Klimawandel aktuell: Der Klima-Ticker von Cleanthinking

Klimawandel aktuell: Der Klima-Ticker von Cleanthinking

Der Klima-Ticker von Cleanthinking bündelt fortlaufend aktuelle Fakten, Studien und Entwicklungen zur Klimakrise: Ursachen und Folgen der Erderwärmung, Kipppunkte, neue Forschung, Klimaanpassung sowie Politik und Finanzierung. Die neuesten Einträge stehen oben.

Ausführliche Hintergründe zu Ursachen und Folgen liefert unsere Überblicksseite Was ist der Klimawandel?. Der Fokus von Cleanthinking bleibt die Frage, wie saubere Technologien die Klimakrise bekämpfen und welche Fortschritte dabei erreicht werden.

25. Juli 2026: Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft 6,3 Milliarden Euro

Die Hitzewelle Ende Juni 2026 kostete die deutsche Wirtschaft nach Berechnungen von Prognos 6,3 Milliarden Euro, vor allem durch sinkende Produktivität. Bis 2050 veranschlagt das DIW die volkswirtschaftlichen Klimaschäden in Deutschland auf 280 bis 900 Milliarden Euro. Mehr dazu: 260 Millionen gegen das Wetter: Firmen rüsten sich.


25. Juli 2026: Klimawandel kostet 16 Prozent der Ackerflächen Ertrag

16 Prozent der weltweiten Ackerflächen haben zwischen den Perioden 1981 bis 2000 und 2001 bis 2020 mehr als zehn Prozent ihrer Produktivität verloren. Der CADI-Index des spanischen Forschungsrats CSIC rechnet diesen Verlust in Menschen um, die eine Fläche pro Jahr ernähren könnte. Mehr dazu: Wie viele Menschen ernährt dieser Acker noch?.

25. Juli 2026: EU-Staaten streiten über den CO₂-Kürzungspfad

Die EU-Kommission will das jährliche Kürzungstempo im Emissionshandel ab 2031 von 4,3 auf 3,7 Prozent und ab 2036 auf 1,7 Prozent drosseln. Das Ziel von 90 Prozent weniger Emissionen bis 2040 bleibt formal bestehen, beim Treffen in Dublin blockieren sich Nord und Süd gegenseitig. Mehr dazu: ETS-Reform: Nord und Süd blockieren sich beim CO2-Preis.

25. Juli 2026: Grönland und Westantarktis haben Kipptemperatur überschritten

Der grönländische Eisschild und die Westantarktis haben ihre kritische Kipp-Temperatur nach Einschätzung von Anders Levermann bereits überschritten, arktisches Meereis folgt in wenigen Jahren. Rund zwei Milliarden Menschen sind von möglichen Kipppunkten in Monsun-Systemen betroffen. Mehr dazu: Klima im freien Fall: Das Risiko, das niemand einpreist.

24. Juli 2026: China plant 3.500 Gigawatt Erneuerbare bis 2030

Chinas 15. Fünfjahresplan hebt die installierte Erneuerbaren-Leistung bis 2030 auf 3.500 Gigawatt mit rund 6 Billionen Kilowattstunden Jahreserzeugung. Der Verbrauch erneuerbarer Energie steigt dabei um 53 Prozent auf 1,8 Milliarden Tonnen Kohleäquivalent. Mehr dazu: Fünfjahresplan Erneuerbare: China will Verbrauch bis 2030 um 53 Prozent steigern.

22. Juli 2026: Waldbrandrauch fordert künftig zehntausende Tote jährlich

Forschende rechnen in den USA mit 71.420 zusätzlichen Toten pro Jahr durch Waldbrandrauch. Im Juli 2026 lag Rauch über 16 US-Bundesstaaten, in Spanien brannten rund 12.800 Hektar und mehr als 55.000 Menschen mussten fliehen. Mehr dazu: Rauchwelt 2040: Diese Zukunft läuft schon an.

21. Juli 2026: Emissionshandel öffnet sich für CO₂-Entnahme ohne Pflanzenkohle

Die EU öffnet den Emissionshandel ab 2031 für dauerhafte CO₂-Entnahme per BECCS und DACCS. Pflanzenkohle bleibt ausgeschlossen, obwohl sie rund 80 Prozent aller bislang gelieferten CO₂-Entnahme-Tonnen stellt. Mehr dazu: Zu billig für Brüssel: EU sortiert Pflanzenkohle aus.

20. Juli 2026: Klimafonds kürzt E-Bus-Förderung um 68 Prozent

Der Klima- und Transformationsfonds kürzt die E-Bus-Förderung 2027 von 403 auf 130 Millionen Euro, ein Minus von 68 Prozent. Zugleich fließen 2,7 Milliarden Euro aus dem Emissionshandel in den Bundeshaushalt. Mehr dazu: KTF-Kürzungen: Berlin spart ausgerechnet am Arbeitspferd der Verkehrswende.

20. Juli 2026: Freizertifikate im Emissionshandel nur noch gegen Klimaschutz

Die EU-Kommission richtet den Emissionshandel der Jahre 2031 bis 2040 auf 90 Prozent weniger Netto-Treibhausgase gegenüber 1990 aus. Kostenlose CO₂-Zertifikate erhält die Industrie künftig nur noch gegen nachgewiesene Dekarbonisierung. Mehr dazu: ETS-Reform: Freizertifikate gibt es nur noch für Klimaschutz.

16. Juli 2026: Abwarten bei Klimazielen kostet 38 Milliarden Euro

Bundeskanzler Friedrich Merz lässt offen, ob Deutschland die Klimaziele 2030 verschiebt. Das Handelsblatt Research Institute beziffert die Kosten des Abwartens auf bis zu 38 Milliarden Euro. Mehr dazu: Merz und die Klimakrise: Beobachten ist kein Plan.

16. Juli 2026: CO₂-Preis eingefroren, Klimafonds verliert vier Milliarden

Die Bundesregierung friert den nationalen CO₂-Preis für 2027 im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne ein, statt ihn auf Industrieniveau anzuheben. Dem Klima- und Transformationsfonds entgehen dadurch über vier Milliarden Euro. Mehr dazu: CO2-Preis: Bund lässt Klimafonds vier Milliarden entgehen.

5. Juli 2026: Golfstrom-Kollaps-Risiko bei bis zu 70 Prozent

3. Juli 2026: 13 EU-Staaten wollen Methanverordnung aufschieben

2. Juli 2026: Mehr als 800 Hitzetote in Deutschland

1. Juli 2026: Ozeane erreichen neuen Temperaturrekord

28. Juni 2026: Dröge fordert fünf Milliarden für Abkühlung in Schulen

Deutschland erreichte in der Hitzewelle dieser Woche bis zu 41,5 Grad Celsius. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert fünf Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für ein Abkühl-Sofortprogramm mit Klimageräten und Solaranlagen in Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Mehr dazu: Sofortprogramm für Klimaanlagen und Solar in Schulen und Kitas gefordert.

25. Juni 2026: Climameter belegt vier Grad Klimawandel-Einfluss auf Hitzewelle

Das Forschungsprojekt Climameter belegt, dass der Klimawandel in Teilen Westeuropas bis zu vier Grad Zusatzhitze zur aktuellen Hitzewelle beigesteuert hat. In München sind es 2,3 Grad mehr als unter vergleichbaren Bedingungen vor einigen Jahrzehnten, in Frankfurt 1,7 und in Köln 1,6 Grad. Europa erwärmt sich rund doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Mehr dazu: Hitzestress: Wie gefährdet sind Sie und was können Sie tun?.

23. Juni 2026: Dritte Hitzewelle treibt Europas Stromnetz an Grenzen

Die dritte Hitzewelle des Jahres treibt die Temperaturen im Mittelmeerraum auf bis zu 43 Grad, Frankreich setzt mehr als die Hälfte seiner 96 Départements auf die höchste Warnstufe. Raumkühlung verbrauchte 2022 nach Angaben der Internationalen Energieagentur sieben Prozent des weltweiten Stroms. Im Hitzeereignis 2025 lag Frankreichs Abendspitze rund 25 Prozent über dem saisonalen Mittel. Mehr dazu: Blackout-Gefahr bei Hitzewelle: Was Europas Stromnetz jetzt stabil hält.

22. Juni 2026: 285 Millionen Dollar für Erneuerbare-Lobbys gegen Öllobby

Bloomberg Philanthropies sichert zum Auftakt der London Climate Action Week 285 Millionen Dollar für Verbände der erneuerbaren Energien in Schwellen- und Entwicklungsländern zu. Das Geld ist Teil eines 590-Millionen-Dollar-Umweltpakets und verdoppelt oder verdreifacht die Budgets der Zielorganisationen gegenüber der finanzstarken Öl- und Gasindustrie. Mehr dazu: Bloomberg Philantropies: 285 Millionen Dollar gegen die Öllobby.

22. Juni 2026: Blitzdürren nehmen in drei Vierteln der IPCC-Regionen zu

Eine 2023 in Science veröffentlichte Studie belegt, dass in drei Vierteln aller IPCC-Weltregionen Blitzdürren zunehmen, feuchte Regionen wie Europa sind zwei- bis dreimal stärker betroffen als trockene Gebiete. Blitzdürren entstehen innerhalb von 5 bis 30 Tagen und überfordern klassische Dürre-Warnsysteme. Mehr dazu: Blitzdürre: Was sind Flash Droughts - und wie lassen sie sich lindern.

22. Juni 2026: El Niño treibt Hitzewelle über Europa

Portugal und Spanien melden bis zu 45 Grad, Frankreich hat 58 Départements auf Hitze-Warnstufe Orange gesetzt. Französische Atomkraftwerke müssen ihre Leistung wegen steigender Flusstemperaturen drosseln. Mehr dazu: Hitzewelle in Europa: AKW unter Druck.

17. Juni 2026: Wälder binden weniger CO₂ als gedacht

Rund 36 Prozent der jährlichen Kohlenstoffaufnahme von Eichen erfolgen erst nach dem Ende des Baumwachstums. Fotosynthese und Holzwachstum sind entkoppelt: Wälder speichern weniger CO₂ dauerhaft als Klimamodelle bislang annehmen. Mehr dazu: Wälder als CO₂-Senke: Studie dämpft Erwartungen.

15. Juni 2026: Deutschland verfehlt Klimaziel 2030 knapp

Deutschland reduziert seine Treibhausgasemissionen bis 2030 voraussichtlich um 62,6 Prozent gegenüber 1990, das gesetzliche Ziel von 65 Prozent wird verfehlt. Die Energiewirtschaft übererfüllt ihre Vorgaben, doch Verkehr und Gebäude reißen die Bilanz nach unten. Mehr dazu: Klimaziele: Stromsektor liefert, Verkehr und Gebäude bremsen.

14. Juni 2026: COP31 macht Elektrifizierung zum Klimaziel

Bis 2035 soll Strom 35 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decken, heute sind es 21 Prozent. Die COP31-Präsidentschaft schlug das Ziel in Bonn vor. Mehr dazu: 35 Prozent Strom bis 2035: COP31 setzt auf Elektrifizierung.

13. Juni 2026: Hambacher Forst wird dauerhaft Wildnis

Der Hambacher Forst geht bis spätestens 2035 in öffentliches Eigentum über und wird Wildnisgebiet. Am 9. Juni 2026 einigten sich Land, Kommunen, RWE und Naturschutzverbände. Mehr dazu: Hambacher Forst: Aus dem Protestwald wird Urwald.

12. Juni 2026: El Niño 2026 von JMA bestätigt

Die japanische Wetterbehörde JMA stuft das El-Niño-Ereignis 2026 als gesichert ein. Das Pendel im Pazifik verschiebt Wetter auf der halben Welt. Mehr dazu: El Niño 2026: Was wirklich dahintersteckt.

8. Juni 2026: Dänemark besteuert Methan aus Tierhaltung

Dänemark besteuert ab 2030 als erstes Land der Welt das Methan aus der Tierhaltung. Methan ist über 20 Jahre rund 80-mal so klimawirksam wie CO₂. Mehr dazu: Dänemark besteuert Methan aus Tierhaltung - was Deutschland lernen kann.

6. Juni 2026: Trump und AfD verbreiten falsche IPCC-Behauptungen

Trumps Behauptung, der IPCC habe seine Prognosen als falsch eingeräumt, ist unwahr. Der IPCC stellt keine Prognosen auf und hat nichts widerrufen. Klimawissenschaftler Michael E. Mann beobachtet solche Desinformationskampagnen seit 25 Jahren. Mehr dazu: Klimazweifel auf Bestellung.

5. Juni 2026: Trump pumpt 700 Millionen in Kohle

Per Defense Production Act ordnete Trump 700 Millionen Dollar Steuergeld für die Kohleindustrie an, obwohl Solar und Wind im ersten Amtsjahr 55.800 Megawatt Zubau verzeichneten und Kohle 4.400 Megawatt verlor. Mehr dazu: Trump: Fossiles Zeugverbrennen gegen die erneuerbare Realität.

2. Juni 2026: Super El Niño 2026 kündigt sich an

In 100 bis 250 Metern Tiefe breitet sich eine anomal warme Kelvinwelle über den Pazifik aus. Klimaexperten warnen vor einem Super El Niño 2026, der auf eine Welt trifft, die bereits rund 1,4 Grad wärmer ist als vor der Industrialisierung. Mehr dazu: Super El Niño 2026: Wenn die Natur das fossile Casino sprengt.

Die Zahl der Nachrichten rund um die Klimakrise ist enorm. Der Klima-Ticker hält den Überblick und bündelt die wichtigsten Fakten, Studien und Entwicklungen an einer Stelle. Schauen Sie regelmäßig vorbei und teilen Sie die Seite, wo sie hilft.

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[…] um die Erderwärmung auf der Erde gibt es einen Klima-Ticker bei Cleanthinking, der aktuelle News und Nachrichten zusammenfasst – dabei geht es um globale Auswirkungen, […]

Es wird dabei bleiben: anpassen oder sterben! Das 1,5 Grad Ziel erreichen wir (D) ohnehin nicht, unser Hebel selbst in Europa ist viel zu klein, egal wie viel Industrie abwandert, um woanders um so mehr rauszupusten – zum „Wohle“ der neuen örtlichen Gesellschaft. Wenn nicht global umgehend etwas passiert, werden die „Klima-/Wetterbesonderheiten“ tatsächlich alltäglich. Regionen, die bisher noch glimpflich davon gekommen sind, werden wohl länger durchhalten. Menschen, die sich anpassen können auch. Den Rest regelt die Natur, vor der wir bisher keinen Respekt hatten.

[…] Klima-Ticker: Katastrophale Überschwemmungen | Cleanthinking […]

Danke, auf die Öffenlichen und die Presse kann man nicht zählen.
Die Bevölkerung soll einfach ahnungslos bleiben.

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