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Oatly bringt mit Einride Schwerlast-LKW auf schwedische Straßen

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Der Lebensmittelhersteller Oatly setzt auf elektrifizierte Schwerlast-LKW und die Freight Mobility Platform für Güter von Einride.

In Schweden gibt es bereits ab Oktober die erste Flotte von Elektro-LKW auf den Straßen. Der 42-Tonner der Milchalternative Oatly, die auch in Deutschlands Supermärkten verkauft wird, soll pro Tag rund 200 Kilometer zurücklegen – und Oatley-Waren von Produktionsstätten aus dem Süden des Landes verteilen. Ermöglicher dafür ist das Cleantech-Startup Einride, das u.a. seine Mobilitätsplattform Einride Freight Mobility Platform für Güter zur Verfügung stellt.

Die Auswirkungen der Zusammenarbeit von Oatley mit Einride sind enorm: Die Partnerschaft wird es Oatly ermöglichen, seinen Klima-Fußabdruck auf den betroffenen Strecken um 87% zu senken, was einer durchschnittlichen Reduzierung von 107,5 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und Lkw entspricht. Insgesamt sollen so 2.100 Tonnen im Vergleich zur Belieferung mit Diesel-LKW vermieden werden.

„Die Umstellung auf Elektro-Lkw hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Umweltauswirkungen. Wir planen und wollen als Modell für die größere, weltweite Umstellung auf Elektrotransporte setzen“, sagt Simon Broadbent, Supply Chain Director bei Oatly.

Elektromotoren gibt es seit fast 200 Jahren, seit 1821, um genau zu sein. Die Tatsache, dass Elektrofahrzeuge heutzutage alltäglich geworden sind, ist auf exponentielle Sprünge in der Batterietechnologie und andere Innovationen zurückzuführen, die für eine maximale Wirkung optimiert werden mussten und von denen viele erst in den letzten Jahren entstanden sind.

„Die Technologie ist heute voll ausgereift, um in der Lage zu sein, ein ganzes Transportsystem in Echtzeit zu koordinieren. Wir können verschiedene Arten von Fahrzeugen, Kraftstoffen und Routen gleichzeitig handhaben. Transport ist nicht länger eine Massenware, sondern eine geschäftliche Angelegenheit. Für die nächsten zwei bis drei Jahre werden wir einen Industriestandard für klima- und unternehmensgerechte Transportsysteme schaffen“, sagt Robert Falck, CEO und Gründer von Einride.

Erster Schritt von Oatly zur Elektrifizierung

Oatly arbeitet seit langem daran, seine Kohlendioxidemissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Mit Elektro-Lkw kann das Unternehmen auch die Emissionen aus dem Verkehr senken. Gleichzeitig werden die Elektro-Lkw für eine stärker computergesteuerte Logistik optimiert.

„Der Elektrotransport ist ein wichtiger Teil unserer globalen Strategie für nachhaltige Logistik. Die Einführung von Elektro-Lkw in unserer Lieferkette wird in den ersten Jahren mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, aber es handelt sich um eine Investition, um langfristig die Emissionen deutlich zu senken und die Effizienz zu steigern“, sagt Simon Broadbent.

Ab Oktober sollen neun von zehn Transporte zum Lager von Oatly in Helsingborg mit elektrifizierten Fahrzeugen durchgeführt werden. Auf den gleichen Strecken werden auch die übrigen Diesel-Lkw von Oatly mit der Einride Freight Mobility Platform koordiniert, was sowohl die Zeit- als auch die Kraftstoffeffizienz verbessert.

„Die Umstellung auf elektrischen Betrieb erfolgt stufenweise, wobei wir alte manuelle und neue digitale Technologie sowohl über Technologieplattformen als auch über Software koordinieren. Sie wirkt sich auf die Produktion, den Bestand und das gesamte Unternehmen aus. Daher ist es nur natürlich, dass die erste Elektro-Lkw-Flotte in enger Zusammenarbeit zwischen einem zukunftsorientierten Verbraucherunternehmen und einem Unternehmen mit Spitzentechnologie entsteht“, sagte Falck.

Erst Elektrifizierung, dann Automatisierung mit Einride

Zusammen mit Einride ist Oatly nun eines der weltweit ersten Unternehmen, das eine Flotte von Schwerlastwagen elektrifiziert. Gleichzeitig stehen die beiden Unternehmen im Dialog über den Einsatz von Elektro-Lkw auch in anderen Märkten. Die nächsten Schritte sind ferngesteuerte Elektro-Lkw und selbstfahrende Elektrofahrzeuge wie der bahnbrechende Pod von Einride.

„Der ferngesteuerte Betrieb ist ein natürlicher Schritt zur weiteren Verbesserung der Effizienz. Zuvor wird Oatly weitere Transportmittel auf der ganzen Welt elektrifizieren. Wir hoffen auch, einen Eindruck bei unseren verschiedenen Partnern zu hinterlassen und sie zum Umstieg auf Elektrizität zu ermutigen. Wir stehen heute an der Spitze der Entwicklung und planen, diese auch weiterhin anzuführen“, sagte Broadbent.

Die Elektro-Lkw von Oatly sind auch die ersten in Europa verfügbaren Schwertransporter, trotz des Mythos, dass Elektro-Lkw keine schweren Lasten transportieren können. Die Lösung liegt in der Software der Freight Mobility Platform von Einride. Die Trucks stammen vom Hersteller DAF, die technische Plattform von Einride.

„Wenn wir den Transport genauer planen, können wir 24 Tonnen Güter im Durchschnitt 120 Kilometer ohne Gebühren fahren. Es geht um Software, die Fahrer, Fahrzeuge, Routen, Ladevorgänge usw. optimiert und koordiniert. Zum Beispiel fahren wir in jeder Oatly-Schicht mit drei Fahrern in insgesamt vier verschiedenen Lastwagen, eine neue Denkweise in der Transportwelt. Dabei soll immer ein Lastwagen geladen sein, der die Batterien weniger belastet und daher langlebiger und wirtschaftlicher ist“, sagt Jonas Hernlund, CCO von Einride.

In Schweden kooperiert Einride übrigens auch bereits mit Lidl.

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