Bild von Anja auf PixabayKlimawandel aktuell: Der Klima-Ticker von Cleanthinking
Der Klima-Ticker von Cleanthinking bündelt fortlaufend aktuelle Fakten, Studien und Entwicklungen zur Klimakrise: Ursachen und Folgen der Erderwärmung, Kipppunkte, neue Forschung, Klimaanpassung sowie Politik und Finanzierung. Die neuesten Einträge stehen oben.
Ausführliche Hintergründe zu Ursachen und Folgen liefert unsere Überblicksseite Was ist der Klimawandel?. Der Fokus von Cleanthinking bleibt die Frage, wie saubere Technologien die Klimakrise bekämpfen und welche Fortschritte dabei erreicht werden.
5. Juli 2026: Golfstrom-Kollaps-Risiko bei bis zu 70 Prozent
3. Juli 2026: 13 EU-Staaten wollen Methanverordnung aufschieben
2. Juli 2026: Mehr als 800 Hitzetote in Deutschland
1. Juli 2026: Ozeane erreichen neuen Temperaturrekord
28. Juni 2026: Dröge fordert fünf Milliarden für Abkühlung in Schulen
Deutschland erreichte in der Hitzewelle dieser Woche bis zu 41,5 Grad Celsius. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert fünf Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für ein Abkühl-Sofortprogramm mit Klimageräten und Solaranlagen in Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Mehr dazu: Sofortprogramm für Klimaanlagen und Solar in Schulen und Kitas gefordert.
25. Juni 2026: Climameter belegt vier Grad Klimawandel-Einfluss auf Hitzewelle
Das Forschungsprojekt Climameter belegt, dass der Klimawandel in Teilen Westeuropas bis zu vier Grad Zusatzhitze zur aktuellen Hitzewelle beigesteuert hat. In München sind es 2,3 Grad mehr als unter vergleichbaren Bedingungen vor einigen Jahrzehnten, in Frankfurt 1,7 und in Köln 1,6 Grad. Europa erwärmt sich rund doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Mehr dazu: Hitzestress: Wie gefährdet sind Sie und was können Sie tun?.
23. Juni 2026: Dritte Hitzewelle treibt Europas Stromnetz an Grenzen
Die dritte Hitzewelle des Jahres treibt die Temperaturen im Mittelmeerraum auf bis zu 43 Grad, Frankreich setzt mehr als die Hälfte seiner 96 Départements auf die höchste Warnstufe. Raumkühlung verbrauchte 2022 nach Angaben der Internationalen Energieagentur sieben Prozent des weltweiten Stroms. Im Hitzeereignis 2025 lag Frankreichs Abendspitze rund 25 Prozent über dem saisonalen Mittel. Mehr dazu: Blackout-Gefahr bei Hitzewelle: Was Europas Stromnetz jetzt stabil hält.
22. Juni 2026: 285 Millionen Dollar für Erneuerbare-Lobbys gegen Öllobby
Bloomberg Philanthropies sichert zum Auftakt der London Climate Action Week 285 Millionen Dollar für Verbände der erneuerbaren Energien in Schwellen- und Entwicklungsländern zu. Das Geld ist Teil eines 590-Millionen-Dollar-Umweltpakets und verdoppelt oder verdreifacht die Budgets der Zielorganisationen gegenüber der finanzstarken Öl- und Gasindustrie. Mehr dazu: Bloomberg Philantropies: 285 Millionen Dollar gegen die Öllobby.
22. Juni 2026: Blitzdürren nehmen in drei Vierteln der IPCC-Regionen zu
Eine 2023 in Science veröffentlichte Studie belegt, dass in drei Vierteln aller IPCC-Weltregionen Blitzdürren zunehmen, feuchte Regionen wie Europa sind zwei- bis dreimal stärker betroffen als trockene Gebiete. Blitzdürren entstehen innerhalb von 5 bis 30 Tagen und überfordern klassische Dürre-Warnsysteme. Mehr dazu: Blitzdürre: Was sind Flash Droughts - und wie lassen sie sich lindern.
22. Juni 2026: El Niño treibt Hitzewelle über Europa
Portugal und Spanien melden bis zu 45 Grad, Frankreich hat 58 Départements auf Hitze-Warnstufe Orange gesetzt. Französische Atomkraftwerke müssen ihre Leistung wegen steigender Flusstemperaturen drosseln. Mehr dazu: Hitzewelle in Europa: AKW unter Druck.
17. Juni 2026: Wälder binden weniger CO₂ als gedacht
Rund 36 Prozent der jährlichen Kohlenstoffaufnahme von Eichen erfolgen erst nach dem Ende des Baumwachstums. Fotosynthese und Holzwachstum sind entkoppelt: Wälder speichern weniger CO₂ dauerhaft als Klimamodelle bislang annehmen. Mehr dazu: Wälder als CO₂-Senke: Studie dämpft Erwartungen.
15. Juni 2026: Deutschland verfehlt Klimaziel 2030 knapp
Deutschland reduziert seine Treibhausgasemissionen bis 2030 voraussichtlich um 62,6 Prozent gegenüber 1990, das gesetzliche Ziel von 65 Prozent wird verfehlt. Die Energiewirtschaft übererfüllt ihre Vorgaben, doch Verkehr und Gebäude reißen die Bilanz nach unten. Mehr dazu: Klimaziele: Stromsektor liefert, Verkehr und Gebäude bremsen.
14. Juni 2026: COP31 macht Elektrifizierung zum Klimaziel
Bis 2035 soll Strom 35 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decken, heute sind es 21 Prozent. Die COP31-Präsidentschaft schlug das Ziel in Bonn vor. Mehr dazu: 35 Prozent Strom bis 2035: COP31 setzt auf Elektrifizierung.
13. Juni 2026: Hambacher Forst wird dauerhaft Wildnis
Der Hambacher Forst geht bis spätestens 2035 in öffentliches Eigentum über und wird Wildnisgebiet. Am 9. Juni 2026 einigten sich Land, Kommunen, RWE und Naturschutzverbände. Mehr dazu: Hambacher Forst: Aus dem Protestwald wird Urwald.
12. Juni 2026: El Niño 2026 von JMA bestätigt
Die japanische Wetterbehörde JMA stuft das El-Niño-Ereignis 2026 als gesichert ein. Das Pendel im Pazifik verschiebt Wetter auf der halben Welt. Mehr dazu: El Niño 2026: Was wirklich dahintersteckt.
8. Juni 2026: Dänemark besteuert Methan aus Tierhaltung
Dänemark besteuert ab 2030 als erstes Land der Welt das Methan aus der Tierhaltung. Methan ist über 20 Jahre rund 80-mal so klimawirksam wie CO₂. Mehr dazu: Dänemark besteuert Methan aus Tierhaltung - was Deutschland lernen kann.
6. Juni 2026: Trump und AfD verbreiten falsche IPCC-Behauptungen
Trumps Behauptung, der IPCC habe seine Prognosen als falsch eingeräumt, ist unwahr. Der IPCC stellt keine Prognosen auf und hat nichts widerrufen. Klimawissenschaftler Michael E. Mann beobachtet solche Desinformationskampagnen seit 25 Jahren. Mehr dazu: Klimazweifel auf Bestellung.
5. Juni 2026: Trump pumpt 700 Millionen in Kohle
Per Defense Production Act ordnete Trump 700 Millionen Dollar Steuergeld für die Kohleindustrie an, obwohl Solar und Wind im ersten Amtsjahr 55.800 Megawatt Zubau verzeichneten und Kohle 4.400 Megawatt verlor. Mehr dazu: Trump: Fossiles Zeugverbrennen gegen die erneuerbare Realität.
2. Juni 2026: Super El Niño 2026 kündigt sich an
In 100 bis 250 Metern Tiefe breitet sich eine anomal warme Kelvinwelle über den Pazifik aus. Klimaexperten warnen vor einem Super El Niño 2026, der auf eine Welt trifft, die bereits rund 1,4 Grad wärmer ist als vor der Industrialisierung. Mehr dazu: Super El Niño 2026: Wenn die Natur das fossile Casino sprengt.
1. Juni 2026: Hitzewelle Mai 2026 sprengt statistische Normalverteilung
Die Hitzewelle im Mai 2026 trieb Temperaturen in Frankreich auf 39 Grad und brachte tropische Nächte über 20 Grad. Klimatologen nennen solche Extremereignisse, die selbst aktuelle Klimamodelle nicht mehr erfassen, „Klima-Ufos“. Mehr dazu: Hitze macht Wissenschaftler kreativ: Was ist ein „Klima-Ufo“?.
1. Juni 2026: CBAM kann Wirkung der EU-Klimapolitik verdoppeln
Der EU-Klimazoll CBAM könnte eine globale CO₂-Preis-Kettenreaktion auslösen: Wenn Handelspartner mit eigenen CO₂-Preisen reagieren, verdoppelt sich laut einer neuen PIK-Studie die Wirkung der EU-Klimapolitik nahezu. Mehr dazu: EU-Klimazoll CBAM: Globale Kettenreaktion bei CO₂-Bepreisung.
29. Mai 2026: Mehr als 80 Länder wollen Fossil-Fuel-Treaty
Mehr als 80 Länder wollen im Santa Marta Process einen verbindlichen Vertrag zum koordinierten Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle verankern, nachdem Saudi-Arabien das Vorhaben bei der COP31 in Belém per Konsensprinzip blockiert hatte. Mehr dazu: Diese Länder planen das Ende der fossilen Ära.
27. Mai 2026: Gefälschte Klimazertifikate erfüllten EU-Ziele auf dem Papier
Gefälschte chinesische Klimazertifikate halfen mindestens neun EU-Ländern, Klimaziele auf dem Papier zu erfüllen: Allein ein Projekt im Changqing-Ölfeld verbuchte 120.000 Tonnen CO₂-Äquivalent, die nie eingespart wurden. Mehr dazu: Klimazertifikate aus China: Betrug im System.
4. Juni 2026: Großbritannien verankert 87 Prozent weniger Emissionen bis 2040
Großbritannien macht sein Klimaziel rechtsverbindlich: Mit dem Seventh Carbon Budget sollen die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 87 Prozent gegenüber 1990 sinken. Der unabhängige Klimabeirat CCC beziffert die gesamte Energiewende bis 2050 auf rund vier Milliarden Pfund pro Jahr, etwa 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit billiger als ein einziger fossiler Preisschock. Mehr dazu: Net Zero billiger als die nächste Ölkrise.
29. Mai 2026: WMO erwartet Hitzerekord bis 2030
Ein neuer globaler Hitzerekord bis 2030 ist nahezu sicher. Die Weltorganisation für Meteorologie hält es für hochwahrscheinlich, dass die globale Durchschnittstemperatur in den kommenden fünf Jahren auf oder nahe Rekordniveau bleibt, während ein Heat Dome die Mai-Temperaturen in Teilen Europas um mehr als zehn Grad über den Normalwert trieb. Mehr dazu: Heat Dome und WMO-Warnung: Rekordhitze bis 2030 fast sicher.
24. Mai 2026: Thwaites-Schelfeis zerbricht
Das Schelfeis, das den antarktischen Thwaites-Gletscher stabilisiert, zerbricht: Satelliten- und GPS-Daten aus 20 Jahren zeigen Risse, die sich ausbreiten wie in einer splitternden Windschutzscheibe. Der „Weltuntergangsgletscher“ verliert bereits jährlich rund 50 Milliarden Tonnen Eis und trägt damit etwa vier Prozent zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Mehr dazu: Thwaites-Schelfeis zerbricht: Forscher entdecken Risse wie in einer Windschutzscheibe.
21. April 2026: Erneuerbare überholen Kohle
Erstmals seit rund 100 Jahren haben erneuerbare Energien die Kohle im globalen Strommix überholt: Sie lieferten 2025 weltweit 33,8 Prozent des Stroms, Kohle 33,0 Prozent. Allein die Solarenergie legte um 30 Prozent zu und hat sich seit 2015 mehr als verzehnfacht. Mehr dazu: Global Electricity Review 2026: Erneuerbare überholen Kohle erstmals seit 100 Jahren.
23. März 2026: Jeder Klimaindikator blinkt rot
Die Jahre 2015 bis 2025 waren die elf heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen vor 176 Jahren. Die globale Durchschnittstemperatur lag 2025 bei rund 1,43 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau, und trotz kühlender La-Niña-Bedingungen war es das wärmste je gemessene Jahr ohne El-Niño-Einfluss. Mehr dazu: WMO Klimabericht 2025: „Jeder wichtige Klimaindikator blinkt rot“.
6. März 2026: Erwärmungstempo hat sich verdoppelt
Das Tempo der globalen Erwärmung hat sich seit 2015 nahezu verdoppelt. Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung weist eine Erwärmungsrate von rund 0,4 Grad Celsius pro Jahrzehnt nach, gegenüber etwa 0,2 Grad zwischen 1970 und 2015, mit einer statistischen Sicherheit von über 98 Prozent. Mehr dazu: Signifikante Beschleunigung der globalen Erwärmung seit 2015.
13. Oktober 2025: Erster Klimakipppunkt überschritten
Die Erde hat ihren ersten Klimakipppunkt überschritten. Laut dem Global Tipping Points Report 2025 sind die Warmwasser-Korallenriffe mit über 99 Prozent Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu retten; die kritische Schwelle von 1,2 Grad Erwärmung ist mit aktuell rund 1,4 Grad bereits überschritten. Mehr dazu: Erster Kipppunkt überschritten: Korallenriffe verloren, globale Kaskaden drohen.
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Es wird dabei bleiben: anpassen oder sterben! Das 1,5 Grad Ziel erreichen wir (D) ohnehin nicht, unser Hebel selbst in Europa ist viel zu klein, egal wie viel Industrie abwandert, um woanders um so mehr rauszupusten – zum „Wohle“ der neuen örtlichen Gesellschaft. Wenn nicht global umgehend etwas passiert, werden die „Klima-/Wetterbesonderheiten“ tatsächlich alltäglich. Regionen, die bisher noch glimpflich davon gekommen sind, werden wohl länger durchhalten. Menschen, die sich anpassen können auch. Den Rest regelt die Natur, vor der wir bisher keinen Respekt hatten.
[…] Klima-Ticker: Katastrophale Überschwemmungen | Cleanthinking […]
Danke, auf die Öffenlichen und die Presse kann man nicht zählen.
Die Bevölkerung soll einfach ahnungslos bleiben.