© Rüdiger Brechler, DGS NRW
In diesem Beitrag liefert Cleanthinking einen einzigartigen Überblick über die Balkonkraftwerk Förderung 2026. Während für Balkonsolar keine bundesweite Unterstützung existiert, haben einzelne Bundesländer und hunderte Kommunen eigene Programme aufgelegt. Ob Ihre Stadt dabei ist, erfahren Sie hier – Bundesland für Bundesland.
Diese Übersicht wird laufend aktualisiert. Aktueller Stand: Mai 2026.
Das Wichtigste in Kürze (Stand Mai 2026):
- Keine bundesweite Förderung für Balkonkraftwerke
- Landesförderung 2026 in: Sachsen (300 €, nur Mieter), Mecklenburg-Vorpommern (bis 500 €, nur Mieter), Hamburg (bis 500 €, nur einkommensschwache Haushalte)
- Berlin SolarPLUS für Balkonsolar: Ende 2025 eingestellt
- Viele kommunale Programme (100–600 €) in BW, Bayern, NRW, Hessen u.a.
- Bundesweit seit 2023: 0 % Mehrwertsteuer auf Solarmodule und Zubehör
Keine bundesweite Förderung von Balkonkraftwerken 2026
Balkonkraftwerke kosten je nach Größe, Leistung und Hersteller zwischen 300 und 1.000 Euro – Tendenz sinkend. Es gibt keine allgemeinen staatlichen Zuschüsse für Balkonkraftwerke auf Bundesebene. Was der Bund seit Januar 2023 aber getan hat: Solarmodule, Wechselrichter, Speicher und Montagesets sind seitdem von der Mehrwertsteuer befreit (0 % MwSt.). Das spart beim Kauf automatisch 19 Prozent.
Die Fördertöpfe der Länder und Kommunen sind begrenzt. Da die Zuschüsse stark nachgefragt werden, kann es passieren, dass in Ihrem Bundesland oder Ihrer Gemeinde derzeit keine neuen Anträge mehr gestellt werden können. Informieren Sie sich vorher, ob die Förderung für Balkonkraftwerke aktuell ist und wann gegebenenfalls neue Mittel bereitgestellt werden.
Vor der Kaufentscheidung lohnt es sich, sich mit Vorteilen und Nachteilen eines Balkonkraftwerks zu befassen und die Amortisationszeit zu berechnen. Gerade für Mieterinnen und Mieter ist ein Balkonkraftwerk die beste Möglichkeit, Teil der Energiewende zu werden und die eigenen Stromkosten zu senken.
Überblick: Förderung der Balkon-PV-Anlage 2026 nach Bundesländern
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Berlin
- Brandenburg
- Bremen
- Hamburg
- Hessen
- Mecklenburg-Vorpommern
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Sachsen
Baden-Württemberg
[table id=52 /]Baden-Württemberg hat eine der lebendigsten kommunalen Förderlandschaften Deutschlands. Städte wie Stuttgart (200 €, mit BonusCard 300 €), Freiburg (bis 300 € für Mieter mit Freiburg-Pass), Walldorf (300 €), Böblingen (bis 200 €, mit Bonuspass bis 600 €) und Friedrichshafen (50 %, max. 300 €) gehören zu den großzügigsten Förderern. Ein landesweites Programm gibt es nicht.
Balkonkraftwerk Förderung Bayern
[table id=53 /]Ein landesweites Bayern-Programm für Balkonkraftwerke gibt es nicht. Kommunal sticht vor allem München hervor: 50 % der Kosten, bis zu 320 Euro pro Anlage, für Mieter und Eigentümer. Poing fördert mit bis zu 250 Euro (25 % der Kosten), Würzburg mit max. 200 Euro.
Balkonkraftwerk Förderung Berlin
Berlin hat das SolarPLUS-Programm, das bis 2025 Balkonkraftwerke mit bis zu 500 Euro (später 250 Euro) gefördert hat, Ende 2025 für Balkonsolar eingestellt. Aktuell können keine neuen Anträge für Balkon-PV mehr gestellt werden. Berlin richtet seine Solarförderung seit 2026 auf Dach-Photovoltaikanlagen aus. Informationen zum aktuellen Stand gibt es auf der Berlin SolarCity-Seite.
Balkonkraftwerk Förderung Brandenburg
Ein landesweites Förderprogramm für Balkonsolar gibt es in Brandenburg nicht. Im Landkreis Havelland gab es eine Pauschalförderung von 180 Euro – die Antragsmöglichkeit für 2025 ist erschöpft, eine Fortsetzung ist noch nicht bestätigt. In Potsdam war das Klimaschutzförderprogramm bereits seit August 2024 ausgezählt.
Balkonkraftwerk Förderung Bremen
Ein spezifisches Förderprogramm für Balkonkraftwerke in Bremen oder Bremerhaven ist derzeit nicht bekannt.
Balkonkraftwerk Förderung Hamburg
Hamburg hat seit Oktober 2025 ein gezieltes Förderprogramm für einkommensschwache Haushalte: bis zu 90 % der Anschaffungskosten, maximal 500 Euro. Berechtigt sind Haushalte, die Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, Kinderzuschlag oder vergleichbare Leistungen beziehen. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Caritas. Informationen gibt es bei der Behörde für Umwelt und Klimaschutz Hamburg.
Balkonkraftwerk Förderung Hessen
Ein landesweites Hessen-Programm gibt es nicht. Kommunal sind Darmstadt und Kassel aktiv: Darmstadt fördert mit bis zu 400 Euro (zwei Module), einkommensschwache Haushalte erhalten zusätzliche Unterstützung. Kassel zahlt pauschal 150 Euro, bei geringem Einkommen bis zu 500 Euro. In Frankfurt wurde die Förderung 2024 beendet.
Balkonkraftwerk Förderung Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern hat ein landesweites Förderprogramm: bis zu 500 Euro pro Anlage – allerdings ausschließlich für Mieterinnen und Mieter. Für Eigentümer sind die Mittel bereits ausgeschöpft. Der Antrag wird beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern gestellt.
Balkonkraftwerk Förderung Niedersachsen
Ein landesweites Programm gibt es in Niedersachsen nicht. Kommunal sind mehrere Städte aktiv: Braunschweig fördert mit 200 Euro pauschal (Bürgergeldempfänger: 150 Euro), Lüneburg mit 350 Euro (nur Mieter), Friesoythe mit 150 Euro, Oldenburg mit 25 % der Kosten (max. 250 Euro). Das Göttingen-Programm ist derzeit ausgeschöpft.
Balkonkraftwerk Förderung NRW
Nordrhein-Westfalen hat kein landesweites Programm, aber einige Kommunen gehören zu den großzügigsten in ganz Deutschland: Düsseldorf fördert mit 50 % der Kosten, maximal 600 Euro (für einkommensschwache Haushalte sogar kostenlos). Bonn zahlt je nach Wechselrichterleistung 90 bis 480 Euro (Mieter erhalten das Doppelte der Eigentümer-Förderung). Köln fördert pauschal mit 150 Euro.
Balkonkraftwerk Förderung Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz hat keine landesweite Förderung, aber mehrere Kommunen mit aktiven Programmen: Landau (200 Euro), Limburgerhof (200 Euro, noch bis Ende 2026), Bellheim (100 Euro), Bad Dürkheim (125 Euro, seit Mai 2024), Koblenz (175 Euro), Römerberg-Dudenhofen (100 Euro), Urmitz (bis 200 Euro). Das Pirmasens-Programm lief Ende 2024 aus.
Balkonkraftwerk Förderung Sachsen
Sachsen hat ein landesweites Förderprogramm über die Sächsische Aufbaubank (SAB): 300 Euro pauschal pro Anlage. Das Eigentümer-Kontingent ist erschöpft. Für Mieterinnen und Mieter sind noch ca. 2.570 Anträge möglich (Stand Februar 2026, SAB). Das Budget beträgt noch rund 771.000 Euro. Der Antrag läuft über das SAB-Förderportal – erst nach Kauf und Inbetriebnahme einreichen. Mindestleistung: 300 Wp. Weitere Informationen: sab.sachsen.de.
Mehr zum Thema Balkonkraftwerk: Lohnt sich die Investition auch ohne Förderung? Amortisationszeiten, Vorteile und Nachteile: Balkonkraftwerk: Der große Überblick für Prosumer →
Sollte ein Förderprogramm in den recherchierten Bundesländern fehlen, freuen wir uns über einen Hinweis an steckersolar@cleanthinking.de.
Quellen & weiterführende Links:
- Sächsische Aufbaubank (SAB): Förderprogramm Balkonkraftwerke Sachsen (Stand Feb. 2026)
- Berlin SolarCity / IBB: SolarPLUS-Programm Berlin – Balkonsolar-Förderung Ende 2025 eingestellt
- Hamburg Behörde für Umwelt und Klimaschutz: Sozialer Klimaschutz mit der Caritas (Oktober 2025)
- Landesförderinstitut MV: FAQ Förderung PV-Anlagen MV
- Energie Solar Erfahrungen: Balkonkraftwerk Förderung 2026 Überblick (aktualisiert Mai 2026)
- pv magazine Deutschland: Berlin richtet Solarförderung neu aus (Dez. 2025)