Bild von Anja auf Pixabay27. Oktober 2026: CO₂-Konzentration steigt 2025 auf 426,8 ppm
Die globale CO₂-Konzentration erreichte 2025 im Mittel 426,8 ppm, 153 Prozent des vorindustriellen Werts. Der Zuwachs von 2,8 ppm liegt über dem Schnitt der zehn Vorjahre, Methan und Lachgas erreichten ebenfalls Höchstwerte. Mehr dazu: Die Luft enthält so viel CO2 wie nie zuvor.
25. Oktober 2026: 1,5-Grad-Marke wird um 2030 erreicht
Im Schnitt der Jahre 2016 bis 2025 lag die Erde 1,26 Grad über vorindustriellem Niveau. Ein Team um Piers Forster erwartet, dass die menschengemachte Erwärmung die 1,5-Grad-Marke um 2030 erreicht. Mehr dazu: Klimaforscher sehen die menschengemachte Erwärmung um 2030 bei 1,5 Grad.
21. Oktober 2026: PIK: Die meisten Staaten gewinnen durch Klimaschutz
Das Potsdam-Institut hat für 169 Staaten berechnet, wie ehrgeiziger Klimaschutz ihre Vermögen verändert: 81 Länder profitieren besonders stark, 69 moderat, darunter USA, China und die EU. Große Verluste drohen nur 19 Staaten, deren Wirtschaft an Öl, Gas und Kohle hängt. Mehr dazu: Die meisten Länder profitieren vom Klimaschutz.
21. Oktober 2026: UNEP sieht Kurs auf 2,8 Grad
Die Welt steuert laut Emissions Gap Report 2026 bis 2100 auf 2,8 Grad Erderhitzung zu, mit 66 Prozent Wahrscheinlichkeit bleibt es darunter. Das 1,5-Grad-Ziel ohne oder mit minimaler Überschreitung ist nicht mehr erreichbar, 2025 stieß die Welt 58,4 Gigatonnen Treibhausgase aus. Mehr dazu: Ein Grad trennt die Welt vom besten Klimapfad.
18. Oktober 2026: Vier Kipppunkte liegen bei rund 1,5 Grad
Grönland, Westantarktis, Korallenriffe und abruptes Tauen des Permafrosts haben ihre zentrale Kipp-Schwelle bei rund 1,5 Grad. Die Erde hat sich nach dem Global Tipping Points Report 2025 bereits um 1,35 bis 1,4 Grad erwärmt, die Korallenriffe liegen schon darüber. Mehr dazu: Bei welcher Erwärmung Eis, Ozean und Regenwald kippen.
18. Oktober 2026: Gebäude verursachen bis 40 Prozent der Emissionen
Laut Umweltbundesamt verursacht der Gebäudebetrieb in Deutschland rund 15 Prozent der Treibhausgase, mit Errichtung und Erhalt sind es je nach Bilanzgrenze 30 bis 40 Prozent. Ab 2028 müssen Bauherren großer Neubauten die graue Energie erstmals ausweisen. Mehr dazu: Bei effizienten Neubauten verursachen Baustoffe mehr Emissionen als der Betrieb.
16. Oktober 2026: Fossile Subventionen erreichen 916 Milliarden Dollar
OECD und IEA beziffern die staatliche Unterstützung für Öl, Gas und Kohle 2024 auf 916 Milliarden Dollar. Der IWF kommt mit Klima- und Gesundheitsschäden auf weitere 6,7 Billionen. Mehr dazu: Wie Staaten Öl, Gas und Kohle mit Steuergeld verbilligen.
13. Oktober 2026: Regierungen planen doppelt so viel CO₂ wie erlaubt
Die geltenden Pläne der Regierungen führen bis 2050 zu rund 840 Gigatonnen CO₂ aus Energie, der 1,5-Grad-Pfad lässt 400 zu. Bis 2035 sinkt der fossile Verbrauch nach Plan um vier Prozent, nötig wären 40. Mehr dazu: Regierungen planen doppelt so viel CO₂ wie erlaubt.
13. Oktober 2026: Klimaneutralität kostet 65 Milliarden Euro im Jahr extra
Deutschland muss bis 2045 rund sechs Billionen Euro investieren, um klimaneutral zu werden. Zu Ende gerechnet müssen davon nur 65 Milliarden Euro im Jahr wirklich zusätzlich fließen. Mehr dazu: Sechs Billionen Euro fürs Klima? Die echte Rechnung ist kleiner als die Ölrechnung.
13. Oktober 2026: Methan wärmt 80-mal stärker als CO₂
Über 20 Jahre betrachtet erwärmt eine Tonne Methan das Klima rund 80-mal so stark wie eine Tonne CO₂, über 100 Jahre knapp 30-mal. Der Weltklimarat rechnet dem Gas rund ein halbes Grad der bisherigen Erwärmung zu. Mehr dazu: Methan hält pro Molekül gut 40-mal mehr Wärme zurück als CO₂.
11. Oktober 2026: Klimasensitivität liegt bei rund drei Grad
Bei einer Verdopplung des CO₂-Gehalts erwärmt sich die Erde langfristig um rund drei Grad. Mit 427 ppm im Jahr 2025 liegt die Luft bereits mehr als auf halbem Weg zu den rund 556 ppm. Mehr dazu: Die Erde erwärmt sich bei doppeltem CO₂ um rund drei Grad.
8. Oktober 2026: Rund 30 Staaten fordern vor COP31 Abkehr von Fossilen
Rund 30 Staaten, darunter Frankreich, Indien und die Emirate, haben auf Fidschi die Taku-Pakasoa-Erklärung angenommen. Sie bekräftigen den Dubai-Beschluss, die Kapazität erneuerbarer Energien bis 2030 zu verdreifachen. Mehr dazu: Frankreich, Indien und die Emirate stellen sich hinter Tuvalus Klimaerklärung.
6. Oktober 2026: Meeresspiegel steigt so schnell wie seit 3.000 Jahren nicht
Der globale Meeresspiegel lag 2018 rund 20 Zentimeter höher als 1901. Der jährliche Anstieg wuchs laut IPCC von 1,3 Millimeter (1901 bis 1971) auf 3,7 Millimeter (2006 bis 2018). Mehr dazu: Die Ozeane steigen so schnell wie in keinem Jahrhundert der letzten 3.000 Jahre.
4. Oktober 2026: Klimapläne führen noch zu 2,3 bis 2,5 Grad
Mit den Klimaplänen, die bis Herbst 2025 eingereicht waren, steuert die Welt auf 2,3 bis 2,5 Grad Erwärmung bis 2100 zu. 2015 waren es laut UN-Umweltprogramm noch rund 3,4 Grad, für 1,5 Grad reicht es weiterhin nicht. Mehr dazu: Warum im Pariser Klimaabkommen jedes Zehntelgrad zählt.
1. Oktober 2026: Rekordregen in Südfrankreich über rekordwarmem Mittelmeer
Im Süden Frankreichs fielen örtlich bis zu 387 Liter Regen pro Quadratmeter über einem rekordwarmen Mittelmeer. Intensive Regenepisoden wurden dort zwischen 1961 und 2025 um 50 Prozent häufiger, der Copernicus-Meeresdienst meldete zugleich einen Wärmerekord in den Ozeanen. Mehr dazu: Montpellier steht nach Rekordregen unter Wasser.
1. Oktober 2026: Wälder und Böden puffern CO₂ weniger verlässlich
Die CO₂-Aufnahme von Wäldern und Böden stagniert seit der Jahrtausendwende, sieben von neun planetaren Grenzen sind laut Planetary Health Check 2026 überschritten. Die PIK-Forscher Sakschewski und Donges halten die Erdsystemmodelle für zu optimistisch, das CO₂-Restbudget wäre dann kleiner als angenommen. Mehr dazu: Wälder und Böden puffern den Klimawandel weniger verlässlich als bisher.
29. September 2026: Verfassungsbeschwerde gegen Heizungsgesetz wegen CO₂-Restbudget
Das Gebäudemodernisierungsgesetz streicht das Betriebsverbot für fossile Heizkessel ab 2045 und erlaubt dauerhaft bis zu 40 Prozent fossilen Brennstoff, die Deutsche Umwelthilfe klagt deshalb mit vier Mieter*innen in einer 139-seitigen Verfassungsbeschwerde. Die Mehremissionen des Gesetzes verbrauchen nach ihrer Rechnung rund zehn Prozent des verbleibenden CO₂-Restbudgets. Mehr dazu: Vier Mieter ziehen gegen Reiches Heizungsgesetz (GModG) nach Karlsruhe.
27. September 2026: Reichstes Prozent verursacht ein Fünftel der Erwärmung
Das reichste Prozent der Welt hat laut einer Studie in Nature Climate Change 20 Prozent der Erderwärmung seit 1990 verursacht, Greenpeace fordert deshalb eine ökologische Vermögensteuer von zwei Prozent ab 100 Millionen Euro. Mehr dazu: Superreiche mit fossilen Beteiligungen sollen einen Klima-Malus tragen.
26. September 2026: Rekord-Tagestemperaturen an über 30 Tagen in Folge
An mehr als 30 Tagen in Folge lag die globale Tagesmitteltemperatur über allen bisherigen Höchstwerten, in Deutschland starben laut RKI-Schätzung mehr als 16.000 Menschen an den Hitzefolgen des Sommers. Mehr dazu: Extremwetterkongress: Fachleute ringen um Gehör.
26. September 2026: Welt verbrennt Rekordmenge Kohle trotz sinkendem CO₂
Die weltweite Kohlenachfrage steigt 2026 auf ein Rekordhoch von 8,94 Milliarden Tonnen, dennoch sinken die globalen CO₂-Emissionen aus fossilen Energien laut Carbon Brief um rund 0,5 Prozent. Mehr dazu: Die Welt verbrennt mehr Kohle und stößt trotzdem weniger CO2 aus.
26. September 2026: EEG-Novelle gefährdet Deutschlands 80-Prozent-Ziel 2030
Von 55 auf 80 Prozent Ökostromanteil bis 2030 verlangt eine Verdopplung des bisherigen Ausbautempos, doch Wirtschaftsministerin Reiches EEG-Novelle verteuert genau diesen Ausbau. Mehr dazu: Reiche sabotiert, was Schneider der UN verspricht.
25. September 2026: Wenige Flüge heizen mit Kondensstreifen die Erde auf
Zwei bis drei Prozent aller Flüge verursachen 80 Prozent der Erwärmung durch Kondensstreifen, ihre Vermeidung könnte die Luftfahrt-Erwärmung um zehn Jahre verschieben. Mehr dazu: Wenige Flüge verursachen 80 Prozent der Kondensstreifen-Wärme.
24. September 2026: El Niño könnte 451 Milliarden Dollar kosten
Allianz Research beziffert die weltweiten Kosten eines sehr starken El Niño 2027 auf 451 Milliarden Dollar Wirtschaftsleistung, für Deutschland auf rund 5,5 Milliarden Euro. Mehr dazu: 451 Milliarden Dollar: Klimaökonomen setzen gegen El Niño auf Vorsorge.
24. September 2026: Zehn Länder tragen die größte Sturmgefahr
Der Meeresspiegel an Nord- und Ostsee liegt bereits mehr als 20 Zentimeter höher als 1900, zeigt der Weltrisikobericht 2026 zum Sturmrisiko. Mehr dazu: Zehn Länder tragen den Großteil der weltweiten Sturmgefahr.
23. September 2026: Deutschland legt Fahrplan für fossilen Ausstieg vor
Fast 65 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs stammten 2024 aus fossilen Energieträgern, das Kabinett will bis 2045 komplett aussteigen. Mehr dazu: Deutschland legt Fahrplan für den Abschied von Kohle, Öl und Gas vor.
23. September 2026: Deutschland fehlt im Sommer das Wasser
Deutschland stehen im Mittel der vergangenen 30 Jahre rund 17 Milliarden Kubikmeter weniger Wasser zur Verfügung als 1961 bis 1990, zeigt ein Faktenpapier des Deutschen Wetterdienstes zum Extremwetterkongress. Mehr dazu: Extremwetterkongress: Deutschland fehlt im Sommer das Wasser.
22. September 2026: Kalifornien ruft wegen El Niño den Notstand aus
Gouverneur Newsom rief den Notstand aus, nachdem die NOAA die Wahrscheinlichkeit für ein sehr starkes El Niño auf über 90 Prozent beziffert hat. Mehr dazu: Kalifornien wappnet sich gegen einen sehr starken El Niño.
18. September 2026: 13 von 14 Modellen sehen Rekord-El-Niño
Die September-Modellläufe sehen den El Niño bei rund 4,1 Grad Abweichung in der Niño-3.4-Region gipfeln, 1,3 Grad über dem Rekord von 2015/16. 13 von 14 Modellen liegen damit über jedem je gemessenen Ereignis. Mehr dazu: 13 von 14 Klimamodellen sehen El Niño auf Rekordkurs.
17. September 2026: Klimawandel schwächte den Hang am Langtang Lirung
Am 26. August 2026 stürzten am Langtang Lirung in Nepal rund 110 Millionen Kubikmeter Fels und Eis über 1.400 Höhenmeter ab, mehr als 1.300 Menschen starben. Eine Studie ordnet ein, welchen Anteil der Klimawandel an der Destabilisierung der Felswand hatte. Mehr dazu: Klimawandel im Himalaya: Was die Studie zur Katastrophe in Nepal zeigt.
16. September 2026: Grönland und Antarktis verlieren 11 Billionen Tonnen
Grönland und die Antarktis haben in fünf Jahrzehnten 11 Billionen Tonnen Eis verloren, das hebt den Meeresspiegel um drei Zentimeter. 84 Prozent des Verlusts gehen nicht auf Schmelze zurück, sondern auf Gletscher, die immer schneller ins Meer fließen. Mehr dazu: Eisverlust lässt den Meeresspiegel um drei Zentimeter steigen.
Die Zahl der Nachrichten rund um die Klimakrise ist enorm. Der Klima-Ticker hält den Überblick und bündelt die wichtigsten Fakten, Studien und Entwicklungen an einer Stelle. Schauen Sie regelmäßig vorbei und teilen Sie die Seite, wo sie hilft.
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[…] um die Erderwärmung auf der Erde gibt es einen Klima-Ticker bei Cleanthinking, der aktuelle News und Nachrichten zusammenfasst – dabei geht es um globale Auswirkungen, […]
Es wird dabei bleiben: anpassen oder sterben! Das 1,5 Grad Ziel erreichen wir (D) ohnehin nicht, unser Hebel selbst in Europa ist viel zu klein, egal wie viel Industrie abwandert, um woanders um so mehr rauszupusten – zum „Wohle“ der neuen örtlichen Gesellschaft. Wenn nicht global umgehend etwas passiert, werden die „Klima-/Wetterbesonderheiten“ tatsächlich alltäglich. Regionen, die bisher noch glimpflich davon gekommen sind, werden wohl länger durchhalten. Menschen, die sich anpassen können auch. Den Rest regelt die Natur, vor der wir bisher keinen Respekt hatten.
[…] Klima-Ticker: Katastrophale Überschwemmungen | Cleanthinking […]
Danke, auf die Öffenlichen und die Presse kann man nicht zählen.
Die Bevölkerung soll einfach ahnungslos bleiben.