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Wirtschaftsministerium fördert Druckluftspeicher-Initiative ADELE

20/01/2010 12:31 0 Kommentare

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat den neuen Förder- und Forschungs-Schwerpunkt “Stromspeicher” bekannt gegeben. Bei der anstehenden Modernisierung der Stromversorgung Deutschland, seien neue und innovative Ansätze zur Stromspeicherung von zentraler Bedeutung. Besonders die schnell wachsende Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien solle damit sinnvoll in das Stromnetz integriert werden.

Eines der ersten Projekte, das rund um “Stromspeicher” gefördert wird, ist das federführend von RWE vorangetriebene Projekt ADELE. ADELE steht für Adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung und soll zu Zeiten eines hohen Stromangebots Luft komprimieren, die dabei entstehende Wärme in einen Wärmespeicher zwischenspeichern und die Luft letztlich in unteridische Kavernen pressen. Bei steigendem Strombedarf kann die Druckluft dann unter gleichzeitiger Rückgewinnung der Wärme zur Stromerzeugung in einer Turbine genutzt werden.

Noch ist dies alles Zukunftsmusik: Ziel der Arbeiten des Firmenkonsortiums ist der Bau einer ersten großtechnischen Demonstrationsanlage ab 2013. Diese soll nach Angaben von RWE über eine Speicherkapazität von einer Gigawattstunde verfügen und eine elektrische Leistung von bis zu 200 Megawatt erbringen. Die Projektbeteiligten stellen insgesamt zehn Millionen Euro für das Projekt bereit.

Um dieses Projekt voranzutreiben, unterzeichneten mehrere Unternehmen am heutigen Mittwoch eine entsprechende Entwicklungskooperation. Neben dem federführenden Unternehmen RWE sind auch General Electric, Züblin sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt.

Dazu Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle:

„Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands setzt eine moderne und leistungsfähige Stromversorgung voraus. Unser Ziel ist der weitere  Ausbau der erneuerbaren Energien. Dazu brauchen wir neue und innovative Ansätze in der Stromspeicherung. Das BMWi wird den Bereich Stromspeicher bei der Fortschreibung des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung zu einem Schwerpunkt machen und dafür auch zusätzliche Fördermittel bereitstellen.“

Und Georg Knoth, Vorstandsvorsitzender von GE in der Region D/A/CH kommentiert:

“Wir unterstützen das Projekt mit zukunftsweisenden Kompressoren und Druckluftturbinen. Damit stellen wir sicher, dass die Druckluftspeicherkraftwerke extrem zuverlässig sind und mit einer Spitzenleistung betrieben werden können. Die moderne Technologie dieser wichtigen Komponenten ist nicht zuletzt das Ergebnis unserer kontinuierlichen Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben am Technologiestandort Deutschland und weltweit.”

Als Standorte für Druckluftspeicherkraftwerke eignen sich besonders Regionen mit geeigneten geologischen Salzstrukturen, in denen sich Kavernen zur Aufnahme großer Mengen Druckluft errichten lassen und die sich in der Nähe von Windkraftanlagen befinden. Bei der Auswahl des Standorts wird die Erdgasspeicher Kalle GmbH, ein Unternehmen des RWE Konzerns, ihr Fachwissen bei Planung, Bau und Betrieb von Untergrundspeichern einbringen.

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