Wärmepumpe neben Gaszähler und Öltank-Einfüllstutzen an einer Hausfassade, KI-generiert

Gas raus, Wärmepumpe rein

THEMENWOCHE · GAS RAUS, WÄRMEPUMPE REIN

Gas raus, Wärmepumpe rein: Warum Hausbesitzer sich noch 2026 entscheiden sollten

Gas wird in zwei Stufen teurer, die Förderung für Wärmepumpen sinkt ab Februar 2027. Hier finden Sie die Zahlen, einen Rechner für Ihr eigenes Haus und alle Cleanthinking-Ratgeber zum Umstieg.


VON MARTIN JENDRISCHIK · STAND 25. OKTOBER 2026


Drei Zahlen, die für eine Entscheidung noch in diesem Jahr sprechen

+50 %

So viel teurer sind günstige Gastarife für Neukunden seit Jahresbeginn: von gut 9 auf knapp 14 Cent je Kilowattstunde.

10–20 %

Diese Erhöhung erwartet Verivox zum Jahreswechsel für Bestandskunden. Ab 2028 kommt der EU-CO2-Marktpreis für Heizgas dazu.

1. Februar

Ab diesem Tag sinkt die KfW-Förderung für Wärmepumpen. Maßgeblich ist das Datum, an dem Sie den Antrag stellen.

Wer jetzt entscheidet, plant im Winter und heizt in der nächsten Heizperiode nicht mehr mit Gas. Einen festen Einbautermin kann niemand versprechen, das hängt am Installateur. Die Entscheidung und den Förderantrag haben Sie aber selbst in der Hand.

Gaskosten-Rechner: Was Gas und Wärmepumpe in Ihrem Haus kosten

Tragen Sie Ihren Gasverbrauch aus der letzten Jahresabrechnung ein. Der Rechner zeigt, was Gas heute und 2027 kostet, was eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Betrieb ungefähr kostet und wie viel Förderung bei einem Antrag vor und nach dem 1. Februar 2027 zu erwarten ist.

Beispielrechnung von Cleanthinking, ersetzt kein Angebot. Annahmen: Kesselnutzungsgrad 90 Prozent; Wärmepumpentarif 24 Cent/kWh plus 140 Euro Grundpreis (Verbraucherzentrale NRW, Daten 2025); Haushaltsstrom 36,69 Cent/kWh minus 150 Euro Netzentgelt-Pauschale nach §14a Modul 1 (Finanztip, Oktober 2026). Gas 2027 mit 10 bis 20 Prozent Aufschlag nach Verivox-Prognose. Förderung: 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus (ab Februar 2027: 12 Prozent), förderfähig bis 28.000 Euro (ab Februar 2027: 27.250 Euro), ohne Einkommensbonus. Die für das erste Quartal 2027 angekündigte Senkung der Grundförderung ist nicht eingerechnet. Nicht enthalten: Wartung, Schornsteinfeger, Gas-Grundpreis.

Wie die Rechnung im Detail zustande kommt und wovon die Jahresarbeitszahl abhängt, steht in unserem Ratgeber Gasheizung durch Wärmepumpe ersetzen: Im Einfamilienhaus spart das bis zu 1.000 Euro im Jahr.

In vier Schritten zur Entscheidung

  1. Noch 2026 entscheiden. Prüfen Sie, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe taugt. Der wichtigste Test ist die Vorlauftemperatur: Wärmepumpe im Altbau: Der 55-Grad-Test verrät, ob es klappt.
  2. Angebote mit Heizlastberechnung einholen. Nur so passt die Größe des Geräts zum Haus.
  3. Vertrag mit Förderklausel unterschreiben. Der Liefer- oder Leistungsvertrag muss an die Förderzusage geknüpft sein und ein voraussichtliches Umsetzungsdatum nennen. Ein Vertrag ohne diese Bedingung schließt die Förderung aus.
  4. KfW-Antrag bis Ende Januar stellen. Dann gelten die heutigen Fördersätze. Alles zu Zuschüssen und Boni: Heizungsförderung 2026.

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QUELLEN

  1. Finanztip: Gaspreis-Barometer, Stand 20.10.2026.
  2. Berliner Zeitung: Ab Januar 2027 bis zu 20 Prozent mehr fürs Gas, 17.10.2026.
  3. Deutscher Bundestag: Bundestag novelliert das Brennstoffemissionshandelsgesetz, 15.10.2026.
  4. KfW: Merkblatt Heizungsförderung für Privatpersonen (458), Stand 09/2026.
  5. Fraunhofer ISE: WP-QS im Bestand, Schlussbericht, 25.11.2025.
  6. Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Wärmepumpenstromtarife, Februar 2026.
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