Kleinwindanlagen: Start-up air2Energy entwickelt Kleinwindanlagen für Schwachwind-Situationen

Kleinwindanlagen wie die von air2Energy werden effizienter und günstiger (Funktionsprototyp)
Dächer mit Solaranlagen sind in Städten und Neubaugebieten bereits zum Alltagsbild geworden. Doch in den kommenden Jahren könnte ein neuer Boom entstehen - Kleinwindanlagen oder Kleinwindräder liegen derzeit im Trend und werden auch für den Eigenheimbesitzer oder Firmen zunehmend interessanter. Doch die Technologien, Wirkungsgrade und auch die Art der Vermarktung sind bei einer Vielzahl an Herstellern von Kleinwindanlagen höchst unterschiedlich. Und: Die meisten dieser Kleindwindanlagen sind nicht auf Schwachwind-Situationen ausgerichtet. Der Unternehmer Martin Riedel möchte diese Situation im kommenden Jahr ändern und das Potenzial von Kleindwinanlagen an Standorten mit überwiegend schwachem Wind ausschöpfen. Er hat zusammen mit seinem Partner Jan Dabrowski und dem Karlsruhe Institute of Technology die Smart-Force-Technology entwickelt, die besonders kosteneffizient, smart und verschleißfrei sein soll. Werden Riedel und Dabrowski damit – das Unternehmen heißt air2Energy (ist inzwischen in enbreeze umbenannt, Anm. der Redaktion vom Juli 2011)- den Markt für Kleinwindanlagen aufmischen?
Martin Riedel weiß, dass er mit air2Energy in einen Markt einstiegen will, der unübersichtlich und teilweise sogar als unseriös angesehen wird. “Es wird allzu oft Seltsames versprochen im Markt für Kleinwindanlagen”, berichtet der Cleantech-Unternehmer im Gespräch mit Cleanthinking.de. Momentan ist air2Energy auf einem guten Weg die Seed-Finanzierung im sechsstelligen Bereich abzuschließen – und damit einen gewaltigen Schritt weiterzukommen im hart umkämpften Markt für Kleinwindanlagen.
air2Energy: wirtschaftliche Kleinwindanlagen ab 3,5 m/s
Die Anlagen von air2Energy sind darauf ausgerichtet, schon ab Windgeschwindigkeiten von 3,5 m/s wirtschaftlich betrieben werden zu können – die erste Kleinwindanlage für Schwachwindgebiete. Sie wiegen lediglich 10 bis 15 Kilogramm und können sowohl auf einem Mast als auch als Aufsatz auf Dächern aufgebracht werden. Die “Smart-Force-Technology” sorgt nach Angaben Riedels dafür, dass die Belastungen auf die Rotoren im Betrieb minimiert werden.
“Wir haben durch unsere Technologie besonders geringe Systemkosten “, sagt air2Energy-Gründer Martin Riedel. “So erreichen wir höchste Profitabilität, auch an windschwachen Standorten, die weltweit überwiegend vorkommen.”
Während die Energieentstehungskosten bei air2Energy bei 18 Cent je Kilowattstunde lägen, erreichten seriöse Konkurrenten wie Southwest Windpower mit ihrer Skystream-Anlage deutlich schlechtere Werte. “Wir sind uns sicher, in Zukunft die Kosten auf unter 10 Cent je Kilowattstunde drücken zu können, weil wir in der Produktion auf günstige einfach zu fertigende Komponenten setzen “, berichtet Riedel von den Plänen seines Unternehmens.
Kleinwindanlagen: Enormes Marktvolumen
Das Marktvolumen für Kleinwindanlagen ist enorm: Alleine in UK wird bis 2020 ein Milliardenmarkt heranreifen. Dazu kommen Entwicklungsländer, für die kostengünstige Kleinwindanlagen ebenfalls hoch interessant werden dürften. Und auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, Kleinwindanlagen durch Veränderung des EEG deutlich attraktiver und wirtschaftlicher zu machen.Hindernisse sind aber beispielsweise noch innerhalb der Bundesländer unterschiedliche Regelungen zu Baugenehmigungen von Kleinwindanlagen. U.a. diese Regelungen zu vereinheitlichen hat sich der noch recht junge Bundesverband Kleinwindanlagen zum Ziel gesetzt.
“Kleinwindanlagen werden in den kommenden Jahren wirtschaftlich sinnvoll werde”, ist sich air2Energy-Geschäftsführer Riedel sicher. “Und wir wollen beim aufstrebenden Markt ein gewichtiges Wort mitsprechen.”
Wenn im kommenden Jahr die ersten seriengefertigten air2Energy-Kleinwindanlagen das halten, was der Prototyp “Marie” angedeutet hat, sollte air2Energy hervorragende Marktaussichten haben.


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“Wir haben durch unsere Technologie besonders geringe Systemkosten “, sagt air2Energy-Gründer Martin Riedel. “So erreichen wir höchste Profitabilität, auch an windschwachen Standorten, die weltweit überwiegend vorkommen.”
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