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Autozulieferer BorgWarner übernimmt Darmstädter Hidden Champion AKASOL

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US-Konzern will Elektrifizierungsportfolio im im Nutzfahrzeug-Sektor durch Akquisition des deutschen Batteriesystem-Herstellers ausbauen.

Der Nutzfahrzeugsektor ist in Bewegung: Immer klarer wird der Trend zur Elektrifizierung von LKWs, Bussen oder Baufahrzeugen. Das hat auch der Automobilzulieferer BorgWarner erkannt, der seit einigen Jahren konsequent an einer Zukunft mit emissionsfreier Mobilität arbeitet. Jetzt hat BorgWarner hierzu einen weiteren Schritt unternommen: Der im Bundesstaat Michigan ansässige Konzern übernimmt das deutsche Cleantech-Unternehmen AKASOL AG aus Darmstadt.

AKASOL gilt europaweit als führender Hersteller von Batteriesystemen für Nutzfahrzeuge. Dabei bieten die Darmstädter unterschiedlichen Kunden wie Alstom, Daimler oder Volvo speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Batteriesysteme für hohe Leistungen oder hohe Reichweite. Insbesondere mit einer „technologieführenden Position“ bei der Energiedichte seiner Batteriesysteme wirbt das Unternehmen:

Technologieführende Position von AKASOL

AKASOL ist auf einem straffen Wachstumspfad, und hat gerade neben dem Produktionsstandort im hessischen Langen auch eine neue Firmenzentrale mit nochmals einer Gigawattstunde Jahreskapazität eröffnet. Lag die Produktionskapazität in 2020 noch bei einer Gigawattstunde, soll sie bis 2022 auf 4,7 Gigawattstunden verfünffacht werden. In den USA entsteht die erste Produktionsstätte außerhalb Deutschlands – im Hazel Park, ebenfalls im US-Bundesstaat Michigan, wo BorgWarner seine Zentrale hat.

Im Geschäftsjahr 2021 plant AKASOL mit einem Umsatz von 125 Millionen Euro, der bis 2024 auf mindestens 400 Millionen Euro wachsen soll.

Flexible Batterielösungen für Kunden wie Alstom, Daimler und Volvo

Zu den AKASOL-Kunden zählen einige der führenden Nutzfahrzeughersteller wie beispielsweise Alstom oder Daimler und Volvo, die ihre Kräfte im LKW-Segment gerade bündeln. Aus Sicht von BorgWarner sind insbesondere das Produkt- und Kunden-Portfolio komplementär zum eigenen Angebot. Genau deshalb macht es aus Sicht der Amerikaner Sinn, den hessischen Spezialisten zu übernehmen.

AKASOL ist eine exzellente strategische Ergänzung, da BorgWarner sein Elektrifizierungsportfolio weiter ausbauen und von der tiefgreifenden Verschiebung der Branche in Richtung Elektrifizierung profitieren möchte. Die Produktionsstandorte und der etablierte Kundenstamm in der Produktion sind komplementär zu denen von BorgWarner und würden unseren Einstieg in den schnell wachsenden Nutzfahrzeug- und Off-Highway-Batteriepack-Markt beschleunigen.

Frédéric Lissalde, CEO von BorgWarner

Tochter ABBA BidCo übernimmt AKASOL

Formal wird die Übernahme durch die Tochtergesellschaft Blitz F21-842 AG (künftig: ABBA BidCo AG erfolgen. Diese Gesellschaft des Automobilzulieferers hat ein Kaufangebot für 120 Euro je Aktie abgegeben, das der größte Gesellschafter, eine von Mitgründer und Vorstandschef Sven Schulz kontrollierte Gesellschaft, angenommen hat. Durch die Zusage weiterer Gründer, hat sich die BorgWarner-Tochter somit mindestens 59 Prozent der Anteile gesichert.

Das Angebot von BorgWarner ist auch für Aktionäre attraktiv: Mit 120 Euro pro Anteilsschein zahlen die Amerikaner einen deutlichen Aufschlag zum durchschnittlichen Aktienkurs der letzten drei Monate. Das zeigt: Obwohl AKASOL zuletzt Verluste machte, ist ein sehr lukratives und ernsthaftes Angebot vorgelegt worden.

Trotz der faktischen Übernahme soll AKASOL als eigenständig unter der Unternehmensmarke weitergeführt werden – Sven Schulz und der Finanzchef Carsten Bovenschen sowie das weitere Management-Team bleiben an Bord.

Lesen Sie auch: AKASOL: Hidden Champion elektrischer Nutz- und Schienenfahrzeuge.

1 Kommentar
  1. […] Autozulieferer BorgWarner übernimmt Darmstädter Hidden Champion AKASOL […]

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