GEBÄUDE · 23. MAI 2026
Bild von Global Energy Systems auf Pixabay Wärmepumpe: 6 Vorteile und 7 Nachteile der strombetriebenen Heizung
2025 ist die Wärmepumpe zur meistverkauften Heizung in Deutschland aufgestiegen. Was die Technologie wirklich leistet, was sie kostet und für wen sie geeignet ist.
Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ist die Wärmepumpe 2025 zur meistverkauften neuen Heizungsart aufgestiegen. 299.000 Geräte wurden installiert – das entspricht knapp der Hälfte aller verkauften Wärmeerzeuger in Deutschland (Bundesverband Wärmepumpe, 2026). Die Gasheizung ist damit vom Thron gestoßen.
Das ist kein politisch verordneter Trend. Es ist das Ergebnis von drei Jahren Kostensenkung bei den Geräten, verbesserter Technik für den Altbau und einer Förderung, die den Preisunterschied zur fossilen Alternative weitgehend schließt. Insgesamt sind heute knapp zwei Millionen Wärmepumpen in Deutschland in Betrieb.
Dieser Ratgeber erklärt die Technik, benennt die echten Vor- und Nachteile und zeigt, wann sich die Investition rechnet.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärmeenergie und bringt sie auf ein höheres Temperaturniveau. Das Prinzip ist das eines Kühlschranks – nur umgekehrt: Statt Wärme nach außen abzuführen, holt die Wärmepumpe Wärme von außen ins Gebäude.
Der Prozess läuft in vier Schritten ab: Ein Verdampfer nimmt Wärme aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder Grundwasser auf. Ein Kompressor erhöht den Druck des Kältemittels und damit seine Temperatur. Ein Kondensator gibt die Wärme ans Heizsystem ab. Schließlich senkt ein Expansionsventil Druck und Temperatur des Kältemittels, bevor der Kreislauf von vorne beginnt.
Die Effizienz wird durch den COP (Coefficient of Performance) ausgedrückt: Ein COP von 4 bedeutet, dass die Pumpe aus 1 kWh Strom 4 kWh Wärme erzeugt. Aktuelle Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im realen Betrieb eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 2,5 bis 4,0. Erdwärmepumpen schaffen 3,5 bis 4,8 – sie sind effizienter, aber aufwändiger in der Installation.
Die drei Wärmepumpentypen im Vergleich
Der Typ bestimmt Kosten, Effizienz und Eignung maßgeblich. 95 Prozent der 2025 verkauften Heizungswärmepumpen waren Luft-Wasser-Wärmepumpen (BWP, 2026).
| Typ | Wärmequelle | JAZ (real) | Gerätekosten | Marktanteil 2025 |
|---|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | Außenluft | 2,5 – 4,0 | 10.000 – 20.000 € | 95 % |
| Sole-Wasser (Erdwärme) | Erdreich/Erdsonde | 3,5 – 4,8 | 15.000 – 25.000 € | 5 % |
| Wasser-Wasser | Grundwasser | 4,0 – 5,5 | 15.000 – 30.000 € | < 1 % |
6 Vorteile der Wärmepumpe
1. Hohe Energieeffizienz: Eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom 3 bis 4 kWh Wärme. Im Vergleich: Eine Gasheizung kommt auf maximal 1 kWh Wärme pro kWh eingesetzter Energie. Die Effizienz steigt weiter, wenn die Anlage mit Photovoltaik kombiniert wird.
2. Niedrige CO₂-Emissionen: Da keine fossilen Brennstoffe verbrannt werden, fallen im Betrieb keine direkten CO₂-Emissionen an. Je größer der Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz, desto klimafreundlicher wird die Heizung automatisch – ohne Umbau oder Austausch der Anlage.
3. Staatliche Förderung bis 70 Prozent: Die KfW fördert den Einbau einer Wärmepumpe im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit 30 bis 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei einem Kostenrahmen von 30.000 Euro sind bis zu 21.000 Euro Zuschuss möglich (Stand 2026).
4. Kühlbetrieb im Sommer: Viele Luft-Wasser-Wärmepumpen können im Sommer die Funktion umkehren und Räume kühlen – ohne separate Klimaanlage. Das wird durch den Klimawandel zunehmend relevant.
5. Lange Lebensdauer: Eine gut geplante und gewartete Wärmepumpe hält 20 bis 25 Jahre. Gasheizungen kommen typischerweise auf 15 bis 20 Jahre. Die Wartungskosten sind vergleichbar.
6. Förderfähige Standardheizung: Wärmepumpen erfüllen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), das seit 2024 für neue Heizungen eine Nutzung von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien vorschreibt. Öl- und Gasheizungen sind ohne Zusatztechnik nicht mehr förderfähig.
7 Nachteile der Wärmepumpe
1. Hohe Anschaffungskosten: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Installation 15.000 bis 30.000 Euro – im Altbau mit notwendigen Anpassungen an Heizkörpern oder Fußbodenheizung können es bis zu 40.000 Euro sein. Die Förderung reduziert das erheblich, bleibt aber ein bürokratischer Schritt.
2. Effizienzabfall bei Kälte: Luft-Wasser-Wärmepumpen verlieren bei sehr niedrigen Außentemperaturen (unter minus 10 Grad Celsius) deutlich an Effizienz. In Extremkälte schaltet sich oft ein elektrischer Heizstab zu – das erhöht den Stromverbrauch temporär stark. Erdwärmepumpen sind davon nicht betroffen.
3. Abhängigkeit von der Dämmqualität: Wärmepumpen arbeiten mit Vorlauftemperaturen von 35 bis 55 Grad Celsius – deutlich niedriger als Gas- oder Ölheizungen mit 70 bis 90 Grad. Im schlecht gedämmten Altbau ohne Flächenheizung reicht das oft nicht aus. Eine energetische Sanierung des Gebäudes erhöht die Effizienz erheblich und ist häufig sinnvolle Voraussetzung.
4. Stromkosten als Betriebsrisiko: Die Betriebskosten hängen direkt vom Strompreis ab. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh und einer JAZ von 3,5 liegen die Heizkosten bei etwa 8,6 Cent pro kWh Wärme – günstiger als Gasheizung bei heutigen Gaspreisen. Steigt der Strom stark, verändert sich die Rechnung.
5. Platzbedarf und Lärm: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe hat ein Außengerät, das bei Betrieb 40 bis 60 Dezibel erzeugt – vergleichbar mit einem Kühlschrank oder leisem Gespräch. Abstände zu Nachbargebäuden sind gesetzlich geregelt und müssen bei der Planung berücksichtigt werden.
6. Kältemittelproblematik: Ältere Wärmepumpen verwenden synthetische Kältemittel (F-Gase), die bei Austritt klimaschädlich sind. Neuere Modelle setzen zunehmend auf natürliche Kältemittel wie Propan (R-290) – ökologisch besser, aber mit anderen Sicherheitsanforderungen.
7. Langfristige Bindung: Wer ein Gebäude nur wenige Jahre nutzt oder bald verkauft, amortisiert die Mehrkosten gegenüber einer Gasheizung möglicherweise nicht. Die durchschnittliche Amortisationszeit liegt je nach Förderung und Energiepreisen bei 8 bis 15 Jahren.
Für wen lohnt sich eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe lohnt sich eindeutig im Neubau: Niedrigenergiegebäude sind thermisch auf Flächenheizungen und niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt – die Wärmepumpe spielt hier ihre Stärken optimal aus.
Im Altbau kommt es auf die Ausgangssituation an. Gebäude mit teilsanierter Hülle (Dämmung, neue Fenster) und bereits vorhandener Fußbodenheizung sind gut geeignet. Problematisch sind Gebäude mit sehr schlechter Dämmung und ausschließlich kleinen Heizkörpern – hier müssten entweder Heizkörper vergrößert oder die Gebäudehülle saniert werden.
Eine Hybridlösung mit einer Gasheizung kann ein sinnvoller Zwischenschritt sein: Die Wärmepumpe übernimmt den Grundlastbetrieb, die Gasheizung deckt Spitzenlasten im Winter ab.
Kosten und Wirtschaftlichkeit im Überblick
Die Investitionskosten hängen stark von Gerätetyp, Gebäudgröße und notwendigen Begleitmaßnahmen ab. Eine grobe Orientierung:
| Kostenart | Neubau | Altbau (gut gedämmt) |
|---|---|---|
| Gerät | 10.000 – 15.000 € | 12.000 – 20.000 € |
| Installation | 3.000 – 5.000 € | 5.000 – 10.000 € |
| Gesamtkosten | 13.000 – 20.000 € | 17.000 – 30.000 € |
| KfW-Förderung (30 %) | bis 6.000 € | bis 9.000 € |
| Verbleibende Kosten | ab ca. 7.000 € | ab ca. 8.000 € |
Die jährlichen Betriebskosten liegen bei einem typischen Einfamilienhaus (150 m², Heizlast 8 kW) und einer JAZ von 3,5 bei rund 1.000 bis 1.500 Euro pro Jahr – vergleichbar mit einer modernen Gasheizung bei heutigen Gaspreisen. Steigt der Anteil selbst erzeugten Solarstroms, sinken die Betriebskosten weiter.
Wärmepumpe und Photovoltaik: Die sinnvolle Kombination
Die beiden sauberen Technologien ergänzen sich gut – aber der Synergieeffekt ist im Winter begrenzt. Im Sommer kann überschüssiger Solarstrom direkt für die Warmwasserbereitung genutzt werden. Im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, produziert die PV-Anlage wenig Strom.
Relevanter wird die Kombination durch sogenannte Smart-Grid-Ready-Wärmepumpen (SG-Ready-Label). Sie können flexible Stromtarife nutzen und sich automatisch dann einschalten, wenn Strom günstig oder lokal verfügbar ist. Das senkt die Betriebskosten und entlastet das Netz – ein Ansatz, der mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien an Bedeutung gewinnt.
Ein Batteriespeicher schließt die zeitliche Lücke: Er nimmt Solarstrom tagsüber auf und gibt ihn abends für den Wärmepumpenbetrieb ab. Die Wirtschaftlichkeit dieser Dreier-Kombination hängt von den individuellen Strompreisen und der Anlagenlänge ab – ein Energieberater kann hier konkret rechnen.
Auch Wärmepumpentrockner basieren auf einer ganz ähnlichen Technologie. Mehr dazu in unserem Prosumer Guide Wärmepumpentrockner 2026.
Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau 2026?
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Installation 15.000 bis 30.000 Euro. Im Altbau mit notwendigen Anpassungen können es bis zu 40.000 Euro sein. Die KfW-Förderung reduziert die Kosten um 30 bis 70 Prozent – bei förderfähigen Kosten von 30.000 Euro sind bis zu 21.000 Euro Zuschuss möglich.
Wie effizient ist eine Wärmepumpe wirklich?
Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im realen Betrieb eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 2,5 bis 4,0 – das heißt, aus 1 kWh Strom werden 2,5 bis 4 kWh Wärme. Erdwärmepumpen schaffen 3,5 bis 4,8. Zum Vergleich: Eine Gasheizung erzeugt aus 1 kWh Energie maximal 1 kWh Wärme.
Wie viele Wärmepumpen sind in Deutschland installiert?
Ende 2025 sind knapp zwei Millionen Wärmepumpen in Deutschland in Betrieb. 2025 wurden 299.000 neue Heizungswärmepumpen verkauft – ein Anstieg von 55 Prozent gegenüber 2024. Erstmals macht die Technologie knapp die Hälfte aller verkauften Wärmeerzeuger in Deutschland aus (Bundesverband Wärmepumpe, 2026).
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Im Altbau hängt es von der Dämmqualität und der Heizungsanlage ab. Gebäude mit teilsanierter Hülle und Fußbodenheizung sind gut geeignet. Bei schlechter Dämmung und kleinen Heizkörpern sind Vorabinvestitionen nötig. Eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und Gasheizung kann ein sinnvoller Zwischenschritt sein.
- Bundesverband Wärmepumpe (2026): „Absatzzahlen Heizungswärmepumpen 2025“, BWP e.V., Berlin.
- Bundesverband Wärmepumpe (2025): „BWP-Branchenstudie 2025“, BWP e.V., Berlin.
- KfW / BAFA (2026): „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“, BAFA/KfW.
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[…] https://www.cleanthinking.de/waermepumpe-vorteile-und-nachteile/ […]
In letzter Zeit habe ich mich mit der Modernisierung meiner Heizung beschäftigt, um Energie zu sparen und die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Informationen im Artikel haben mir geholfen zu verstehen, warum eine Wärmepumpe eine gute Wahl für mich sein könnte. Obwohl die Anschaffungskosten höher sind und die Installation von Fachleuten durchgeführt werden muss, bin ich bereit, in eine langfristige und nachhaltige Lösung zu investieren, die langfristig sowohl meine Energiekosten senken als auch die Umwelt schonen kann.
Ich habe mich kürzlich für eine Wärmepumpe entschieden, und ich muss sagen, dass ich von der Technologie beeindruckt bin. Als jemand, der sich leidenschaftlich für den Umweltschutz einsetzt, war es mir wichtig, ein Heizsystem zu wählen, das sowohl effizient als auch nachhaltig ist. Die Tatsache, dass Wärmepumpen Luft aus der Umgebung als Wärmequelle nutzen, passt perfekt zu meinem Ziel, ein CO2-neutrales Zuhause zu schaffen.
Ich habe gelernt, dass der COP-Wert ein entscheidender Faktor für die Effizienz einer Wärmepumpe ist, und die Modelle, die ich betrachtet habe, bieten beeindruckende Werte. Dies bedeutet, dass ich langfristig Energie und Kosten sparen kann, während ich gleichzeitig meinen Teil zum Schutz unseres Planeten beitrage. Ich bin besonders von den energieeffizienten Systemen angetan, die auch bei niedrigeren Temperaturen gut funktionieren. Das gibt mir die Sicherheit, dass mein Haus auch in den kalten Monaten warm und gemütlich bleibt.
Ich plane, meine Erfahrungen auf meinem Blog zu teilen, um andere zu ermutigen, ähnliche Entscheidungen zu treffen. Es fühlt sich großartig an, zu wissen, dass mein zukünftiges Heim nicht nur umweltfreundlich, sondern auch ein behaglicher Rückzugsort sein wird. Ich bin überzeugt, dass Wärmepumpen eine Schlüsselrolle in der Zukunft der Heiztechnologien spielen werden.
Wärmepumpen sind eine faszinierende Technologie, die sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Einerseits bieten sie hohe Energieeffizienz und sind umweltfreundlich, da sie erneuerbare Energiequellen nutzen. Andererseits können die Anschaffungskosten höher sein als bei herkömmlichen Heizsystemen und schwankende Außentemperaturen können die Effizienz beeinflussen.
Wir haben schon vor 50 Jahren an den Umweltschutz gedacht und für 24 Bungalows und ein Mehrfamilienhaus eine einzige zentrale Gasheizung installiert. Demnächst wird ein Austausch fällig und da grätscht uns Herr Habeck mit seinem neuen Gesetz, das ab 2024 gelten soll, dazwischen. Wie bitte sehr soll denn EINE Luft-Wärme-Pumpe 25 schlecht gedämmte Häuser im Winter heizen? Schon die Verteilerrohre zu den einzelnen Häusern fressen 1/3 der ursprünglichen Heizleistung wieder auf. Und Wasserstoffheizungen dieser Größenordnung gibt es bisher nur im Versuchsstadium, den nötigen Wasserstoff gibt es noch überhaupt nicht, nicht mal blauen. Da unsere Häuser keinen Heizungskeller haben, können wir auch nicht einfach die Heizungsgemeinschaft auflösen und auf 25 einzelne Wärmepumpen umstellen. Zudem steht eine Abnahmeverpflichtung der zentralen Heizleistung in jedem Grundbuch. Was also raten Sie uns, Herr Jendrischik?
Eine Gasheizung neuester Bauart würde bereits unseren Gasverbrauch deutlich reduzieren, weil z.B. eine Vorlauftemperatur von 60° ausreicht statt bisher 85°. Aber die wird ja in 8 Monaten verboten sein.
1. Verteilerrohre isolieren! Es geht gar nicht, dass dort die Energie verpufft.
2. Eine zentrale GrossWP statt der zentralen Gasheizung, VT durch höheren Volumenstrom und thermischen Abgleich reduzieren.
3. Investition in eine Nah-wärmeversorgung mit z. B 10 bis 20 grd und lokale kl WP
5. Investition in Split-Klimaanalage (WP) lokal
Alles geht besser als jammern.
Thema Wartung:
Ich betreibe eine Alpha Innotec Luft-Wasser Wärmepumpe (Mono) seit 2008. Außer, dass ich für die kontrollierte Wohnraumlüftung Sommer- und Winterbetrieb wechsle und ab und zu die Filter austausche, hat diese Heizung noch nie eine Wartung gesehen.
Meiner Erfahrung nach sind die Kosten demzufolge überschaubar.
Ich hätte eine Anmerkung zu folgender Textpassage:
Umweltfreundlichkeit: Da strombasierte Heizungen keinen fossilen Brennstoff verbrauchen, tragen sie zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Bekämpfung des Klimawandels bei.
Im Winter, also wenn wir Heizenergie benötigen, kommt vom PV Strom fast nichts aus dem Netz. Selbst im Sommer haben wir in Deutschland noch ca 50% Strom aus Gas und Kohle. Im Winter, wie gesagt haben wir sehr wenig aus PV, somit noch mehr dreckigen Strom. Keine Ahnung, warum solche Anlagen als besonders umweltfreundlich angepriesen werden. Ich bin nicht pauschal gegen WP, aber die Pro-Argumente in den meisten Berichten, kann ich nicht nachvollziehen.
Hallo Michael,
vielen Dank für den Input.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Wärmepumpen auch mit dem heutigen Strommix zur Senkung von Emissionen beitragen. Insofern ist die getätigte Aussage richtig. Richtig ist auch – das wird bei den Nachteilen aufgeführt: PV-Strom (direkt vom eigenen Dach) und Wärmepumpe passt im Winter nicht perfekt zusammen.
Entscheidend ist letztlich, dass der Strommix jeden Tag besser wird, weil Erneuerbare zugebaut werden. Insofern lohnt auch ein Blick auf den Zeitraum, in dem das Gerät läuft: 20 Jahre. Bis 2045 haben wir fast 100 Prozent erneuerbaren Strom.
VG von Martin
Die Wärmepumoe braucht keine Fußbodenheizung. Im DG habe ich eine Deckenheizung, im Wohnzimmer eine Fußbodenheizung, im Bad eine Wandheizung und in den anderen Räumen Heizkörper. Da der Vorlauf nur um die 30 Grad hat, ist der Heizkörper einfach größer. Kann man einfach nachrechnen. Funktioniert problemlos mit dem geeigneten Raumregler.
Die Kosten für WP sind viel zu hoch.
Handwerk kauft Anlage nebst Zubehör für 6.000 €, hat noch 35 Arbeitsstunden. Kommt also auf ca 7.000 €.
Darauf schlägt das Handwerk nun 20.000 € + MWSt, aber der Kunde erhält ja noch die Förderung…
Das ist Wucher und Abzocke, nichts anderes. Das darf man nicht unterstützen.
Lachhaft. Nicht ein Satz darüber dass Wärmepumpen zwingend Fußbodenheizungen voraussetzen.
Hallo Torben,
Fußbodenheizungen sind keine „zwingende“ Voraussetzung. Bitte informiere Dich.
Ich werde aber – danke für den Hinweis – einen Punkt dazu aufnehmen.
Martin (Gründer von Cleanthinking)
Lieber Martin, dass deine Wärmepumpe jedes Jahr gewartet wird bzw. muss und dass sie so ihre Tücken hat bedarf einer genaueren Beschreibung! In der Tat ist es so, das z.B. Splitgeräte mit Kühlmittelleitung zum Innengerät häufiger gewartet werden müssen. Auch das macht jeder Hersteller anders. Ziemlich wartungsfrei sind hingegen Monoblock-Ausführungen.
Und DOCH, im Bezug auf dem Stand der Dinge sind die meisten Nachteile hier absoluter Unsinn. Strom brauchst du bei jeder Heizung, egal ob Pellets, Öl oder Gas, denn spätestens die Steuerung und Heizungswasserzirkulation läuft eben nicht ohne Strom, also völlig unerheblich das hervorzuheben!
Zum Thema Atomkraftwerke:
Da ist alles schön und gut, nur wenn die Hälfte ausgeschaltet ist, wegen Wartung und Sicherheitsmängeln, dann bringt das alles nichts. Im Sommer sind die Großkraftwerke teils unbrauchbar, weil der mickrige Fluss aus dem das AKW sein Kühlwasser bezieht Niedrigstand hat!
Wenn man sich dass in Amerika anschaut, haben die wenigsten ihre Atommeiler an riesigen Stauseen, riesigen Flüssen wie den Mississippi oder die haben Reservebecken in schier unfassbarer Größe angelegt! Die sind besser gegen den Klimaanlagen-Wahn im Sommer gewappnet.
Machen wir uns nichts vor, aber bei dem Klimawandel müssen wir weg von allen Dampfkessel betriebenen Wasserdampfgeneratoren. Und wir brauchen Stromspeicher die regional vorhanden sind. Das Großkraftwerkkonzept ist längst überholt, genauso wie Nord-Süd und Ost-Westtrassen. Stromnetze müssen spinnennetzförming aufgebaut sein wie das Internet und am besten wären reversible Wasserstoffkraftwerke, die regional überschüssigen Strom in Wasserstoff umwandeln, zwischenspeichern und Überschüsse ins Wasserstoffnetz einspeisen.
In Spitzenzeiten wird Wasserstoff rückverstromt sowie bei mauen EE-Stromerzeugungen. Die Effizienz der Wasserstoffelektrolyse jn der Rückverstromung wird immer besser, aber auch hier kann man die überschüssige Wärme in Wärmefernnetzen gezielt nutzen. Deutschland braucht nur deutlich mehr Speicherkapazitäten, die nebenbei bemerkt ja nicht mal beim Gas ausreichend sind. Aber nun ja, EE gibt es schon seit über 20 Jahren in Marktreife, trotzdem hat man alles nur halbherzig gemacht!
Und da ihr alle, auch mich eingeschlossen, lieber alles billig haben wolltet, wurde natürlich die Bevölkerung nicht belastet. Die Zeche dafür zahlen wir jetzt, den die Zeit läuft uns davon und dass sollte man nicht vergessen. Ob wir den Klimawandel aufhalten können, wage ich zu bezweifeln und wenn, wird es noch Jahrzehnte dauern bis wir den ersten Effekt sehen. Aber um mit der steigenden Anzahl an Tagen der Dürren und Starkregenereignisse fertig zu werden, müssen wir unsere Energieversorgung dringend umbauen!
Das ist nun einmal Fakt! Und das hat die Regierung verpennt und auch 2012 mit der unbedachten EEG-Kürzung zunichte gemacht, sonst wären wir ein ganzes Stück weiter anstatt der Fusionsenergie und Atomkraft hinterher zu weinen! Und nicht vormachen, auch die Fusionskraft bringt uns nicht weiter, weil sie auch nur nach dem Prinzip der Dampfgenerator arbeitet. Und das ist alles murks, den noch mehr Hitze ist genau das, was wir NICHT brauchen!
Meine Luftwärmepumpe wird jährlich gewartet. Dreck vom Außengerät abgesaugt, Schmutzfänger gespült und Druck geprüft. Kostet knapp 40Euro + MWSt. Dafür entfallen die Kaminfegerkosten (150€/Jahr inkl. Messung). Meine Ölheizung verbrauchte außerdem ca. 120€ Strom und hatte Wartungskosten von ca. 200€. Es fielen auch immer Verschleißteile wie Filter und Düsen an. Die WP ist verschleißfrei. Also hat meine Wärmepumpe Nebenkosten von ca. 10% der vorherigen Ölheizung. Mit den Nebenkosten der Ölheizung läuft die WP 4 Monate.
Der Ölbrenner war im Haus zu hören, die Pumpe nicht und der Ölbrenner war doppelt so groß plus der Tankraum. Nach Wegfall der EEG-Umlage kostet mich der Strom aktuell 21ct/kWh bei 24 Monaten Laufzeit, der Preis ist stabil. Der Ölpreis ist immer spekulativ gewesen (0.70-2,10€) und liegt hier im Moment bei 1,25€, Wartezeit 6 Wochen und Mindestabnahme.
Die Luftwärmepumpe war von der Anschaffung günstiger als eine Brennwertheizung, da dort noch ein Kamin, Tanks, Tankraum und Solaranlage benötigt werden. Kelleraum ist jetzt auch frei, der Gestank ist auch weg. Zudem gibt es für die Wärmepumpe Zuschuß. Die kleine PV-Anlage liefert auch im Winter Strom, deckt natürlich nicht dem Stromverbrauch.
Für energetische Sanierungen gibt es Zuschüße, Eigenleistung ist auch möglich.
Die WP kann im Sommer das DG kühlen bei Bedarf. Bei -17Grad ist übrigens der Heizstab immer noch aus.
Danke für die sehr konkreten Infos!
Super Danke für die Info, ich beobachte auch schon die ganze Zeit meine WP wegen dem Heizstab, aber mehr als -10°C hatten wir bisher noch nicht seit der WP.
Mein neue PV versorgt mittlerweile auch die WP, da sollte man übrigens nicht kleckern. Das ganze Dach voll machen solange es nicht mehr als 30kWp werden. Ich hab 15kWp drauf und bin seit einer Woche autark weil mein 21kWh Speicher die Nacht durchreicht. Und das wird sich jetzt bis zum späten Herbst nicht mehr ändern. Dank der MwSt-befreiung hat mich das nur noch 30.000€ gekostet, aber das war es wert. Und ich weiß auch nicht, warum alle denken, dass der Stromspeicher nach 10 Jahren kaputt sein soll, ist totaler Blödsinn.
0,24 € für Strom, wo! Sind nicht real und werden es auch nicht mehr, im Gegenteil werden noch höher werden lt. Experten.
Dann bekommt man, wenn man älter ist keinen Kredit bei seiner Bank für die Wärmepumpe. Also ausziehen, in eine Einzimmerwohnung, Miete zahlen. Kann man sich nicht leisten, also auf der Straße wohnen. Bin gut Klimaschutz, aber nicht so!!!! Ist nicht mit der Wärmepumpe getan, Solar dämmen neuer Stromkasten mit Elektrik, ist dann mit 200.000€ dabei. Sorry für Otto-Normal-Verbraucher!
Hallo Marion,
laut Experten wird es günstige Wärmepumpen-Tarife geben.
Bitte verbreite hier keine Schauermärchen – niemand wird sein Haus verlassen müssen, selbst wenn er da alleine drin wohnt durch Erbe / Todesfall etc.
Hier gibt es weitere Informationen: https://www.cleanthinking.de/gasheizung-verbot-2024/
Pfalzwerke, hab sogar noch vor der Energiekrise gewechselt. Jetzt braucht man dass nicht mehr und wer bei Billig-Anbietern ist, die nur an der Strombörse handeln, müssen sich nicht wundern! Jetzt kommt nämlich die Abrechnung für jahrelange Misswirtschaft. Treue Kunden bekommen halt einen Bonus und wenn der Energieanbieter noch eigene Anlagen betreibt ist es was anderes. Da die Stromk8ntingente für die eigenen Kunden in großen Margen gekauft werden, sind die Preise natürlich günstiger. Wenn du erst hinzukommst, muss der Anbieter momentan teuer nachkaufen und das schlägt eben derzeit mit ca 40ct/kWh oder mehr zu buche.
Manchmal ist es besser sich auch mit dem System zu beschäftigen als immer nur den günstigsten Anbieter zu suchen! Derzeit müsst ihr vorneweg noch 2-3 Jahre warten, bis die Wogen der Energiekriese sich geglättet haben.
Wenn du ein Haus hast bekommst du immer einen Kredit solange Einkünfte da sind. Du musst dich nur mal Informieren. Bekannt sollte z.B. Hausanker sein. Falls nicht, können die Kinder auch helfen, insbesondere wenn sie das Haus vielleicht erben. Das steigert nämlich den Wert. Nicht jammern, sondern was tun! FURCHTBAR und so typisch (Ost-) DEUTSCH!
Habe jetzt wieder für 28cent/kwh für ein Jahr fest gemacht
Hi… also 1000 Euro für Öl zu 888 Euro (3700 kWh * 24 ct/kWh) erscheint mir jetzt nicht als Ersparnis. Da hast du deine Grundgebühr und Zählermiete für Strom noch gar nicht dabei.
Wenn die Wärmepumpe nach Abzug der Förderung immer noch das Doppelte einer Gas oder Ölheizung kostet, ist da kein Anreiz da.
Österreich hat die Energiewende mit 4 ct/kWh für Wärmepumpenstrom verstanden.
Hatten für unser Sechs-Parteienhaus aus dem Jahr 2002 ein Angebot für Wärmepumpe für 120.000 Euro. Sorry, aber da verdienen leider zu viele Leute an der Energiewende mit, die der kleine Deutsche zahlen soll, indem er jeden Tag schön in die Arbeit geht, um seine Schulden zu zahlen.
Und an der Nachbargrenze in Frankreich werden 58 Atomkraftwerke gebaut…. wo ist da die Logik?
Hallo Mike,
in Frankreich werden keine 58 Atomkraftwerke gebaut. Das ist falsch.
Billiger Wärmepumpenstrom ist absolut erforderlich – da wird was passieren, da bin ich ganz bei Dir.
Mich interessiert, was in dem 120.000-Euro-Angebot enthalten war. Das kann für die reine Technik nur Wucher sein. Kannst Du die Komponenten einmal auflisten bitte?
Danke, Martin (Gründer von Cleanthinking)