Klimawandel aktuell: Der Klima-Ticker von Cleanthinking

29. August 2026: Alaska-Bohrungen ohne Umweltprüfung geplant

Das US-Innenministerium will Winter-Ölbohrungen in Alaskas 93.000 Quadratkilometer großer Nationaler Erdölreserve ohne projektspezifische Umweltprüfung erlauben. Die Ausnahme geht auf eine Petition des Ölbranchenverbands AOGA zurück. Mehr dazu: Trump erlaubt Öl-Bohrungen in Alaska ohne Umweltprüfung.

26. August 2026: Kenia erwartet Rekord-Regenzeit in 47 Bezirken

Kenias Wetterdienst sagt für alle 47 Bezirke des Landes überdurchschnittlichen Regen von Oktober bis Dezember voraus. Das Klimazentrum ICPAC beziffert die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittlichen Regen in Nordostkenia, Somalia und Südäthiopien auf 90 Prozent. Mehr dazu: El Niño: Kenias Regenzeit wird zum Test für die Vorhersage.

26. August 2026: Diskontrate entscheidet über sieben Billionen Dollar

Die Kosten-Nutzen-Rechnung der Klimapolitik hängt am Zinssatz: In der Oxforder Vergleichsrechnung machen 3,6 Prozentpunkte Zinsdifferenz sieben Billionen Dollar aus. Björn Lomborgs Rechnung steht damit auf einer einzigen Stellschraube. Mehr dazu: Wie Björn Lomborg die Zukunft billig rechnet.


25. August 2026: 2025 war das schwerste Waldbrandjahr der EU

Mit knapp 1,08 Millionen Hektar verbrannter Fläche, fast dem Doppelten des langjährigen Durchschnitts, war 2025 das zerstörerischste Waldbrandjahr, das die EU je gemessen hat. Der Rückgang der globalen Brandfläche stammt fast ausschließlich aus afrikanischen Savannen. Mehr dazu: Waldbrand-Faktencheck: Merz hat recht, Brechtken verharmlost.

24. August 2026: Grüne fordern Klima-Notfallplan nach Hürtgenwald

Beim größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens verbrannten bei Hürtgenwald 300 bis 400 Hektar Wald. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert von Kanzler Friedrich Merz einen Klima-Notfallplan mit sechs Punkten. Mehr dazu: Klima-Notfallplan: Katharina Dröge fordert wegen Hitze und Waldbrand Kurswechsel von Merz.

23. August 2026: Mittelplate liefert 17.000 Barrel am Tag

Deutschlands einzige Ölbohrinsel im Wattenmeer fördert rund 17.000 Barrel Öl pro Tag. Die weltweite Elektroauto-Flotte verdrängte 2025 täglich 1,7 Millionen Barrel, hundertmal mehr, als die Plattform liefert. Mehr dazu: Ölförderung im Wattenmeer: Die falsche Klimarechnung von Mittelplate.

17. August 2026: SPD will Klimaanpassung im Grundgesetz verankern

In diesem Sommer sind laut RKI bereits rund 11.900 Menschen an Hitzefolgen gestorben, Deutschland hat sich seit vorindustrieller Zeit bereits um 2,5 Grad erwärmt. Fünf SPD-Bundesminister wollen Klimaanpassung deshalb als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankern. Mehr dazu: Klimaanpassung ins Grundgesetz: Wie die CDU blockiert.

24. August 2026: Moore speichern mehr CO₂ als Wälder

Moore bedecken nur drei bis vier Prozent der Landfläche der Erde, speichern aber bis zu einem Drittel des weltweiten Bodenkohlenstoffs, doppelt so viel wie alle Wälder der Erde zusammen, so das Global Peatlands Assessment der UN. Mehr dazu: Moore: Deutschlands ungenutzter Klimahebel.

24. August 2026: Wälder und Ozeane speichern weniger CO₂

Zwei unabhängige Studien zeigen, dass Europas Wälder seit 2018 und die Ozeane seit 2023 weniger CO₂ aufnehmen, als die EU-Klimaziele von minus 55 Prozent Treibhausgasen bis 2030 voraussetzen. Mehr dazu: Klimaziele in Gefahr: Wälder und Ozean speichern weniger CO2.

22. August 2026: El Niño erreicht Rekordwerte im Pazifik

Die Wassertemperaturen im zentralen tropischen Pazifik liegen bereits 2,6 Grad über dem Normalwert, Modelle sehen bis zu 3,7 Grad zum Winterhöhepunkt, laut Klimaforscher Zeke Hausfather das stärkste je gemessene El-Niño-Signal. Mehr dazu: Panamakanal: El Niño drosselt den Schiffsverkehr.

20. August 2026: Hitzesommer 2026 kostet EU Milliarden

Der Hitzesommer 2026 könnte die EU laut einer Analyse der Triodos Bank bis zu 180 Milliarden Euro an Wirtschaftswachstum kosten, Frankreich verliert dadurch 1,4 Prozentpunkte seiner Wachstumsrate. Mehr dazu: Hitzesommer 2026 Kosten: Frankreichs Atomkraft trifft es am härtesten.

16. August 2026: Größter Waldbrand in NRW seit 1991

Im Hürtgenwald verbrannten rund 300 Hektar Wald, 1.800 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Es ist der größte Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Erfassung 1991, der klimapolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion bestreitet noch während der Löscharbeiten jeden Zusammenhang mit dem Klimawandel. Mehr dazu: Menschengemachter Klimawandel: Wie die AfD ein Wort umbesetzt.

15. August 2026: Kabinett friert CO₂-Preis für 2027 ein

Das Bundeskabinett hat am 12. August 2026 beschlossen, den nationalen CO₂-Preis 2027 im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne zu halten, statt ihn an den europäischen Emissionshandel zu koppeln. Klimaökonomin Brigitte Knopf sieht darin eine soziale Schieflage zulasten der Förderung von Wärmepumpe und Sanierung. Mehr dazu: CO2-Preis eingefroren: Was die Entlastung wirklich kostet.

15. August 2026: Jeder fünfte Waldbrand in Deutschland vermutlich vorsätzlich

Von 1.175 Waldbränden in Deutschland gingen 2025 rund 27 Prozent auf Fahrlässigkeit zurück, 19 Prozent gelten als vermutlich vorsätzlich gelegt. Holz entzündet sich erst bei 250 Grad, die Lufttemperatur reicht dafür nie aus. Mehr dazu: Kachelmann und der Denkfehler des Sommers.

14. August 2026: Bauernverband erwartet totalen Ertragsausfall im Süden

Bauernpräsident Joachim Rukwied hält in südlichen Teilen Deutschlands totale Ertragsausfälle für möglich, der Rhein bei Kaub stand zeitgleich bei 14 Zentimetern. Als Sofortmaßnahme fordern Bauernverband und Chemieindustrie billigeren Diesel und mehr Straßengüterverkehr. Mehr dazu: Diesel gegen die Dürre: Das falsche Rezept der Verbände.

14. August 2026: Pegel Kaub auf Rekordtief, Felsabtrag seit 1992 verzögert

Der Pegel Kaub fällt im August 2026 auf zeitweise zehn Zentimeter, der Rekord von 25 Zentimetern aus 2018 ist damit deutlich unterboten. Der seit 1992 angekündigte Felsabtrag am Mittelrhein soll erst 2033 kommen. Mehr dazu: Pegel Kaub: 34 Jahre Warten auf den Felsabtrag.

13. August 2026: RWE hält am Braunkohle-Aus 2030 fest

RWE-Chef Markus Krebber bestätigt den vertraglich fixierten Ausstieg aus der Braunkohleverstromung zum 31. März 2030. Offen bleibt allein, ob rund drei Gigawatt Kraftwerksleistung längstens bis Ende 2033 in eine Bundesreserve wandern. Mehr dazu: RWE hält Kurs: Braunkohle-Aus 2030, Gaskraftwerke ab 2029.

12. August 2026: KI hilft der fossilen Förderung mehr

Eine Studie in npj Climate Action prüft 64 Szenarien und kommt zu dem Ergebnis, dass die KI-Produktivitätsgewinne bei Kohle, Öl und Gas mehr Emissionen erzeugen, als KI bei Erneuerbaren, Netzen und Effizienz einspart. Der Stromverbrauch der Rechenzentren kommt obendrauf. Mehr dazu: KI in der Energiewirtschaft: Warum sie dem Öl mehr hilft als dem Klima.

11. August 2026: Münchens Hitzetage haben sich fast verdoppelt

München zählte zwischen 1990 und 2010 im Schnitt 21 Hitzetage über 30 Grad pro Jahr, zwischen 2023 und 2025 waren es 38. Dicht bebaute Innenstädte liegen 2 bis 8 Grad über ihren Randbezirken. Mehr dazu: Dachkühlung: Wie Regenwasser die Hitzeinsel in der Stadt entschärft.

10. August 2026: Ozeane erreichen wärmsten Juli seit Messbeginn

Die globale Mitteltemperatur lag im Juli 2026 bei 16,90 Grad und damit 1,47 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die außerpolaren Ozeane erreichten mit 20,96 Grad den höchsten Julimittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen. Mehr dazu: Warum Europas trockene Böden die Hitze selbst anheizen.

9. August 2026: Hitze kostet Europa bis sieben Prozent BIP

Wiederholen sich bis 2030 die heißesten Jahre der vergangenen Dekade, verlieren die am stärksten exponierten Volkswirtschaften fünf bis sieben Prozent ihrer Wirtschaftsleistung, Deutschland rund drei Prozent. Für Japan summiert Allianz Research den Verlust bis 2030 auf 354 Milliarden Dollar. Mehr dazu: Zu heiß zum Wachsen: Was Hitze Europas Wirtschaft kostet.

9. August 2026: Früher Umstieg spart 58 Prozent Emissionen

Ein Flottendurchschnittsfahrzeug im US-Strommix spart über 16 Jahre 58 Prozent seiner CO₂-Emissionen, wenn es schon nach dem ersten Jahr durch ein E-Auto ersetzt wird. In 92 Prozent der im Fachjournal Science durchgerechneten Szenarien sinken die Emissionen beim sofortigen Wechsel. Mehr dazu: Neuen Benziner verschrotten? Die Rechnung geht auf.

8. August 2026: Bayern stellt Katastrophenfall Dürre fest

Am 6. August 2026 hat Bayern offiziell den Katastrophenfall Dürre festgestellt. Der Dürremonitor weist für die Südhälfte und den Osten Deutschlands eine 50-jährliche Trockenheit aus, 76 Prozent der Betriebe im Süden rechnen mit Ertragseinbußen beim Mais. Mehr dazu: Strom, Heizung, Futter: Der dreifach verplante Mais.

5. August 2026: Rheinpegel Kaub auf Rekordtief

Der Pegel Kaub ist auf 24 Zentimeter gefallen, einen Zentimeter unter den bisherigen Tiefstwert vom 22. Oktober 2018. Frachter auf dem Rhein fahren deshalb oft nur noch mit einem Fünftel ihrer normalen Ladung. Mehr dazu: Niedrigwasser im Rhein: Fahrrinnenvertiefung ist der falsche Reflex.

4. August 2026: Arktis-Hitze bei 33,9 Grad Celsius

Zwei Wetterstationen in der ostsibirischen Republik Sacha haben 33,9 und 32,7 Grad Celsius gemessen, die eine knapp südlich, die andere klar innerhalb des nördlichen Polarkreises. Die Arktis erwärmt sich bis zu viermal schneller als der Rest des Planeten. Mehr dazu: Hitze in der Arktis: 33,9 Grad nahe dem Polarkreis.

2. August 2026: EZB rechnet Naturrisiken erstmals in Bankbilanzen ein

72 Prozent aller Nichtfinanzunternehmen im Euroraum hängen stark von mindestens einer Naturleistung ab, gemessen am Kreditvolumen sind es 75 Prozent. Die EZB verhängte deshalb erstmals ein Zwangsgeld, 187.650 Euro gegen eine spanische Bank, die 65 Tage lang ihre Klima- und Umweltrisiken nicht bewertet hatte. Mehr dazu: Wenn Naturzerstörung zur Bilanzposition wird.

2. August 2026: El Niño lässt Indiens Monsun-Aussaat einbrechen

Die WMO erwartet bis Oktober einen starken El Niño mit Meerestemperaturen mehr als 2,9 Grad über dem Normalwert im Pazifik. Indien bekommt bislang 16 Prozent weniger Monsunregen, die Aussaat brach um 23 Prozent ein. Mehr dazu: El Niño bremst den Monsun: Indiens Aussaat bricht ein.

1. August 2026: Klimamodelle unterschätzen Hitzeschaden an Reis

Eine Studie von Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zeigt: Globale Ertragsmodelle unterschätzen den Hitzeschaden an Reis um etwa den Faktor zwei. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt von der Pflanze. Mehr dazu: Warum Reis das verwundbarste Grundnahrungsmittel der Welt ist.

31. Juli 2026: Deutschlands Hitzewellen 2026 fordern fast 10.000 Tote

Die Hitzewellen dieses Sommers haben in Deutschland nach aktuellem Stand fast 10.000 Menschen das Leben gekostet. Astrophysiker Harald Lesch bricht nach dieser Zahl erstmals öffentlich mit seiner wissenschaftlichen Neutralität und fordert eine klare politische Haltung in der Klimakrise. Mehr dazu: Harald Lesch verlässt die Neutralität.

31. Juli 2026: Spanien erlebt heißesten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn

Nach dem nassesten Januar seit 25 Jahren, mit bis zu 175 Prozent mehr Niederschlag im Gebiet des späteren Ávila-Feuers, erlebte Spanien laut Wetterdienst AEMET den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Dieser „Weather Whiplash" von nass zu trocken trieb das Feuerwetter für die Brände in Frankreich und Spanien an. Mehr dazu: Feuerwetter: Die Zahl hinter Europas Bränden.

Die Zahl der Nachrichten rund um die Klimakrise ist enorm. Der Klima-Ticker hält den Überblick und bündelt die wichtigsten Fakten, Studien und Entwicklungen an einer Stelle. Schauen Sie regelmäßig vorbei und teilen Sie die Seite, wo sie hilft.

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[…] um die Erderwärmung auf der Erde gibt es einen Klima-Ticker bei Cleanthinking, der aktuelle News und Nachrichten zusammenfasst – dabei geht es um globale Auswirkungen, […]

Es wird dabei bleiben: anpassen oder sterben! Das 1,5 Grad Ziel erreichen wir (D) ohnehin nicht, unser Hebel selbst in Europa ist viel zu klein, egal wie viel Industrie abwandert, um woanders um so mehr rauszupusten – zum „Wohle“ der neuen örtlichen Gesellschaft. Wenn nicht global umgehend etwas passiert, werden die „Klima-/Wetterbesonderheiten“ tatsächlich alltäglich. Regionen, die bisher noch glimpflich davon gekommen sind, werden wohl länger durchhalten. Menschen, die sich anpassen können auch. Den Rest regelt die Natur, vor der wir bisher keinen Respekt hatten.

[…] Klima-Ticker: Katastrophale Überschwemmungen | Cleanthinking […]

Danke, auf die Öffenlichen und die Presse kann man nicht zählen.
Die Bevölkerung soll einfach ahnungslos bleiben.

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