Klimawandel aktuell: Der Klima-Ticker von Cleanthinking

Der Klima-Ticker von Cleanthinking bündelt fortlaufend aktuelle Fakten, Studien und Entwicklungen zur Klimakrise: Ursachen und Folgen der Erderwärmung, Kipppunkte, neue Forschung, Klimaanpassung sowie Politik und Finanzierung. Die neuesten Einträge stehen oben.

Ausführliche Hintergründe zu Ursachen und Folgen liefert unsere Überblicksseite Was ist der Klimawandel?. Der Fokus von Cleanthinking bleibt die Frage, wie saubere Technologien die Klimakrise bekämpfen und welche Fortschritte dabei erreicht werden.

6. Juni 2026: Trump und AfD verbreiten falsche IPCC-Behauptungen

Trumps Behauptung, der IPCC habe seine Prognosen als falsch eingeräumt, ist unwahr. Der IPCC stellt keine Prognosen auf und hat nichts widerrufen. Klimawissenschaftler Michael E. Mann beobachtet solche Desinformationskampagnen seit 25 Jahren. Mehr dazu: Klimazweifel auf Bestellung.


5. Juni 2026: Trump pumpt 700 Millionen in Kohle

Per Defense Production Act ordnete Trump 700 Millionen Dollar Steuergeld für die Kohleindustrie an, obwohl Solar und Wind im ersten Amtsjahr 55.800 Megawatt Zubau verzeichneten und Kohle 4.400 Megawatt verlor. Mehr dazu: Trump: Fossiles Zeugverbrennen gegen die erneuerbare Realität.

2. Juni 2026: Super El Niño 2026 kündigt sich an

In 100 bis 250 Metern Tiefe breitet sich eine anomal warme Kelvinwelle über den Pazifik aus. Klimaexperten warnen vor einem Super El Niño 2026, der auf eine Welt trifft, die bereits rund 1,4 Grad wärmer ist als vor der Industrialisierung. Mehr dazu: Super El Niño 2026: Wenn die Natur das fossile Casino sprengt.

1. Juni 2026: Hitzewelle Mai 2026 sprengt statistische Normalverteilung

Die Hitzewelle im Mai 2026 trieb Temperaturen in Frankreich auf 39 Grad und brachte tropische Nächte über 20 Grad. Klimatologen nennen solche Extremereignisse, die selbst aktuelle Klimamodelle nicht mehr erfassen, „Klima-Ufos“. Mehr dazu: Hitze macht Wissenschaftler kreativ: Was ist ein „Klima-Ufo“?.

1. Juni 2026: CBAM kann Wirkung der EU-Klimapolitik verdoppeln

Der EU-Klimazoll CBAM könnte eine globale CO₂-Preis-Kettenreaktion auslösen: Wenn Handelspartner mit eigenen CO₂-Preisen reagieren, verdoppelt sich laut einer neuen PIK-Studie die Wirkung der EU-Klimapolitik nahezu. Mehr dazu: EU-Klimazoll CBAM: Globale Kettenreaktion bei CO₂-Bepreisung.

29. Mai 2026: Mehr als 80 Länder wollen Fossil-Fuel-Treaty

Mehr als 80 Länder wollen im Santa Marta Process einen verbindlichen Vertrag zum koordinierten Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle verankern, nachdem Saudi-Arabien das Vorhaben bei der COP31 in Belém per Konsensprinzip blockiert hatte. Mehr dazu: Diese Länder planen das Ende der fossilen Ära.

27. Mai 2026: Gefälschte Klimazertifikate erfüllten EU-Ziele auf dem Papier

Gefälschte chinesische Klimazertifikate halfen mindestens neun EU-Ländern, Klimaziele auf dem Papier zu erfüllen: Allein ein Projekt im Changqing-Ölfeld verbuchte 120.000 Tonnen CO₂-Äquivalent, die nie eingespart wurden. Mehr dazu: Klimazertifikate aus China: Betrug im System.

4. Juni 2026: Großbritannien verankert 87 Prozent weniger Emissionen bis 2040

Großbritannien macht sein Klimaziel rechtsverbindlich: Mit dem Seventh Carbon Budget sollen die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 87 Prozent gegenüber 1990 sinken. Der unabhängige Klimabeirat CCC beziffert die gesamte Energiewende bis 2050 auf rund vier Milliarden Pfund pro Jahr, etwa 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit billiger als ein einziger fossiler Preisschock. Mehr dazu: Net Zero billiger als die nächste Ölkrise.

29. Mai 2026: WMO erwartet Hitzerekord bis 2030

Ein neuer globaler Hitzerekord bis 2030 ist nahezu sicher. Die Weltorganisation für Meteorologie hält es für hochwahrscheinlich, dass die globale Durchschnittstemperatur in den kommenden fünf Jahren auf oder nahe Rekordniveau bleibt, während ein Heat Dome die Mai-Temperaturen in Teilen Europas um mehr als zehn Grad über den Normalwert trieb. Mehr dazu: Heat Dome und WMO-Warnung: Rekordhitze bis 2030 fast sicher.

24. Mai 2026: Thwaites-Schelfeis zerbricht

Das Schelfeis, das den antarktischen Thwaites-Gletscher stabilisiert, zerbricht: Satelliten- und GPS-Daten aus 20 Jahren zeigen Risse, die sich ausbreiten wie in einer splitternden Windschutzscheibe. Der „Weltuntergangsgletscher“ verliert bereits jährlich rund 50 Milliarden Tonnen Eis und trägt damit etwa vier Prozent zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Mehr dazu: Thwaites-Schelfeis zerbricht: Forscher entdecken Risse wie in einer Windschutzscheibe.

21. April 2026: Erneuerbare überholen Kohle

Erstmals seit rund 100 Jahren haben erneuerbare Energien die Kohle im globalen Strommix überholt: Sie lieferten 2025 weltweit 33,8 Prozent des Stroms, Kohle 33,0 Prozent. Allein die Solarenergie legte um 30 Prozent zu und hat sich seit 2015 mehr als verzehnfacht. Mehr dazu: Global Electricity Review 2026: Erneuerbare überholen Kohle erstmals seit 100 Jahren.

23. März 2026: Jeder Klimaindikator blinkt rot

Die Jahre 2015 bis 2025 waren die elf heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen vor 176 Jahren. Die globale Durchschnittstemperatur lag 2025 bei rund 1,43 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau, und trotz kühlender La-Niña-Bedingungen war es das wärmste je gemessene Jahr ohne El-Niño-Einfluss. Mehr dazu: WMO Klimabericht 2025: „Jeder wichtige Klimaindikator blinkt rot“.

6. März 2026: Erwärmungstempo hat sich verdoppelt

Das Tempo der globalen Erwärmung hat sich seit 2015 nahezu verdoppelt. Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung weist eine Erwärmungsrate von rund 0,4 Grad Celsius pro Jahrzehnt nach, gegenüber etwa 0,2 Grad zwischen 1970 und 2015, mit einer statistischen Sicherheit von über 98 Prozent. Mehr dazu: Signifikante Beschleunigung der globalen Erwärmung seit 2015.

13. Oktober 2025: Erster Klimakipppunkt überschritten

Die Erde hat ihren ersten Klimakipppunkt überschritten. Laut dem Global Tipping Points Report 2025 sind die Warmwasser-Korallenriffe mit über 99 Prozent Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu retten; die kritische Schwelle von 1,2 Grad Erwärmung ist mit aktuell rund 1,4 Grad bereits überschritten. Mehr dazu: Erster Kipppunkt überschritten: Korallenriffe verloren, globale Kaskaden drohen.

1. April 2025: 2024 war das wärmste Jahr seit 1881

2024 war in Deutschland mit einer Durchschnittstemperatur von 10,9 Grad Celsius das wärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen 1881 und übertraf den bisherigen Rekord von 2023 um 0,3 Grad. Der frühere Hitze-Rekordmonat Juli 2023 ist damit längst eingeordnet: Die Erderwärmung setzt neue Bestmarken im Jahrestakt. Mehr dazu: 2024: Wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.

12. Juni 2024: Grönland verliert 30 Millionen Tonnen Eis pro Stunde

Der grönländische Eisschild verliert nach einer aktuellen Analyse rund 30 Millionen Tonnen Eis pro Stunde, beschleunigt durch dunkle Algenteppiche auf dem Eis. Auf dem Eisschild entdeckte Riesenviren könnten das Algenwachstum bremsen, am nötigen Ausstieg aus den fossilen Energien ändert das jedoch nichts. (Quelle: Focus)

20. Mai 2024: Rekordtief beim antarktischen Meereis

Das antarktische Meereis erreichte 2023 ein historisches Rekordtief: Im Winter fehlten mehr als zwei Millionen Quadratkilometer Eis, eine Fläche von rund fünfeinhalb Mal der Größe Deutschlands. Ohne den Klimawandel wäre ein solches Extrem laut Klimamodellen äußerst unwahrscheinlich. (Quelle: SPIEGEL)

19. Mai 2024: Wisente speichern 54.000 Tonnen CO₂

Eine Herde von rund 170 Wisenten in den rumänischen Karpaten bindet nach einem Modell der Yale-Universität jährlich rund 54.000 Tonnen zusätzliches CO₂, weil die Tiere durch Grasen den Kohlenstoffspeicher des Ökosystems stärken. Solche Effekte fehlen bislang in den gängigen Klimamodellen. (Quelle: The Guardian)

18. Mai 2024: Hitze verschärft neurologische Erkrankungen

Die Klimaerwärmung kann die Symptome von 19 untersuchten Erkrankungen des Nervensystems verschlimmern, darunter Schlaganfall, Migräne, Epilepsie, Alzheimer und Multiple Sklerose. Besonders extreme Temperaturen und ungewöhnliche Tagesschwankungen wirken sich messbar auf das Gehirn aus. (Quelle: The Lancet Neurology)

Die Zahl der Nachrichten rund um die Klimakrise ist enorm. Der Klima-Ticker hält den Überblick und bündelt die wichtigsten Fakten, Studien und Entwicklungen an einer Stelle. Schauen Sie regelmäßig vorbei und teilen Sie die Seite, wo sie hilft.

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[…] um die Erderwärmung auf der Erde gibt es einen Klima-Ticker bei Cleanthinking, der aktuelle News und Nachrichten zusammenfasst – dabei geht es um globale Auswirkungen, […]

Es wird dabei bleiben: anpassen oder sterben! Das 1,5 Grad Ziel erreichen wir (D) ohnehin nicht, unser Hebel selbst in Europa ist viel zu klein, egal wie viel Industrie abwandert, um woanders um so mehr rauszupusten – zum „Wohle“ der neuen örtlichen Gesellschaft. Wenn nicht global umgehend etwas passiert, werden die „Klima-/Wetterbesonderheiten“ tatsächlich alltäglich. Regionen, die bisher noch glimpflich davon gekommen sind, werden wohl länger durchhalten. Menschen, die sich anpassen können auch. Den Rest regelt die Natur, vor der wir bisher keinen Respekt hatten.

[…] Klima-Ticker: Katastrophale Überschwemmungen | Cleanthinking […]

Danke, auf die Öffenlichen und die Presse kann man nicht zählen.
Die Bevölkerung soll einfach ahnungslos bleiben.

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