Geförderte Haushalte zahlen für das Elektroauto ab 18.995 Euro

ELEKTROMOBILITÄT · 3. OKTOBER 2026

VW ID. Polo: Volkswagen löst das 25.000-Euro-Versprechen ein

Für 24.995 Euro bietet Volkswagen den VW ID. Polo in der Einstiegsversion Trend an. Mehr als 30.000 Bestellungen sind seit April in Europa eingegangen. Wer individuell konfiguriert, wartet zehn bis zwölf Monate auf sein Auto.


VON MARTIN JENDRISCHIK · 4 Min. LESEN


Die Basisversion lässt sich seit Ende Juli konfigurieren, neben Deutschland auch in Frankreich und den Niederlanden. Die Linien Life und Style kosten ab 33.795 Euro, also 8.800 Euro mehr. Erst in dieser Preisklasse bietet Volkswagen den größeren Akku an, für die Trend-Version ist er nicht zu haben.

Die staatliche E-Auto-Förderung gilt auch für die Trend-Version. Die hauseigene ID. Kaufprämie von bis zu 3.000 Euro gewährt Volkswagen für die Basis dagegen nicht. Wer den niedrigsten Preis sucht, rechnet deshalb allein mit dem Zuschuss des Bundes.

Das BAFA fördert den VW ID. Polo mit bis zu 6.000 Euro

Für ein reines Elektroauto zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, 3.000 Euro Basisförderung. Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter 45.000 Euro, kommen 2.000 Euro hinzu, zwischen 45.001 und 60.000 Euro sind es 1.000 Euro. Je Kind steigt die Prämie um 500 Euro, das BAFA berücksichtigt höchstens zwei Kinder. Die Förderung endet bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen, mit Kindern liegt die Grenze um 5.000 Euro je Kind höher, maximal bei 90.000 Euro.

Zieht man die Prämie vom Listenpreis der Trend-Version ab, bleiben je nach Haushalt zwischen 18.995 und 21.995 Euro. Unter 20.000 Euro landen Haushalte mit weniger als 45.000 Euro Einkommen sowie Familien mit zwei Kindern und bis zu 60.000 Euro Einkommen.

Zu versteuerndes Haushaltseinkommen Förderung Preis Trend nach Förderung
60.001 bis 80.000 Euro, ohne Kinder3.000 Euro21.995 Euro
45.001 bis 60.000 Euro, ohne Kinder4.000 Euro20.995 Euro
unter 45.000 Euro, ohne Kinder5.000 Euro19.995 Euro
45.001 bis 60.000 Euro, zwei Kinder5.000 Euro19.995 Euro
unter 45.000 Euro, zwei Kinder6.000 Euro18.995 Euro

Eigene Rechnung auf Basis der BAFA-Förderregeln und des Listenpreises von 24.995 Euro.

Die Prämie erhalten nur Privatpersonen. Anträge nimmt das BAFA seit Mai über sein Portal an, gefördert werden Zulassungen rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Bis Anfang September bewilligte das Amt 52.473 Anträge mit zusammen rund 230 Millionen Euro. Unter den Herstellern führt Volkswagen mit 11.680 bewilligten Anträgen, vor Tesla mit 8.141.

Volkswagen verbaut in der Basis den kleineren Akku

Volkswagen stattet den VW ID. Polo in der Trend-Version mit einem 85-kW-Motor und einem 37-kWh-Akku aus Lithium-Eisenphosphat-Zellen aus, kurz LFP. Eine Ladung reicht nach dem Normzyklus WLTP für 323 Kilometer. An der Schnellladesäule lädt das Auto mit bis zu 88 kW und kommt in 23 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Den größeren Akku mit 52 kWh baut Volkswagen aus Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen, kurz NMC. Er reicht nach WLTP für 455 Kilometer und lädt mit bis zu 105 kW.

Zur Serienausstattung der Trend-Version gehören Spurwechsel- und Spurhalteassistent, LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent und eine Klimaautomatik. Das digitale Cockpit misst zehn Zoll, der Infotainment-Bildschirm 13 Zoll.

Beim Fahren ist ein Elektroauto bereits rund ein Drittel günstiger als ein Benziner. Den größeren Vorteil, das Auto als Stromspeicher für Haus und Netz, lassen Netzbetreiber und Energiewirtschaft bislang weitgehend brachliegen.

Volkswagen baut in Martorell langsamer, als Kunden bestellen

Volkswagen fertigt den Kleinwagen im spanischen Werk Martorell. Die langen Lieferzeiten begründet der Konzern mit einer sehr positiven Kundennachfrage, die auf langfristig geplante Produktionskapazitäten treffe. Schneller verfügbar seien vorkonfigurierte Fahrzeuge, die Händler anbieten. Das meldet electrive unter Berufung auf die Automobilwoche. Beim Schwestermodell Skoda Epiq sind mehr als 35.000 Vorbestellungen eingegangen.

Wer nicht warten will, fragt beim Händler nach Lagerfahrzeugen. Wer individuell bestellt, bekommt sein Auto nach diesen Angaben erst im Laufe des kommenden Jahres. Die Förderung des Bundes ist bis 2029 angelegt und mit drei Milliarden Euro für rund 800.000 Fahrzeuge ausgestattet.

Volkswagen hatte den VW ID. Polo 2024 noch als ID.2 angekündigt, als Elektroauto für 25.000 Euro. Mit dem Listenpreis der Trend-Version unterbietet der Konzern diese Marke um fünf Euro, auf dem Markt ist das Auto seit April 2026.

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