino 12 Hydrogen erstmals einen Bus mit Brennstoffzelle

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Während China ohne Kompromisse auf Elektromobilität mit Batterien setzt, sind andere Länder offener für unterschiedliche Technologien. Dabei spielen zunehmend auch Busse mit Brennstoffzelle eine Rolle. Der polnische Hersteller Solaris hat mit dem Urbino 12 Hydrogen jetzt seinen ersten Brennstoffzellen-Bus für 2019 angekündigt. Städte wie Wuppertal sind darauf angewiesen.

Wuppertal im Bergischen Land bereitet sich bereits auf den Einsatz von Brennstoffzellen-Bussen vor. Man sei mitten im Vergabeverfahren für den Bau der Wasserstofftankstelle, die auf 30 Fahrzeuge ausgelegt sein solle, berichtet Ulrich Jaeger, Geschäftsführer von WSW Mobil. Der Wasserstoff soll im eigenen Müllheizkraftwerk erzeugt werden. Auch der Betriebshof der WSW Mobil muss umgebaut werdeb.

Die ersten zehn mit Wasserstoff angetriebenen Busse hat die Stadt bei van Hool in Belgien geordert. Grund für die Entscheidung zugunsten von Brennstoffzellen-Bussen im Vergleich zu Elektrobussen ist, dass die Reichweiten im Bergischen Land mit vielen Steigungen und einer Stadt mit relativ langen Wegen zwischen den Haltestellen nicht ausreichen würden. Neben Wuppertal setzt auch Köln auf Brennstoffzellen-Busse.

Urbino 12 Hydrogen: Brennstoffzellen-Bus kommt 2019

Der Brennstoffzellen-Bus von Solaris wird eine Reichweite von mehr als 350 Kilometern haben – deutlich mehr als bisherige Elektrobusse. Der Bus wird auch mit einer kleinen Traktionsbatterie (29,2 Kilowattstunden) ausgestattet, die die Brennstoffzelle in Zeiten des höchsten Energiebedarfs unterstützen soll. Diese Batterie kann entweder direkt mit Strom aus Wasserstoff oder via Plug-In geladen werden.

Als Antrieb ist eine Achse mit integrierten Elektromotoren mit einer Nennleistung von je 60 kW vorgesehen. Der 12 Meter lange Bus wird eine recht hohe Fahrgastkapazität bieten und bis zu 80 Personen mit an Bord nehmen können. Die „ultramoderne“ Brennstoffzelle der neuesten Generation soll eine Leistung von 60 Kilowatt haben. Zur Speicherung des Wasserstoffs sollen Flaschen auf dem Dach montiert werden.

Die Abwärme der Brennstoffzelle wird für eine CO2-Wärmepumpe genutzt, so dass das Klima an Bord jederzeit angenehm ist. Dadurch soll die Reichweite des Brennstoffzellen-Busses gerade im Winter deutlich steigen. (Lesen Sie auch: Wasserstoff im Schienenverkehr)

Der Urbino 12 Hydrogen von Solaris folgt auf zwei Solaris Urbino 18,75 electric, die 2014 nach Hamburg geliefert wurden. Diese nutzen ebenfalls eine Brennstoffzelle und fahren regulär auf der Linie 109 in der Hansestadt. In Riga fahren Oberleitungsbusse mit Brennstoffzelle – noch in diesem Jahr sollen zu einem O-Bus zehn weitere Fahrzeuge hinzukommen.

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