Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Werbung

Unglaublich: Dieser Wodka aus Kohlendioxid und Wasser ist ein Klimaretter

0 372

Cleantech-Unternehmen Air Co. hat den CO2-negativen Wodka aus Kohlendioxid und Wasser in New Yorker Bars eingeführt.

Um Wodka zu destillieren, benötigt man Zucker oder Stärke und vor allem Hefe – bei der Vergärung wird Kohlendioxid freigesetzt. Bisher. Das Cleantech-Startup Air Co. stellt seine Wodka-Marke auf Basis von Kohlendioxid her – und benötigt keine Hefe mehr. Kern der Innovation ist die Alkoholproduktion, die durch die Natur inspiriert wurde. Zu kaufen gibt es den C02-negativen Wodka bereits in New York City.

Dass Ingenieure aus Kohlendioxid, Wasser und Ökostrom sowohl Rohölersatz als auch Kraftstoffe oder sogar Clean Food kreieren können, ist bekannt. Neu ist, was das bis gestern im Stealth Mode befindliche Cleantech-Startup Air Co. macht: Es gewinnt aus den selben Zutaten den Alkohol für die Wodka-Produktion. Dabei ist die Technologie inspiriert von der Photosynthese in der Natur, wo Pflanzen CO2 zum Wachstum nutzen. Sie nehmen Wasser auf auf, und nutzen Energie in Form von Sonnenlicht, um etwa Zucker und andere höherwertige Kohlenwasserstoffe herzustellen. Einziges Nebenprodukt ist Sauerstoff.

Alkohol als Klimaretter

Vergleichbar ist die Technologie von Air Co. zur Gewinnung von Alkohol auf Basis von Kohlendioxid, Wasser und Sonnenlicht. Während die Herstellung einer typischen Flasche Wodka etwa 6,5 Kilogramm Treibhausgas verursacht, ist die Wodka-Herstellung von Air Co. CO2-negativ – nutzt also mehr Kohlendioxid als danach wieder freigesetzt wird. Air Co-Wodka ist ein kleiner Klimaretter. Das CO2 stammt aus nahegelegenen Fabriken – ein Großteil pikanterweise aus der herkömmlichen Alkoholproduktion.

Das so gefilterte CO2 wird in der eigenen Destillerie von Air Co, in Brooklyn zur Herstellung des Wodkas verwendet. Zunächst wird aber Wasser per Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff geteilt. Anschließend wird der Wasserstoff mit dem CO2 kombiniert. Das passiert in einem Reaktor in Verbindung mit einem speziellen Katalysator – darin liegt das Geheimnis des Unternehmens, also quasi die Coca-Cola-Formel von Air Co.

Durch die Kombination entstehen Alkohol und Wasser. Durch Destillation wird das Wasser entfernt. Der gesamte Prozess wird natürlich mit Solarenergie durchgeführt, so dass am Ende ein CO2-negatives Produkt entsteht. Der so entstandene Wodka hat einen höheren Reinhaltsgrad als Wodka, der traditionell aus Hefe hergestellt wird. Denn bei der Fermentation kommt es zu Verunreinigungen, die durch Destillation schwer zu entfernen sind.

Air Co-Wodka in Sterne-Restaurants und Bars

Wie der Air Co.-Wodka von CEO Gregory Constantine und CTO Staff Sheehan schmeckt, ist bislang nicht bekannt. Untrügliches Zeichen dafür, dass die Qualität gut sein muss, ist die Tatsache, dass das Getränk in Sterne-Restaurants etwa im Eleven Madison Park sowie in den beliebtesten Bars der Stadt aufgenommen wurde. Online ist der Wodka auf der Plattform Drizly zu beziehen. Verlaufen die Tests im Heimatmarkt gut, will Air Co. weitere Brennereien in anderen Teilen der USA eröffnen.

Luft Wasser Strom Air Water Sun Air Co
Luft, Wasser und Sonne: Wodka von Air Co

Dabei zeigt sich ein weiterer Vorteil des Kohlendioxid-Alkohols: Der Platzbedarf ist wesentlich geringer als der einer traditionellen Destillerie. So kann der Bedarf im urbanen Umfeld gedeckt werden – ein bißchen mehr Dezentralität also, die perspektivisch Transporte vermeiden könnte. Klar ist aber auch: Air Co. nennt sich nicht ohne Grund „Luft-Unternehmen“ (The Air Company): In Zukunft sind viele weitere Produkte aus ähnlichen Zutaten aus dem Hause des Cleantech-Startups zu erwarten.

Übrigens: Wer Appetit bekommen hat – eine Flasche des speziellsten Wodkas der Welt kostet 65 Dollar.

Das könnte dir auch gefallen

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More